Brauche dringend Hilfe aus den Schulden!

Lena Collmann Berlin, Germany

Brauche dringend Hilfe aus den Schulden!

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Ich bin Lena, 43 Jahre alt, wohne in Berlin und stehe nicht nur mit dem Rücken zur Wand.

Ich schäme mich unfassbar dafür, aber eine andere Möglichkeit, als das hier zu versuchen, habe ich nicht mehr...

Ich habe Schulden (Dispo, Kreditkarte, 2 Kredite, Leihhaus, PayPal, Klarna) über etwa 40.000€. Eine Mahnung nach der anderen kommt rein und mein Dispo (-800€) ist schon zu Beginn des Monats ausgereizt. Ich komme seit Monaten nicht mehr aus dem Dispo raus.

Ich habe solche Angst davor, was als nächstes passiert: erst Inkasso, dann Gerichtsvollzieher, Lohnpfändung....

Dann verliere ich womöglich meine Wohnung und meinen Job, den ich sehr gerne mache (ich arbeite in einer Verwaltung im Öffentlichen Dienst)...

Mein Leben war noch nie einfach, ich habe fast alles bisher alleine schaffen müssen, habe einige Rückschläge einstecken müssen und mich doch so oft wieder berappeln können.

Ich versuche hier erstmal ein bisschen zu erzählen, um mich damit hoffentlich ein bisschen besser erklären zu können... Ich bin aber nicht darin, mich kurz zu fassen…

Ich glaube, angefangen hat es damit, dass meine Eltern beschlossen hatten, mir mit ca. 14 Jahren ein Taschengeld in Höhe von ca. 120 DM mtl. zu geben. Davon musste ich bis auf Essen und Schulsachen alles selber bezahlen. Meine Mutter kam sogar mit dem Kassenzettel zu mir, wenn sie mir ein Shampoo oder dgl. mitgebracht hat und wollte das Geld. Und ich war und bin kein Markenjunkie oder so, ich brauche keine teuren Dinge, nur weil es eine bestimmte Marke ist!

Mit 18J. bin ich Zuhause ausgezogen, da wir uns viel gestritten haben.

(Meine Brüder - 13 u. 11,5 J. älter - waren da schon längst aus dem Haus.)

Ich bin in ein 1-Zimmer-Apartment gezogen, welches meinen Eltern und meinem ältesten Bruder gehörte (geschenkt von meinem Großvater). Ich hatte damals (2000) gerade das Gymnasium nach der 10. Klasse (= Mittlere Reife) verlassen und absolvierte ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Kinderkrippe, wo ich ca. 200 DM verdiente. Miete war ja keine zu bezahlen, und die Nebenkosten trugen meine Eltern und gaben mir monatlich noch etwas zum Leben dazu. Außerdem habe ich gejobbt (in einem Café und später an der Kasse eines Supermarktes).

Allerdings war ich gar nicht richtig vorbereitet auf das Leben alleine, wie alles funktioniert, was ich machen muss, worauf ich achten muss etc.

Im Frühsommer 2001 habe ich einen US-amerikanischen Soldaten, der in Würzburg stationiert war, wo ich aufgewachsen bin, kennengelernt. Erst war alles echt super, doch eines Tages waren wir bei mir und er versuchte mich zu überzeugen, mit ihm zu schlafen. Da ich noch Jungfrau war und wir noch nicht lange zusammen waren, war ich noch nicht bereit dazu. Doch er bedrängte mich immer wieder und versuchte es mit "wenn du mich liebst...". Irgendwann habe ich leider nachgegeben. Doch währenddessen habe ich mehrfach "Nein" und "Stopp" gesagt, auch weil ich Schmerzen hatte und in einer sehr ungünstigen Position hing - nämlich rücklings mit Kopf und Schultern das Bett herunter.

Leider hörte er nicht auf. Heute ist mir klar, dass das eine Vergewaltigung war, damals nicht.

Übrigens habe ich kurze Zeit später Schluss gemacht.

2002 habe ich dann eine Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten begonnen, doch da ich dort (wie übrigens schon während meiner Schulzeit immer wieder) gemobbt wurde, habe ich abgebrochen und dann eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation absolviert.

Ich habe leider in dem Beruf erstmal keine gute Stelle gefunden.

