Um die Ausbildung eines Nachfolgers für meine Assistenzhündin Ylvi zu finanzieren.
Ich heiße Klara und habe eine komplexe Posttraumatische Belastungsstörung mit dementsprechend große Probleme im Alltag mit Dissoziationen, Panikattacken, Ängsten, Flashbacks, Stupor (einfrieren) und Krampfanfällen.
Seit 2014 begleitet mich meine derzeitige Assistenzhündin Ylvi, die mir genau bei diesen Dingen hilft. Bevor ich sie hatte, war ich schwerst depressiv und konnte über Jahre die Wohnung nicht mehr verlassen. Allein der Gedanke raus zu gehen machte mir irre Angst. Dadurch waren auch so einfache Dinge wie selber einkaufen gehen oder zum Arzt gehen nicht möglich. Dann bekam ich Ylvi und es wurde Schritt für Schritt besser. Dank ihr traute ich mich wieder, das Haus zu verlassen, und in ihrer Begleitung konnte ich langsam neue Spazierwege entdecken. Dadurch, dass sie mich warnt, bevor ich dissoziiere, konnte ich meine Skills, die ich in der Therapie gelernt hatte, rechtzeitig einsetzen und damit häufig den Stupor und die Krampfanfälle abfangen. Davor war ich außerhalb der Wohnung dem Wohlwollen und der Willkür der Menschen hilflos ausgeliefert, wenn ich vor lauter Stress einen Stupor bekam und mich nicht mehr bewegen und sprechen konnte.
Leider ist Ylvi bereits 10 Jahre alt und damit kommen die ganzen Alterswehwehchen und es ist Zeit für sie in Pension zu gehen. Ich habe mir mit Ylvi zwar viel erarbeitet und gewisse Dinge gehen wieder etwas besser, aber leider ohne sie nicht gut genug, dass ich ohne Assistenzhund leben könnte. Ich bin in meinem Alltag nach wie vor auf die Hilfe eines Assistenzhundes angewiesen, der mir Dissoziationen frühzeitig anzeigt und durch deep pressure therapy hilft, diese zu unterbrechen um in weiterer Folge einen Stupor oder Krampfanfall abzuwenden. Auch Menschenmengen sind für mich ohne Assistenzhund nicht aushaltbar, da sonst sofort die Angst überhand nimmt und ich eine Panikattacke bekomme.
Ich habe mit dem Animal Training Center bereits eine tolle Ausbildungsstätte gefunden. Dort kostet ein fremdausgebildeter Assistenzhund 35.000€. Bevor er mir übergeben wird, absolvieren die Trainerinnen dort die Qualitätsprüfung vom Messerli Forschungsinstitut (Österreich), damit ich nach einer Zusammenschulung die Teamprüfung ablegen kann und er ein staatlich zertifizierter Assistenzhund mit allen Zutrittsrechten ist. Ylvi bleibt natürlich bei mir und darf bei mir ihre Pension verbringen.
Leider übernimmt die Krankenkasse die Kosten für einen Assistenzhund nicht. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir bei der Finanzierung meines treuen Begleiters weiterhelft, da ich nur so ein selbstbestimmtes Leben führen kann. Jeder Euro zählt.
Vielen Dank im vorraus,
Klara
Ps: das Foto zeigt Ylvi, da der neue Assistenzhund erst gefunden werden muss.
PPS: Falls was nicht klappen sollte könnt ihr euch bei mir melden unter [email protected]