Spenden sammeln als Privatperson: So findest du die passende Crowdfunding-Plattform
Du willst als Privatperson Spenden sammeln, für dich selbst, eine andere Person oder ein soziales Projekt, und bist keine gemeinnützige Organisation? Dann hilft dir dieser Vergleich der wichtigsten Crowdfunding-Plattformen weiter.
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Updated: 31.08.2026
Wir zeigen dir, welche Werte dahinterstehen, welche Gebühren anfallen, wie es um deutschsprachigen Support bestellt ist und womit die Anbieter ihr Geld verdienen.
Eine Abkürzung vorweg: Wenn du eine anerkannt gemeinnützige Organisation bist und Spendenbescheinigungen ausstellen willst, ist unsere Schwesterplattform betterplace.org die richtige Wahl.
Für alle anderen, also Privatpersonen, Initiativen, aktivistische Gruppen und Unternehmen, geht es hier weiter.
Was ist GoodCrowd.org?
GoodCrowd.org ist die soziale Crowdfunding-Plattform aus Berlin und Teil der gemeinnützigen gut.org. Anders als kommerzielle Anbieter arbeitet GoodCrowd nicht gewinnorientiert. Überschüsse fließen zurück in die Plattform und ihre soziale Wirkung.
Das ist der Kern, der GoodCrowd von den meisten unterscheidet:
✅ Nur soziale Projekte, nicht alles und jeder. Bei GoodCrowd muss jede Kampagne einen sozialen Zweck erfüllen. Aufrufe, die Diskriminierung oder Gewalt fördern, haben bei GoodCrowd keinen Platz.
✅ Kein Profitinteresse: GoodCrowd nimmt keine Plattformgebühr und behält keinen Cent als Gewinn. Getragen wird die Plattform von freiwilligen Co-Spenden der Spender*innen.
✅ Firmensitz in Deutschland: Die Daten, die du an GoodCrowd gibst, werden nach deutschem Recht verarbeitet.
✅ Support: Das Team hilft dir auf Deutsch, auf Wunsch auch auf Englisch.
✅ Offen für private und noch nicht gemeinnützige Anliegen, solange sie sozial sind. Voraussetzung ist ein Wohnsitz in Deutschland oder Österreich.
Die Plattformen im Kurzporträt
➡️ GoodCrowd.org
- Was: Soziale Crowdfunding-Plattform aus Berlin, Teil der gemeinnützigen gut.org
- Zulässige Kampagnen: Nur Projekte mit sozialem Zweck. Kein Platz für Gewalt, Diskriminierung oder Menschenrechtsverletzungen.
- Verarbeitungsgebühren: ja (Gebührenübersicht)
- Weitere Gebühren: keine
- Wie verdient die Plattform Geld? Über freiwillige Co-Spenden der Spender*innen
- Stammsitz: 🇩🇪 Berlin, Deutschland
- Ausrichtung auf deutschen Markt: Ja, speziell auf Deutschland und Österreich zugeschnitten
- Support: Per E-Mail (deutsch und englisch)
- Profitorientiert? Nein, kein Profitinteresse
➡️ GoFundMe
- Was: Eine der weltweit größten Plattformen
- Zulässige Kampagnen: Nahezu jedes legale, persönliche Anliegen, gebunden an die AGB.
- Verarbeitungsgebühren: ja (Gebührenübersicht)
- Weitere Gebühren: keine
- Wie verdient die Plattform Geld? Über freiwillige Co-Spenden der Spender*innen
- Stammsitz: 🇺🇸 Redwood City, USA
- Ausrichtung auf deutschen Markt: Ja, mit deutschsprachiger Website und deutschsprachigem Support, im Kern aber eine US-Plattform
- Support: Erst Chatbot, bei Bedarf Weiterleitung an das Support-Team (deutsch, englisch und weitere)
- Profitorientiert? Ja
➡️ WhyDonate
- Was: Internationale Spendenplattform aus Europa, ausgelegt auf grenzüberschreitendes Sammeln
- Zulässige Kampagnen: Sozialer oder guter Zweck vorausgesetzt, aber breit ausgelegt
- Verarbeitungsgebühren: ja (Gebührenübersicht)
- Weitere Gebühren: keine
- Wie verdient die Plattform Geld? Über freiwillige Co-Spenden der Spender*innen
- Stammsitz: 🇳🇱 Amsterdam, Niederlande
- Ausrichtung auf deutschen Markt: Nein, internationaler Fokus, in Deutschland wenig bekannt.
