Wir, die Busfreunde Klagenfurt, wollen diesen 43 Jahre alten Büssing Gelenkbus wieder in den Originalzustand zurückversetzen und zu besonderen Anlässen der Öffentlichkeit und den Oldtimerfans präsentieren.
Auch eine Zulassung für den Straßen- und Fahrgastverkehr wollen wir wieder erreichen.
Dieses historische Kulturgut der Klagenfurter Stadtgeschichte war von 1977 bis zur Wendezeit 1989 als erste neu gekaufte Serie von Gelenkzügen mit den Betriebsummern 21 bis 38 in Klagenfurt im Einsatz.
Unser Bus mit der Nummer 32 entstammt der zweiten Lieferung von 8 Stück ÖAF/M.A.N Gräf&Stift Fahrzeugen aus Wien Liesing mit den Nummern 31 bis 38.
Er ist das letzte erhalten gebliebene Exemplar dieser 1977 gelieferten zweiten Tranche von VÖV Standard 1 Gelenkbussen für Klagenfurt.
Die erste Lieferung mit den Nummern 21-30 erfolgte 1974 und bestand aus technisch und optisch abweichenden Fahrzeugen der Type Büssing VG16 von Vetter aus Stuttgart.
Der Büssing GZ18D mit dem Büssing U11D Motor entspricht technisch dem Büssing BS170V, wurde jedoch in Lizenz von Gräf&Stift in Wien gebaut.
Vom Büssing BS170V ist weltweit kein erhaltenes Exemplar bekannt.
Daher wollen wir diesen letzten Vertreter der Büssing VÖV Standard 1 Gelenkbusse der Nachwelt erhalten und originalgetreu in den Farben der Stadtwerke Klagenfurt rubinrot und elfenbein restaurieren.
Dafür suchen wir nun Spender, damit wir, die Oldtimer Busfreunde Klagenfurt KG, dieses Ziel erreichen können.
In einem ersten Schritt werden Querträger, die im Fachjargon sogenannte "Badewanne" erneuert, um die Lenkbarkeit wieder herstellen zu können. Diese wurde durch Korrosion im Bereich der Vorderachse zerstört.
Dann werden die Hydraulikrohre der Servolenkung ersetzt, um die Lenkunterstützung wieder in Betrieb nehmen zu können. Damit ist das Etappenziel der grundsätzlichen Fahr- und Rangierfähigkeit erreicht. Dafür sind 5000€ eingeplant.
Darauf folgt eine umfassende Sanierung der Träger des Gitterrohrrahmens, da zahlreiche Korrosionsschäden bestehen.
In diesem Zuge muss auch der Holzboden im Innenraum erneuert und mit originalem grauen Pegulan Boden neu bezogen werden. Für diese 2. Etappe sind 20000€ vorgesehen.
Glücklicherweise konnten wir diesen seltenen Bodenbelag bereits erwerben.
Ebenso ist das Fahrzeug mit allen anderen Originalteilen vollständig erhalten geblieben.
Der Büssing Motor, das Voith Diwabus Getriebe und die Bremsanlage funktionieren, müssen nach Jahrzehnten des Stillstandes aber ebenso gründlich überarbeitet werden. Für diese 3.Etappe müssen wir ca. 15000€ aufwenden.
Abschliessend erfolgt in einer 4. Etappe eine Neulackierung mit partieller Neuverblechung und teilweisen Erneuerung des Zierrates. Dafür sind 10000€ projektiert.
Wir wollen spätestens am 3. August 2027, zum 50. Geburtstag unseres seltenen Oldtimers mit der Restauration fertig sein.