Loki und ich möchten unser Zuhause behalten

Käfi

Loki und ich möchten unser Zuhause behalten

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Hallo ihr lieben Menschen da draußen,

ich habe sehr lange mit mir gerungen, ob ich diesen Schritt machen soll und ob meine Situation überhaupt "schlimm genug" ist, um hier um Hilfe bitten zu dürfen. Fakt ist jedoch, dass ich sowohl mit meinen Ideen als auch mit meinen Kräften ziemlich am Ende bin und ich nun leider keine andere Möglichkeit mehr sehe.

Kurz zu mir: Ich heiße Käfi, wohne in Norddeutschland, bin w, Anfang 30 und seit 2021 arbeitsunfähig (mit u.a. der Diagnose kPTBS komplexe Posttraumatische Belastungsstörung, durch Erfahrungen als Kind/Jugendliche, da mit mehreren Pflegegeschwistern aufgewachsen). Aus Selbstschutz ist diese Anzeige daher anonym geschaltet.

Wofür brauche ich Hilfe: Ich möchte das Zuhause von meinem Hund Loki und mir nicht verlieren. Wir wohnen in meinem Kindheitshaus, ein kleines Bauernhaus aus dem 19. Jahrhundert mit Garten. Es bedeutet mir nicht nur ideell etwas; zum einen war es für mich als Altersvorsorge gedacht, da ich Stand jetzt von Altersarmut betroffen sein werde. Zum anderen brauche ich traumabedingt viel Ruhe, die ich hier im Haus und ohne andere Menschen habe. Mit Loki als großem, schwarzen und redseligen Hund sind gemietete Wohnungsmöglichkeiten stark begrenzt. Zudem braucht er ein ebenerdiges Zuhause und seinen Auslauf im eingezäunten Garten, wenn ich krankheitsbedingt (u.a. wegen Migräne) ausfalle.

Weshalb droht es, dass wir es verlieren? - In der Kurzfassung: Ich stecke seit 2 Jahren in der Scheidung von einem Narzissten, mit dem ich zuvor über 10 Jahre zusammen war. Das Haus gehört seit 2017 je mir und ihm zur Hälfte. Da durch Corona ab März 2020 mein Arbeitsort im Veranstaltungsbereich nicht öffnen und ich nicht arbeiten durfte, rutschte ich in eine sehr schwere Depression, die mich seitdem nie mehr wirklich verlassen hat. In der Zeit zeigten sich dann auch meine Kindheits-Traumata so richtig. Mein Ex-Partner hingegen stieg in der Zeit beruflich weiter auf und ist seitdem Gutverdiener. Dennoch war ich diejenige, die drohte, sich von ihm zu trennen, da ich nach einer zweijährigen Therapie 2023 zwar zunächst arbeitsunfähig blieb, aber auch erkannte, dass er und ich ungesund emotional voneinander abhängig waren. Wir trafen die Vereinbarung, uns nicht zu trennen, bevor wir nicht erstmal eine Paartherapie versucht hatten. Ich besorgte uns direkt einen Therapieplatz, kostenpflichtig wie bei Paartherapie üblich. Er wollte allerdings lieber einen kostenlosen Platz und versprach, sich darum zu kümmern. Das war im Frühjahr 2023; das restliche Jahr über vertröstete er mich und nannte dutzende Gründe, wegen derer er es angeblich nicht schaffte, sich zu kümmern, jedoch auch nicht wollte, dass ich es tat. Ich war schließlich im Januar 2024 so mit den Nerven am Ende, dass ich ihn bat, für 2 Wochen zu seinen Eltern zu ziehen, um wieder durchatmen zu können. Er empfand das als so unsägliche Kränkung, dass er sich deswegen von mir trennte und die Scheidung einreichte – ohne dass es also je zur eigentlich vereinbarten Paartherapie gekommen war. Das Versprechen, dass wir dann zumindest keinen Rosenkrieg führen, brach er ebenfalls, indem er versuchte, mich um den Unterhalt zu prellen. Seitdem kommunizieren wir über Anwälte.

Selbstredend will er von mir für seine Haushälfte ausbezahlt werden, zahlt mir aber nur den geringstmöglichen Unterhalt. Daneben bekomme ich nur noch eine Erwerbsminderungsrente, womit sich mein "Einkommen" auf knapp 700€ brutto im Monat beläuft. Ich bin somit mehr oder minder mittellos geworden; auf diese Weise mittelfristig mehrere Zehntausende von Euro aufzubringen, ist quasi nicht möglich. 

Dennoch versuche ich, an fast allen Stellen zu sparen, damit ich es schaffe, meinen Ex-Partner auszuzahlen und Lokis und mein Zuhause für uns zu erhalten.

Ich habe Verwandte, Nachbarn und Bekannte wegen finanzieller Unterstützung angefragt; diese sahen sich aber entweder dazu nicht in der Lage oder - im Falle meiner eigenen Eltern - nur zu Bedingungen, die ich traumabedingt nicht erfüllen kann. Daher habe ich auch zu ihnen und meiner Familie seit letztem Jahr keinen Kontakt mehr. Da sich durch die Scheidung auch sämtliche Freunde vor Ort abgewandt haben, stehe ich ziemlich alleine da. Seitdem hat mich das leider nicht nur einmal mental fast bis zum Äußersten gebracht. Aber der Gedanke, was dann mit Loki sein würde, lässt mich weitermachen. Und zum Glück habe ich auch allmählich wieder Freunde gefunden, wenn auch „nur“ online. Doch diese haben mich ermutigt, es mit so einer Kampagne hier zu versuchen. Von selbst hätte ich mich wohl nicht getraut, hier auf meine Situation aufmerksam zu machen und für mich und Loki um Hilfe zu bitten. Sei es aufgrund dessen wie ich erzogen wurde, aus Schamgefühlen oder wegen des Gedankens, dass es hier sicher viele Menschen gibt, denen es noch schlechter geht als mir.

Aber ich bin froh, dass ich mich inzwischen traue zu sagen: Ich möchte Lokis und mein Zuhause retten und leider schaffe ich das einfach nicht alleine. Ich brauche Unterstützung von anderen. Ich brauche eure, oder vielleicht auch Deine Unterstützung. So oder so bin ich dankbar, dass es Menschen gibt, die zuhören und an unserer Situation Anteil nehmen. Und uns - und besonders mir - wieder Mut machen. Dass wir es irgendwann rausgeschafft haben werden aus dieser andauernden unsäglichen Schwebe aus Trauer, Unsicherheit und Perspektivlosigkeit. Auf welche Art auch immer. Doch ich werde mir dann zumindest sagen können, dass ich alles versucht habe, damit wir meinen Ex auszahlen und dadurch hierbleiben und zur Ruhe kommen können. Und vielleicht gibt es ja Menschen da draußen, die das gemeinsam mit uns versuchen möchten. Lokis und meine Dankbarkeit sei euch gewiss, und von ihm auch noch viele nasse Hundeküsse und Kuscheleinheiten, hihi.

Danke fürs Lesen, und auch für euch und Dich alles Gute!

Liebe Grüße,

Loki & Käfi

<3

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Käfi
08. April 2026
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