"Hallo an alle Menschen da draußen...Ich bin Dolce...Dolce Desaster. Ich stamme von keinem Geringeren als D'Egalité aus dem Gestüt Bonhomme ab.
Mein Name ist Programm.
Ich wurde am 2. April 2023 geboren. Nachts. Alle Pferde auf unserem Hof haben mir zu gewiehert, als meine Mama mich geboren hat. Ich fühlte mich sofort geliebt und zuhause.
Meine Menschenmama kam auch sofort, als sie das Begrüßungswiehern der anderen hörte.
Ich kam viel zu früh auf die Welt. Mir musste geholfen werden aufzustehen und zu trinken. Aber ich habe es geschafft.
Schon zwei Tage später sprang ich mit Mama und meinem großen Bruder draußen auf der Wiese herum.
Ich war putzmunter, mir ging es super, alle waren so lieb zu mir.
Meine Mama kümmerte sich so lieb um mich. Aber schon nach drei Wochen ging es meiner Mama plötzlich sehr schlecht. Die Menschenmama gab alles, um meiner Mama zu helfen. Ich war tapfer und begleitete meine Mama auf der langen Fahrt in die Klinik. Dort wurden wir lieb aufgenommen, meiner Mama sollte geholfen werden. Aber meine Mama sagte zu mir:
"Mein Junge, ich muss dich verlassen. Du hast sehr liebe Menschen um dich herum. Im Herzen werde ich immer bei dir sein."
Meine Menschenmama nahm meine Mama unter Tränen mit, einen langen Gang entlang. Mein Menschenpapa und eine liebe Schwester der Klinik hielten mich und beruhigten mich, aber ich war außer mir.
Es dauerte lange. Dann kam meine Menschenmama blind vor Tränen zurück - ohne meine Mama. Sie streichelte mich mit zitternden Händen und sagte:
"Ich habe deiner Mama versprochen, auf dich aufzupassen - für immer."
Freundliche Hände halfen mir, mich nach einem kleinen Piekser zu beruhigen, in den großen Hänger ohne meine Mama einzusteigen und die Fahrt von fast vier Stunden irgendwie nach Hause zu überstehen. Zuhause angekommen, hoffte ich, meine Mama wäre schon dort. Freudig lief ich in unsere riesige Box, Mama musste dort auf mich warten, sie war doch voraus gefahren?
Aber die Box war leer...ich rief Mamma. Immer und immer wieder. Allmählich begriff ich...Mama würde nicht mehr zurück kommen.
Mein großer Bruder versuchte mich zu beruhigen, meine Menschenmama schlief sogar viele Nächte lang bei mir...ich wollte nicht trinken. Ich war so unglücklich.
Meine Menschenmama wich nicht von meiner Seite und wenn sie mal weg musste, kam mein Menschen Papa.
Sie gingen mit mir spazieren, ganz kleine Runden, ich wollte nicht allein auf der Koppel sein, ich wollte nur mit meinem Bruder zusammen sein.
Eine Amme wollte nicht zu uns kommen, aber ich wollte auf keinen Fall von meinem Bruder weg. Also zogen mich meine Menscheneltern mit der Hand auf. Mein Bruder spielte ganz ganz viel mit mir. Ich blühte wieder auf, wir spielten, lachten zusammen, ich liebte meinen Bruder, liebte die gemeinsame Zeit, das Spielen, Turnen, Streicheln, Spazieren, putzen, alles...
Aber mein Glück hielt nur kurz an.
Als ich 10 Monate alt war, konnte ich plötzlich nicht mehr aufstehen, als meine Mama mich rausbringen wollte. Meine Hinterbeine wollten mir nicht mehr gehorchen...jedenfalls nicht mehr so richtig.
Sie zitterten unkontrolliert und ich war ab dem Hals total verkrampft.
Der Tierarzt sagte, ich habe einen Nervenschaden erlitten. Warum mir das passierte, das konnte keiner so genau sagen. Ich bin nicht gestürzt, hatte gutes Auszuchtfutter, ich bewegte mich früher ganz toll... Vermutet wurde, dass mit der Muttermilch Bakterien in meinen Körper gelangten, als meine Mama noch keine Anzeichen ihrer Krankheit zeigte. Sie hatte kein Herpes. Alle im Stal waren gegen Herpes geimpft, auch Mama.
Seitdem macht meine Menschenmama Physiotherapie mit mir. Jeden Tag, damit ich wenigstens gut stehen, aufstehen und weiden kann...aber ich muss operiert werden. Am Rücken. Ich soll versteift werden, so sagen sie. Ich bin versichert. Aber die Versicherung sagt, meine OP wird nicht bezahlt, denn ich bin früher krank geworden als ich hätte werden dürfen. Ich hätte erst 7 Monate später krank werden dürfen, dann hätte die Versicherung bezahlt. Obwohl meine Mama jedes Jahr fast tausend Euro für meine Versicherung bezahlt, wird diese Operation für mich nicht übernommen, die ich so dringend brauche, um zu leben.
Mama sagt, ich werde nie geritten werden können. Aber ich will leben...und Mama will, dass ich lebe. Mama ist nicht reich. Sie arbeitet sehr viel, macht nie Urlaub und verzichtet auf vieles, damit ich und meine Freunde hier alle gut leben können. Aber so eine Menge Geld hat sie nicht übrig.
Darum sagte ich Mama: Vielleicht können uns andere helfen, damit ich leben darf. In Deutschland leben doch ganz viele Menschen... die Operation kostet zwischen 15.000 und 20.000 Euro. In Deutschland leben mehr als 83 Millionen Menschen. Wenn manche davon nur 50 Cent oder 1 Euro geben...dann darf ich lange leben. Ich lebe so gern. Ich lerne so gern. Meine Mama liebt mich so sehr, oft steht sie bei mir und weint.
Sie traute sich nicht, andere um Hilfe zu bitten. Aber ich habe ihr gut zugeredet. Und jetzt traut sie sich, denn ihr seid meine einzige Chance...Mama arbeitet 65 Stunden in der Woche, aber sie wird es nicht schaffen, so viel Geld anzusparen und mir geht es nicht gut, so wie ich jetzt lebe. Aber ich bin noch nicht bereit zu gehen. Ich bringe Freude in die Herzen, sagt meine Mama.
Bitte kommt zu mir, besucht mich und entscheidet dann, ob ihr mir helft, leben zu dürfen...nur 1 Euro rettet mich. Wer mir nicht mit Geld helfen möchte, der kann mir trotzdem helfen: Ich brauche immer ganz besonderes Futter. Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob der Euro euch zu schade ist, meine Mama freut sich auch über Hilfe bei meinem Futter, denn dann kann sie mehr sparen für die OP.
Ich soll im Frühjahr operiert werden, denn ohne die Operation habe ich keine Chance auf ein Leben.
Meine Menschenmama beantwortet euch alle Fragen. Wer nicht spenden möchte, soll bitte weiterscrollen. Aber bitte beschimpft mich nicht, weil ich Hilfe brauche. Euer Dolce."
Liebe Pferdefreunde, Reiter, Nichtreiter, Menschen:
Wir sind am Ende unserer Kräfte angekommen, um die Kosten für unseren geliebten Dolce zu decken. Ohne entsprechende Behandlung verschlechtert sich sein Zustand. Es würde nur die Euthanasie bleiben. Wir möchten noch nicht aufhören, um sein Leben zu kämpfen. Es werden auch Paten/Pflegebeteiligungen jederzeit gern angenommen, wenn alles passt.
Eure Familie Bialas & Dressurausbildung Bialas