Update: Was gerade passiert

Josef Wolf Passau, Germany
03.06.2026
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Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

dank eurer unglaublichen Solidarität haben wir unser erstes Spendenziel erreicht. Das gibt uns die finanzielle Schlagkraft für die kommenden Monate. Doch der Kampf um Rugis Rückkehr hat gerade erst begonnen. Hier ist der aktuelle, ungefilterte Stand der Dinge:

1. Rugis Sicherheit & die mediale Zwickmühle Rugi muss sich in Sierra Leone aktuell verstecken. Vor Ort lauern kriminelle Banden gezielt auf Abgeschobene und Rückkehrer aus Europa, weil sie bei ihnen Geld vermuten. Das bringt uns in eine extreme Zwickmühle: Wir brauchen die mediale Aufmerksamkeit dringend, um politischen Druck aufzubauen – gleichzeitig müssen wir Rugi schützen. Aus diesem Grund verpixeln wir ab sofort ihr Gesicht in neuen Beiträgen und kürzen ihren Namen. Ihre Sicherheit hat oberste Priorität.

2. Der Plan: Ein Ausbildungsvertrag gegen den Zynismus Wie wir kürzlich aus einer schriftlichen Stellungnahme von Innenminister Joachim Herrmann erfahren mussten, will das Ministerium eine reguläre Rückkehr blockieren. Die Begründung: Rugi sei mit 57 Jahren „zu alt“ und eine „unqualifizierte Küchenhilfe“ – man müsse das Rentensystem vor ihr schützen. Unsere Antwort: Wir lassen uns von dieser bürokratischen Kälte nicht aufhalten. Der einzige und stärkste rechtliche Weg, diese Altersgrenze auszuhebeln, ist ein offizieller Ausbildungsvertrag. Wir werden Rugi als Auszubildende zur Köchin in unserem Betrieb anstellen. Die gute Nachricht: Die Passauer Agentur für Arbeit hat sich bereits auf unsere Seite gestellt und unterstützt dieses Vorhaben!

Was noch aussteht: Die offiziellen Bescheide zur Höhe der Abschiebekosten und die Aufhebung der Einreisesperre. Die Anträge bei den Behörden sind gestellt, wir warten täglich auf Antwort.

3. Das laute Schweigen der Politik & die Angst der Betroffenen Während wir um Lösungen ringen, herrscht im Büro von Oberbürgermeister Rother seit unserem ersten Gespräch absolute Funkstille. Es gibt lediglich distanzierte Statements in der Lokalpresse und Abwehrreaktionen auf Instagram-Kommentare der Bürger. Wir suchen händeringend nach weiteren Betroffenen oder Insidern aus dem System, die mit uns vor die Kamera treten – doch die Angst vor Repressionen ist enorm. Bisher traut sich niemand aus der Deckung.

4. Wir machen den Skandal bundesweit sichtbar (BR & SZ) Wir lassen nicht locker. Aktuell recherchieren der Bayerische Rundfunk (BR) und die Süddeutsche Zeitung (SZ) großangelegt über genau diese Fälle: Die Abschiebung von fest integrierten, arbeitenden Menschen und die bittere Realität hinter den politischen Plänen von Söder, Dobrindt und Merz.

  • Unser Aufruf: Wir sammeln aktuell ähnliche Fälle und leiten diese gebündelt und auf Wunsch anonym an die Journalistinnen weiter. Meldet euch bei uns, wenn ihr Betroffene kennt!

5. Neues Podcast-Format: „Stammtisch“ Um der Thematik eine dauerhafte Plattform zu geben, entwickeln wir gerade ein professionelles Podcast-Format. Wir nutzen unser vorhandenes Video- und Audio-Setup, um offenen, tiefgehenden Diskussionen das nötige Gewicht zu verleihen. Der Grünen-Landtagsabgeordnete Toni Schuberl hat bereits fest zugesagt. Wir suchen für diese Runden weiterhin mutige Stimmen aus der Praxis.

6. Ein Passauer Bündnis: Reaktivierung des Lenkungsausschusses Zusammen mit Passauer IntegrationshelferInnen und den „Omas gegen Rechts“ fordern wir die sofortige Reaktivierung des Lenkungsausschusses für Integration. Dieses Gremium wurde 2015 gegründet, brachte Ämter, Politiker und caritative Helfer an einen Tisch und wurde unter OB Dupper leider wieder abgeschafft. Fakt ist: Ohne das Ehrenamt bricht das System zusammen. Freiwillige übernehmen die Herkulesaufgabe – sie organisieren Wohnungen, begleiten zu Ärzten, erklären Behördenbriefe, vermitteln Impfungen und bringen den Menschen Deutsch bei. Diese Lebensleistung braucht wieder eine zentrale, politische Schnittstelle in Passau.

7. Warum wir weiterhin auf eure Spenden angewiesen sind Auch wenn das erste Ziel erreicht ist: Bitte teilt die Kampagne und spendet weiter. Der Prozess zieht sich ab jetzt in die Länge. Die finalen Rechnungen der Behörden (Abschiebekosten) stehen noch aus, die Anwaltskosten steigen mit jedem Antrag und Rugi wurde in Sierra Leone jegliche Lebensgrundlage entrissen. Jeder Euro mehr gibt uns den langen Atem, den wir für dieses juristische Tauziehen brauchen.

Danke, dass ihr an unserer Seite steht. Wir geben nicht auf.

Euer Team vom Goldenen Schiff & Beppo

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