Bezahlkarten in Ludwigsburg? Nein danke!

Yvonne Kratz Ludwigsburg, Germany

Bezahlkarten in Ludwigsburg? Nein danke!

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Spendenaufruf: Gemeinsam gegen die diskriminierende Bezahlkarte

Stell dir vor, du dürftest im Monat nur 50€ in bar abheben und andere alltägliche Transaktionen wären für dich plötzlich komplizierter oder gar unmöglich. Dabei lebst du ohnehin schon unter dem Existenzminimum.

Seit der schrittweisen Einführung der Bezahlkarte ist genau das für viele Geflüchtete in Deutschland Realität geworden, auch in Ludwigsburg und dem Landkreis. Aus diesem Grund wollen wir solidarische Tauschaktionen organisieren (mehr dazu weiter unten im Text).

Dafür brauchen wir deine Spende!

So werden geflüchtete Menschen systematisch entmündigt:

• Sie können mit der Karte nur noch in bestimmten Geschäften einkaufen

Online-Überweisungen sind nur nach behördlicher Genehmigung und in begrenztem Umfang möglich

Einkäufe auf Flohmärkten, in Sozialkaufhäusern oder in Geschäften, die Produkte aus den Herkunftsländern führen, sind durch die Bargeldbegrenzung kaum noch möglich, obwohl genau diese Orte für viele Geflüchtete so wichtig sind

• Das Geld für Schul- und Kindergartenausflüge wird häufig bar eingesammelt. Doch was tun, wenn die 50€ bereits aufgebraucht sind?


Das alles ist nicht nur unpraktisch oder ärgerlich – es ist diskriminierend!

„Die Bezahlkarte ist die Verkörperung staatlichen Mobbings gegen schutzsuchende Menschen.“

(Quelle: Tareq Allaows, PRO ASYL, Juni 2024, Die Welt)

Teure Symbolpolitik

Die Bezahlkarte wird mit der Behauptung verteidigt, Geflüchtete würden Sozialleistungen in großem Stil ins Ausland schicken, z. B. an Schlepper oder ihre Familien. Doch eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) belegt das Gegenteil: Nur sieben Prozent der Geflüchteten senden überhaupt Geld ins Ausland – und meist nur kleine Beträge.

Die Vorstellung von massenhaften Überweisungen ist schlicht falsch.

(Quelle: DIW Wochenbericht 49/2024)

Mit der Bezahlkarte und ihrer absurden Begründung werden gezielt Ressentiments geschürt – gegen Geflüchtete und gegen das Sozialsystem insgesamt.

 „Die Bezahlkarte ist populistische Symbolpolitik“

(Quelle: Marcus Engler, Sozialwissenschaftler und Leiter der Abteilung Migration am deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung, Dez 2024, Tagesspiegel)


Dabei profitieren unterschiedliche Unternehmen wirtschaftlich von ihrem Einsatz, während die Verwaltungskosten für die Einführung des Kartensystems allein in Baden-Württemberg in den kommenden zwei Jahren auf 21,4 Millionen Euro geschätzt werden.

(Quelle: Ministerium der Justiz und für Migration Baden-Württemberg, Antwort auf FDP-Anfrage, 2024; Zeit Online)

Unser Protest und deine Unterstützung sind daher nicht nur praktische Hilfe für Betroffene. Sie sind auch ein klares Zeichen an die Politik:

Wir akzeptieren diese Entmündigung und Ausgrenzung nicht!

Die Lösung: Eine solidarische Tauschbörse!

In Ludwigsburg bauen wir eine lokale Tauschbörse auf, die Geflüchteten wieder Bargeld zugänglich macht. Und so funktioniert’s:

•  Asylsuchende kaufen mit der Bezahlkarte z. B. einen Rewe- oder DM-Gutschein.

•  Sie bringen diesen Gutschein zur Tauschbörse und tauschen ihn gegen Bargeld ein.

• Jemand kauft diesen Gutschein mit Bargeld.

-> Für dich ändert sich beim Einkaufen nichts – für die tauschende Person aber sehr viel!

Unsere solidarische Tauschbörse soll neben konkreter Maßnahmen auch ein starkes Zeichen für die Betroffenen sein: Ihr seid nicht allein! Ihr seid nicht egal! Ihr gehört dazu!

Was wir jetzt brauchen: Deine Spende


Andere Städte zeigen eindrucksvoll: Tauschbörsen funktionieren!

Damit wir in Ludwigsburg schnellstmöglich loslegen können, brauchen wir Startkapital. Wir wollen sicherstellen, dass niemand, der einen Gutschein gegen Bargeld tauschen möchte, wieder nach Hause geschickt werden muss. Neben solidarischen Menschen, welche die Tauschaktionen vor Ort mit Bargeld ermöglichen, sind wir also auf deine Unterstützung angewiesen!

So können wir auch dann Gutscheine gegen Bargeld tauschen, wenn mehr Menschen Bargeld benötigen als aktuell Spender:innen Mittel bereitstellen.

Unser erstes Ziel sind 2500 Euro bis August.

Gemeinsam mit dir schaffen wir das!

•  Spende jetzt für eine solidarische, selbstbestimmte Alternative zur Bezahlkarte.

•  Teile die Kampagne mit deinen Freund:innen und Verwandten und hilf uns so, das Spendenziel zügig zu erreichen.

•  Zeige mit deiner Spende auch den politischen Entscheidungsträger:innen: Es gibt Widerstand – keine Zustimmung!

P.S.: Du willst uns auch praktisch unterstützen?

Beispielsweise im Orga-Team oder bei den Tauschaktionen vor Ort?

Dann melde dich gern per Instagram oder E-Mail bei uns!

Instagram: neinzurbezahlkartelb

E-Mail: [email protected]

Website: https://nein-zur-bezahlkar.wixsite.com/neinzurbezahlkartelb

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Yvonne Kratz
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07. May 2025
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