Die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft und der Naturpark Feldberger Seenlandschaft sind richtige Schätze. Hier gibt es noch glasklare Seen, frische Luft, Stille in den Wäldern und Adler am Himmel. Viele Menschen wollen diese Schönheit und Seltenheit der Natur und der Landschaft bewahren.
Aktuell plant ein Unternehmen in einem der Dörfer der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft, seine Biogasproduktion zu verdreifachen. Aus 8 Mio Nm3 Biogas sollen 25 Mio. werden. Aus der heute schon umweltbelastenden Unternehmung mit angegliederter Massentierhaltung soll eine der größten Biogas-Industrieanlagen von MV mit CO2-Verflüssigung werden.
Das Problem ist, dass der Zu- und Abfuhrverkehr durch kleine Straßendörfer fließt. Das tut er heute schon, morgens um vier geht es manchmal los, in Spitzenzeiten auch samstags und sonntags.
Der Schwerlastverkehr wird, falls es zu dem geplanten Ausbau kommt, nochmals deutlich zunehmen und unsere Häuser alle paar Minuten zum Vibrieren bringen. Die schmalen Straßen ohne Fahrbahnmarkierung, die für PKW und Fahrradfahrer*innen geeignet und mit schönen, uralten Linden bewachsen sind, geben die Befahrbarkeit für den Schwerlastverkehr schon heute nicht her.
Wir Anwohner*innen, die wir uns in der Bürgerinitiative versammelt haben, machen uns große Sorgen um die angesiedelten kleinen Tourismus-Unternehmen, um die Grundstückswerte unserer Häuser und Gärten, um die Naturerhaltung, die Wasserqualität der Seen und des Grundwassers, um die Stille, die wir so lieben, um die Gesundheit unserer Kinder und der Haustiere, die auch mal auf die Straße laufen, und um unsere Lebensqualität. Uns ist bewusst, dass wir einen Schatz zu bewahren haben.
Wir, das sind aktuell 120 Menschen, die gemeinsam versuchen, den Ausbau dieser Anlage zu verhindern, und wir werden immer mehr. Wir befürworten die Energiewende und lokale Landwirtschaft, aber wir positionieren uns klar gegen diese zerstörerische Größenordnung. Hier bereichert sich einer auf Kosten unserer Dörfer und unserer Ressourcen. Eine Industrieanlage gehört nicht in einen Naturpark und sie gehört nicht in ein Dorf.
Wir sammeln deshalb Geld, um Öffentlichkeitsarbeit zu leisten und uns fachkundige Hilfe zu holen. Wir hoffen, dass wir damit zur Informationsverbreitung und zur Transparenz in der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft und den anliegenden Gemeinden, die mit betroffen sind, beitragen können. Wir möchten den Ausbau der Anlage in dieser Größenordnung verhindern.
Bitte unterstützt uns in unserem Bemühen um die Erhaltung der wunderschönen Feldberger Seenlandschaft! Herzlichen Dank!