Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Name ist Martin Fischer. Ich habe lange mit mir gehadert, diesen Weg hier zu gehen. Sei es aus der Angst heraus mich und meine Schwächen zu offenbaren oder einfach aus der Scham bezüglich der Dinge, welche mir widerfahren sind.
Ich weiß kaum, wo ich anfangen soll. Im letzten Jahr ist mein Leben völlig aus den Fugen geraten. Die Vorstellung, dass mir das geschehen konnte, war stets so fern, dass ich es nicht habe kommen sehen. Vielleicht war es mein guter Glaube an die Menschen um mich herum oder eben meine eigene Ignoranz meiner eigenen Situation gegenüber.
Es begann mit einer Trennung. Einer Trennung von einem Menschen, den ich zutiefst geliebt habe, mit dem ich alles teilte, meine Wut, meine Trauer aber auch meine schönsten Erlebnisse und Freuden. Doch das Nahm ein abruptes Ende. Zurück blieben zwei Seelen in tiefer Einsamkeit – verloren, verletzt und zutiefst verwirrt.
Die Welt um mich herum wurde dumpf, als würde sie sich einfach ohne mich weiterdrehen, als ob ich keinen Platz mehr in ihr hätte, während der Schmerz in mir immer lauter wurde. Orientierungslos stolperte ich von Tag zu Tag.
Mir ist klar, dass ich nicht der einzige Mensch auf dieser Erde bin, der durch ein solches Tal gehen muss. Doch ist es die einzige Geschichte, die hier erzählen kann. Jeder Mensch, der ebenfalls auf diesem Weg war oder ist, hat mein absolutes Mitgefühl. Dieses Gefühl, wenn die Nächte zu einem endlosen Strudel der Gedanken und Erinnerungen werden, ist quälend. Die Suche nach Antworten und Halt ist quälend.
Ich suchte nach Antworten, nach einem Halt, doch diese Leere höhlte mich nur weiter aus. Diese Leere und die damit einhergehende Verwirrung und Orientierungslosigkeit machte mich schwach und unachtsam.
Ich klammerte mich an alles und jeden, um ein Stück Stabilität zurückzugewinnen. Ich suchte nach etwas, das mir zeigte, dass es einen Ausweg aus dem emotionalen und materiellen Chaos gibt, der durch diese Trennung entstanden ist.
Und genau an diesem Punkt griffen Menschen zu, die meine Not erkannt haben. Sie gaben mir Hoffnung, nur um mich zu täuschen.
In meiner Verblendung schafften sie es, mein bedingungsloses Vertrauen zu gewinnen, da ich so sehr an etwas glauben wollte, das funktionierte und mich aus der Dunkelheit führen sollte.
Was für mich wie eine Hilfe aussah, entpuppte sich letzten Endes als Betrug. Schritt für Schritt nahmen sie mir, was ich noch hatte – mein Vertrauen und meine Ersparnisse.
Nun stehe ich vor den Trümmern, die nicht nur meine Trennung, sondern auch dieser Betrug hinterlassen hat. Die finanzielle Last, die nun auf mir liegt, erdrückt mich jeden Tag. Seien es nun die offenen Kreditschulden oder die dadurch entstandenen Anwaltskosten.
Alles, was ich mir wünsche, ist ein bescheidenes, stabiles Leben – nichts Großes, keine extravaganten Träume. Nur die Möglichkeit, durch meine Arbeit meinen Alltag bestreiten zu können und mich wieder selbstständig durchs Leben zu tragen.
Doch dafür brauche ich Hilfe.
Ich verstehe, dass es viel verlangt ist, in dieser Situation um Hilfe zu bitten. Schließlich waren es am Ende meine Handlungen, die mich noch tiefer in diese Situation getrieben haben.
Aber ich bin ehrlich verzweifelt und wende mich nun an Sie.
Mit Ihrer Hilfe hoffe ich zumindest einen Teil meiner Schulden abbauen kann, sodass der monatliche Druck zumindest zum Teil verringert werden kann, damit ich wieder auf eigenen Füßen stehen kann – ohne diese Unsicherheit und Angst.
Was mir widerfahren ist, hat meinen Glauben an das Gute im Menschen schwer erschüttert. Mein Beruf als Soziologe und Sozialpädagoge basiert auf der tiefen Überzeugung, dass Menschen einander helfen können, dass wir in der Lage sind, in den schwierigsten Momenten füreinander da zu sein. Dieser Glaube hat mich durch meine Arbeit getragen – ob nun in meiner Arbeit mit traumatisierten Kindern oder mit Menschen, die ebenfalls Hilfe bei dem Weg zu ihren Zielen brauchen.
Der Betrug, den ich erfahren habe, hat diese Überzeugung ins Wanken gebracht. Doch ich möchte meinen Glauben an das Gute im Menschen nicht aufgeben. Ich möchte weiter daran festhalten, dass wir Menschen füreinander einstehen können.
Ihre Unterstützung würde mir nicht nur finanziell helfen, sondern auch meinen Glauben an Menschlichkeit und Mitgefühl erneuern.
Ich bitte Sie um Ihre Hilfe, damit ich meinen Weg zurück in ein stabiles Leben finde. Jede noch so kleine Unterstützung bedeutet für mich Hoffnung, bedeutet für mich eine Chance, mein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.
Ich Danke ihnen jetzt schon von ganzem Herzen für Ihre Zeit, Ihr Vertrauen und jede Hilfe, die Sie mir geben können.