Das ist Milo. Mit sieben Monaten erlitt er einen anaphylaktischen Schock, nachdem er Brei mit Cashewmus gegessen hatte. Wie sich herausstellte, ist die Cashew nur eines von vielen Nahrungsmitteln, von denen bereits geringste Menge ausreichen, um Milo in einen lebensbedrohlichen Zustand zu versetzen: Fast alle Nüsse, Milch und Ei sind wie Gift für seinen kleinen Körper. All diese Nahrungsmittel gilt es für Milo, strengstens zu meiden.
Damit verbunden ist deutlich mehr als eine Ernährungsumstellung. Denn Essen ist überall; und nur in den seltensten Fällen enthält es weder Milch noch Eier noch Nüsse. Sicherzustellen, dass Milo keinesfalls auch nur eine Spur davon zu sich nimmt, ist eine große Herausforderung und mit vielen Einschränkungen verbunden. Vieles, was uns früher selbstverständlich erschien — unterwegs schnell irgendwo eine Semmel oder ein Eis kaufen, auf Urlaub fahren, ins Restaurant gehen, Freunde besuchen, an Festen teilnehmen —, ist heute für uns nicht mehr denkbar oder nur mit viel Planung und Organisation im Vorfeld bewerkstelligbar. Auch Betreuungspersonen für Milo zu finden, die sich der großen Verantwortung gewachsen fühlen und in deren Hände wir ihn vertrauensvoll und sorgenfrei übergeben können, ist alles andere als einfach. Denn bei aller Umsicht können Fehler passieren; und in diesem Falle gilt es, rasch und zuverlässig Erste Hilfe-Maßnahmen einzuleiten und Milo seine Notfallmedikamente zu verabreichen.
Eine unserer wichtigsten Devisen war es immer, bei Milo trotz allen Einschränkungen nie das Gefühl des Mangels entstehen zu lassen. Zugleich muss er natürlich dennoch Bescheid wissen — und Milo weiß sehr genau, was er alles nicht essen darf; und er ist diesbezüglich auch sehr zuverlässig. Aber es verlangt ihm viel ab; viel Verständnis, Verzicht und Tapferkeit, viele Tränen und mehr Verantwortung, als ein Vierjähriger tragen müssen sollte.
Wir wünschen uns für Milo ein unbeschwerteres Kinderleben, frei von der Angst vor allergischen Reaktionen. Und wir haben eine Therapie gefunden, die ihm das ermöglichen kann. Angeboten wird sie weltweit einzig am SoCal Food Allergy Institute in Long Beach, in Californien. Nach einem individuell auf die spezifischen Ausprägungen seiner Allergien zugeschnittenen Plan wird Milos Immunsystem nach und nach darauf trainiert, Nüsse, Milch und Eier zu tolerieren. Am Ende wird Milo frei essen können.
Milo hat die Therapie Ende 2020 begonnen und wir waren bislang zwei Mal mit ihm in Californien. In den kommenden zwei bis drei Jahren werden wir weitere elf Mal hinfliegen müssen; danach einmal pro Jahr. Da die Therapie bislang nur in den USA anerkannt ist, müssen wir die Kosten selbst tragen. Kurz bevor wir von der Therapiemöglichkeit erfahren haben, haben wir mit dem Bau eines Eigenheims begonnen; daher sind unsere Kreditmöglichkeiten ausgeschöpft. Dennoch wissen wir: Wir müssen diese einzigartige Chance für Milo unbedingt ergreifen!
Daher haben wir uns dazu entschlossen, um Unterstützung bei der Bewältigung der Therapie- und Reisekosten zu bitten. Wir sind dankbar für jeden Beitrag, der uns dabei hilft, Milo ein Stück weiter auf seiner Reise in ein allergiesorgenfreies Leben zu begleiten.