Bernhardiner mit Medizinischem Notfall

Maurice Carstensen Breklum, Germany

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Description

Hallo ich bin Maurice. Es geht um meinen Besten Freund auf der Welt , meinen Hund Ares.


Ares war kein typischer Bernhardiner, der die meiste Zeit gemütlich schlafend auf der Veranda verbrachte. Er war ein gewaltiges Paket reiner, unbändiger Lebensfreude. Wenn es schneite, rannte er wie ein übermütiger Welpe durch den Garten, pflügte mit seiner massiven Schnauze durch die weißen Berge und bellte vor Begeisterung. Er liebte jeden Menschen, jedes Kind und jeden anderen Hund. Sein Schwanzwedeln war so kräftig, dass es Couchtische abräumen konnte, und in seinen warmen, braunen Augen spiegelte sich eine tiefe, bedingungslose Liebe zu mir!


​Doch dann verblasste Ares' Licht.

​Es begann schleichend. Zuerst blieb sein geliebter Futternapf morgens zur Hälfte voll. Dann wurden die Spaziergänge kürzer. Der Hund, der früher stundenlang voller Energie gewesen war, blieb nun stehen, der Kopf tief gesenkt, die Rute zwischen die Hinterbeine geklemmt. Sein massiger Körper verlor rapide an Gewicht. Das glänzende, dicke Fell wurde stumpf und struppig.


​Die wahre Katastrophe brach herein, als seine Beine einfach nachgaben. Er lag da, der gewaltige Brustkorb hob und senkte sich in flachen, unregelmäßigen Atemzügen. Seine Augen, sonst so voller Leben, waren trüb und leer.

​Die Fahrt in die Tierklinik war ein Albtraum aus Angst und Tränen. Nach Stunden voller bangem Warten kam die Diagnose: Morbus Addison.

​Ares' Nebennieren hatten aufgehört zu arbeiten. Sein Körper konnte die lebenswichtigen Stress- und Regulationshormone nicht mehr selbst herstellen.

Der Tierarzt erklärte, dass Ares überleben würde – aber der Weg dorthin würde lang und schwer werden.

​Heute ist Ares auf dem Weg der Besserung, aber von "gesund" kann noch keine Rede sein. Der Alltag ist mittlerweile von einem strengen, nervenaufreibenden Rhythmus diktiert. Alle vier bis fünf Wochen heißt es: ab zum Tierarzt. Blut abnehmen. Warten. Bangen.

​Die Ergebnisse aus dem Labor entscheiden über die nächsten Wochen. Stimmen die Elektrolyte? Müssen die teuren Medikamente – deren Dosis bei einem Bernhardiner von Ares' Statur astronomische Summen verschlingt – wieder minimal nach oben oder unten korrigiert werden? Es ist eine ständige Gratwanderung, ein feines Ausbalancieren der perfekten Dosis, damit Ares' Organismus nicht wieder entgleist.

​Es gibt gute Tage, an denen das alte Funkeln in seinen Augen zurück ist und er wieder ein bisschen wie der alte Ares wirkt. Aber es gibt auch die anderen Tage, an denen die Erschöpfung ihm anzusehen ist.

​Jedes Mal, wenn Ares die lebensrettenden, extrem kostspieligen Medikamente verabreicht bekommt, mischt sich ein tiefes, erdrückendes Gefühl der Sorge dazu. Die Tierarztkosten, die regelmäßigen Blutbilder und die hohen Dosierungen fressen das Ersparte auf. Der Blick auf den Kontostand ist so regelmäßig eine Zitterpartie wie das Warten auf die Blutwerte.

​Doch wenn Ares abends seinen schweren Kopf auf meinen Schoß legt, tief seufzt und einen mit diesen unendlich treuen Augen ansieht, weiß Ich: Dieser Hund ist jeden einzelnen Cent und jede schlaflose Nacht wert. Es ist ein harter, teurer Kampf – aber es ist ein Kampf für meinen besten Freund der Welt

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Maurice Carstensen
Breklum, Germany
18. March 2026
Animals
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