Nachdem ich dann auch noch eine Weile arbeitslos war, bin ich auf Anraten meines ältesten Bruders nach München gezogen. Er wohnt dort mit Familie in der Nähe und ich konnte den ersten Monat bei ihnen wohnen. So konnte ich schneller eine Stelle antreten und direkt vor Ort eine Wohnung suchen. Ich hatte leider nur für sieben Monate eine Stelle als Bürokraft über einen Personaldienstleister.

Dann bekam ich eine Weile HartzIV.

Außerdem hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon immer wieder mal mit Depressionen zu tun und hatte mir eine ambulante Psychotherapie gesucht. Aber es wurde schlimmer – auch weil ich durch eine blöde Trennung Schulden gemacht hatte. Ich war nämlich eigentlich so gut wie zu ihm gezogen, hatte meine Möbel aus dem Apartment verkauft, und dann ging es doch auseinander. Somit musste ich vieles neu kaufen, hatte das Geld aber nicht wirklich und habe auf Raten gekauft… einfach dumm

Ich habe mir 2008 also selbstständig eine Klinik gesucht, um mich dort über mehrere Wochen psychosomatisch und –therapeutisch behandeln zu lassen. Das habe ich 2010 noch einmal gemacht, diesmal in einer anderen Klinik.

Von dort aus habe ich dann erneut festgestellt, dass ich eigentlich gerne in meine Geburtsstadt Berlin zurückkehren möchte. Und zu diesem Zeitpunkt wollte ich unbedingt Erzieherin werden. Also habe ich mich von München aus bei einigen soz.päd. Fachschulen beworben – damals wusste ich nicht, dass man diese Ausbildung auch berufsbegleitend machen kann. Ich habe auch tatsächlich einen Platz bekommen und habe auch kurzfristig ein WG-Zimmer in Berlin gefunden.

Sodann bin ich im August 2010 (eine Woche vor Beginn der schulischen Ausbildung) mit einem Sprinter nach Berlin gefahren und habe dort neu begonnen.

Ich habe die Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin 2014 auch erfolgreich abgeschlossen und dann angefangen in einer Kita zu arbeiten.

…..


2019 habe ich aber festgestellt, dass mir die Arbeit unter den mittlerweile gegebenen Umständen keinen Spaß mehr macht – „man musste immer mehr und durfte immer weniger“ – Personalmangel, keine Zeit für Schreibkram etc.

Schweren Herzens musste ich eingestehen, dass ich die Kinder zwar über alles lieb(t)e, aber auch meine Gesundheit sich meldete und ich diesen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Ich war dann erstmal 2 Jahre krankgeschrieben, war noch einmal in einer psychosomatischen Klinik und habe dann begonnen, mich nach Stellen im kaufmännischen Bereich umzusehen. Mittlerweile bin ich in einer Verwaltung im Öffentlichen Dienst gelandet und mache meine Arbeit hier wirklich sehr gerne.


Leider habe ich mich in den letzten Jahren finanziell total verschätzt und verrechnet und bin dadurch wieder in Schulden geraten, aus denen ich nun nicht mehr alleine herausfinde. Und es fällt mir schon immer schwer, um Hilfe zu bitten, aber nun muss ich es!

Aber meine Eltern haben damals schon kaum geholfen, vor allem nicht emotional, und können es jetzt mit 83 Jahren einfach auch nicht mehr. Zumal der Kontakt zu ihnen zwar besteht, aber nicht mehr sehr innig ist. Was mich auch sehr belastet, denn nur Gott weiß, wie lange sie auf Erden weilen dürfen (beide sind herzkrank).

Ich habe letztes Jahr die Diagnose Diabetes Typ 2 und Schilddrüsenunterfunktion erhalten, nehme nun neben einem Antidepressivum auch dafür Medikamente ein. Da ich übergewichtig bin, habe durch Sport und einer besseren Ernährung (und dem Diabetes-Medikament) in einem Jahr bereits 15kg abgenommen. Weitere 15-20kg will ich noch runterkriegen...

Abschließend kann ich nur sagen, ich weiß, wie dämlich ich war, den Überblick über meine Finanzen verloren zu haben und schäme mich sehr!

Aber ich weiß auch und spüre einfach, dass es nicht mehr passieren wird, kann es nicht besser erklären...


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Lena Collmann
Berlin, Germany
16. March 2026
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