***english Version below***
Seit Donnerstagabend ist Malik nun bei mir zu Besuch. Die ersten Tage waren aufregend, lehrreich und teilweise auch herausfordernd, aber vor allem wunderschön.
Wir waren viel an der Isar und im Wald unterwegs. Malik hat ausgiebig gebadet und ist sogar richtig geschwommen. Er hat Schlauchboote, SUPs und Wellen kennengelernt und viele neue Eindrücke gesammelt. Auch einen Teil meiner Familie und sogar meine Pferde hat er bereits getroffen – und das hat richtig gut funktioniert. Natürlich gibt es auch noch Herausforderungen. Besonders Begegnungen mit fremden Hunden, die bellen oder sich aufregen, fallen ihm momentan noch sehr schwer. Daran müssen wir weiter gemeinsam arbeiten. Auch die erste Nacht war sehr unruhig, aber schon die zweite Nacht war deutlich besser.
Besonders beeindruckend war für mich aber ein Erlebnis am Sonntag.
Während wir unterwegs waren, bemerkte Malik, dass es mir nicht gut ging. Er hat offenbar gerochen, dass mein Stresslevel zu hoch wird (es wurde ja auch schon fleißig mit Geruchsproben von mir trainiert) und zeigte mir, dass etwas nicht stimmte und ich dringend Pause machen soll. Als ich zunächst nicht darauf reagierte, ließ er nicht nach und zeigte es noch deutlicher. Wir suchten uns daraufhin einen ruhigen Platz und ich setzte mich mit ihm auf den Boden. Doch Malik ließ mich weiterhin nicht aus den Augen. Erst nachdem ich mein Notfallmedikament genommen hatte, schien er zufrieden zu sein. Danach legte er seinen Kopf auf mich und blieb einfach bei mir, bis es mir wieder besser ging. Und dann kam eine Situation, die mich besonders stolz auf ihn gemacht hat: Plötzlich kam ein fremder Hund aus dem Wasser auf uns zu – genau das, was ihm normalerweise noch schwerfällt. Trotzdem ignorierte er den Hund und blieb mit seiner Aufmerksamkeit bei mir. Auch ein lautes Schlauchboot mit mehreren Menschen konnte ihn nicht ablenken. Als es mir wieder besser ging, sind wir noch kurz gemeinsam ins Wasser, bevor wir uns auf den Heimweg gemacht haben. Auch dort hat Malik sich unglaublich gut auf mich eingestellt und gemerkt, dass meine Energie für diesen Tag aufgebraucht war. Er hat sich auf dem Heimweg richtig vorbildlich benommen.
Gestern Morgen hat er übrigens schon wieder gemerkt, dass es mir nicht gut geht, und wollte zunächst, dass wir einfach noch liegen bleiben. 🥹
Seit gestern ist es zum Glück auch endlich etwas kühler. Bei unserer großen Runde durch den Wald an der Isar hat Malik sich sogar an der Schleppleine super benommen und auch der Rückruf hat richtig gut funktioniert.
Malik ist noch lange nicht fertig ausgebildet und wir haben noch viel zu lernen. Es gibt weiterhin Situationen, die ihm schwerfallen. Aber gerade solche Momente wie am Sonntag zeigen mir, warum wir diesen Weg gemeinsam gehen und welches Potenzial in unserer Zusammenarbeit steckt. Vielleicht war dieser Tag einer dieser kleinen Momente, die irgendwann einmal ganz groß werden.
Danke an alle, die uns auf diesem Weg unterstützen und dazu beitragen, dass genau diese gemeinsame Zukunft möglich wird! 🐾
english version:
Malik has been staying with me since Thursday evening. The first few days were exciting, educational and, at times, challenging, but above all wonderful.
We’ve spent a lot of time out and about by the Isar and in the woods. Malik has had plenty of a dip and has even swum properly. He’s got to know inflatable boats, SUPs and waves, and taken in lots of new experiences. He’s also already met some of my family and even my horses – and that went really well. Of course, there are still challenges. In particular, encounters with unfamiliar dogs that bark or get agitated are still very difficult for him at the moment. We need to keep working on that together. The first night was also very restless, but the second night was already much better.
What particularly impressed me, though, was an experience on Sunday.
Whilst we were out and about, Malik noticed that I wasn’t feeling well. He’d obviously sensed that my stress levels were getting too high (we’d already been training hard using my scent samples) and showed me that something was wrong and that I urgently needed to take a break. When I didn’t react at first, he didn’t give up and made it even clearer. We then found a quiet spot and I sat down on the ground with him. But Malik still didn’t take his eyes off me. It was only after I’d taken my emergency medication that he seemed satisfied. After that, he rested his head on me and simply stayed by my side until I felt better again. And then there was a situation that made me particularly proud of him: suddenly, a strange dog came out of the water towards us – exactly the sort of thing he normally still finds difficult. Nevertheless, he ignored the dog and kept his attention on me. Not even a noisy inflatable boat with several people on board could distract him. Once I was feeling better, we went into the water together for a short while before setting off for home. There, too, Malik was incredibly attuned to me and realised that I’d used up all my energy for the day. He behaved absolutely impeccably on the way home.
Incidentally, yesterday morning he noticed once again that I wasn’t feeling well, and at first wanted us to just stay in bed. 🥹
Fortunately, it’s finally been a bit cooler since yesterday. On our long walk through the woods by the Isar, Malik even behaved brilliantly on the long lead, and the recall worked really well too.
Malik is still a long way from being fully trained, and we’ve still got a lot to learn. There are still situations he finds difficult. But it’s moments like the one on Sunday that show me why we’re on this journey together and just how much potential there is in our partnership. Perhaps this day was one of those small moments that will one day become something really big.
Thank you to everyone who supports us on this journey and helps make this shared future possible! 🐾