- Support: Live-Chat (Antwort in der Regel unter einer Stunde) oder E-Mail, auch auf Deutsch
- Profitorientiert? Ja
➡️ PayPal
- Was: Zahlungsdienstleister mit einfacher Spendenaktion-Funktion, keine vollwertige Kampagnenseite, max. 20.000 Euro und 30 Tage pro Aktion
- Zulässige Kampagnen: Nahezu jedes legale, persönliche Anliegen, gebunden an die AGB
- Verarbeitungsgebühren: ja bei öffentlichen Aktionen (Gebührenübersicht); Teilst du die Aktion nur privat mit ausgewählten Personen, übernimmt PayPal die Gebühren
- Weitere Gebühren: keine
- Wie verdient die Plattform Geld? Über die Zahlungsgebühren, kein Co-Spenden-Modell
- Stammsitz: 🇺🇸 San Jose, USA
- Ausrichtung auf deutschen Markt: Als Marke präsent, das Spendentool ist aber wenig verbreitet
- Support: Allgemeiner Kundenservice auf Deutsch, nicht speziell fürs Spendensammeln
- Profitorientiert? Ja
➡️ Chuffed.org
- Was: Australisches Social Enterprise für soziale Anliegen, in Deutschland nutzbar
- Zulässige Kampagnen: Nur soziale, ökologische, politische oder gemeinschaftliche Anliegen
- Verarbeitungsgebühren: (Gebührenübersicht)
- Weitere Gebühren: keine
- Wie verdient die Plattform Geld? Über freiwillige Co-Spenden der Spender*innen
- Stammsitz: 🇦🇺 Sydney, Australien
- Ausrichtung auf deutschen Markt: Nur teilweise auf Deutsch verfügbar, das Anlegen einer Kampagne läuft auf Englisch
- Support: Per E-Mail (nur englisch)
- Profitorientiert? Teils, Social Enterprise mit fest verankerter sozialer Zweckbindung
➡️ Spendenseite.de
- Was: Kleinere deutschsprachige Plattform für private Spendenziele
- Zulässige Kampagnen: Nahezu jedes legale, persönliche Anliegen, gebunden an die AGB
- Verarbeitungsgebühren: ja, 0,50 Euro pro Spende (Gebührenübersicht)
- Weitere Gebühren: 5 Prozent Provision auf jede Spende
- Wie verdient die Plattform Geld? Über diese Plattformgebühr, verdient also direkt an den Spenden
- Stammsitz: 🇳🇱 Blaricum, Niederlande
- Ausrichtung auf deutschen Markt: Ja, auf den deutschsprachigen Raum zugeschnitten
- Support: Über Kontaktformular (vermutlich nur deutsch)
- Profitorientiert? Ja
➡️ spendenaktion.de
- Was: Kleinere Plattform für private und soziale Spendenaktionen, betrieben von Sponsor Europe B.V.
- Zulässige Kampagnen: Nahezu jedes legale, persönliche Anliegen, gebunden an die AGB
- Verarbeitungsgebühren: ja, abhängig von der Zahlungsart (Gebührenübersicht)
- Weitere Gebühren: 0,50 Euro fix pro Spende. Ein exakter Gesamtwert lässt sich nicht angeben, weil zusätzlich die von der Zahlungsart abhängigen Gebühren anfallen
- Wie verdient die Plattform Geld? Über die Gebühren pro Spende.
- Stammsitz: 🇳🇱 Reeuwijk, Niederlande
- Ausrichtung auf deutschen Markt: Ja, auf den deutschsprachigen Raum zugeschnitten
- Support: Über Kontaktformular (vermutlich nur deutsch)
- Profitorientiert? Ja
Häufige Fragen
Welche Crowdfunding-Plattform eignet sich für Privatpersonen?
Für private Spendenaktionen eignet sich GoodCrowd.org, weil auch nicht gemeinnützige Anliegen möglich sind, der Support auf Deutsch läuft und der Firmensitz in Deutschland liegt. Voraussetzung ist ein Wohnsitz in Deutschland oder Österreich. Wer international sammelt, findet in GoFundMe oder WhyDonate eine Alternative.
Ist Crowdfunding kostenlos?
Eine Kampagne zu starten ist bei allen hier vorgestellten Plattformen kostenlos. Abgezogen wird nur von den eingehenden Spenden, meist ein kleiner Prozentsatz plus ein fester Betrag pro Spende. Viele soziale Plattformen verzichten zudem auf eine feste Plattformgebühr und finanzieren sich über freiwillige Co-Spenden. Ausnahmen mit höheren Kosten sind Spendenseite.de und spendenaktion.de, die zusätzlich rund 5 Prozent Plattformgebühr plus 0,50 Euro pro Spende nehmen.
Muss ich die gesammelten Spenden versteuern?
Spenden an private Spendenaktionen gelten rechtlich meist als Schenkungen. Zwischen nicht verwandten Privatpersonen liegt der Freibetrag bei 20.000 Euro pro unterstützender Person innerhalb von zehn Jahren, darüber kann Schenkungssteuer anfallen. Weil bei Spendenaktionen viele Menschen kleine Beträge geben, bleiben die meisten Kampagnen darunter. Bei größeren Summen oder Zweifeln klärst du das am besten mit einer Steuerberatung. Das ist keine Steuerberatung.
Werden erhaltene Spenden auf Sozialleistungen angerechnet?
Wenn du Sozialleistungen wie Grundsicherung oder Wohngeld beziehst, kann sich eine erhaltene Spendensumme darauf auswirken. Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht, denn das hängt vom Einzelfall und von der jeweiligen Leistung ab. Kläre das am besten vor dem Start deiner Kampagne mit den zuständigen Ämtern.
Warum für soziale Spendenaktionen GoodCrowd.org die richtige Wahl ist?
Wenn du privat oder für ein soziales Projekt sammelst, und genau darum geht es in diesem Artikel, ist GoodCrowd.org die Plattform, die zu dir passt. Du bekommst eine faire Gebührenstruktur ohne versteckte Zusatzkosten, einen deutschen Firmensitz, erfahrenen deutsch- sowie englischsprachigen Support und eine Plattform, die nicht auf Gewinn, sondern auf soziale Wirkung ausgelegt ist. Genau hier liegt der Unterschied: Anders als die großen Plattformen, die fast jedes Anliegen zulassen, lässt GoodCrowd nur soziale Projekte zu, und anders als vergleichbar werteorientierte Anbieter aus dem Ausland bietet es dabei einen deutschen Sitz und deutschsprachigen Support. Diese Kombination bekommst du nur hier.
Du willst dir zuerst einen breiten Überblick über alle Anbieter verschaffen? Lies unseren Artikel beste Crowdfunding-Plattformen im Überblick.