Mein Name ist Stevi (nickname Steff)und was ich jetzt schreibe, fällt mir unglaublich schwer. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich überhaupt den Mut habe, meine Geschichte öffentlich zu teilen. Aber ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich es alleine einfach nicht mehr schaffe.
Seit 2014 lebe ich mit Morbus Crohn. Eine Krankheit, die mich Tag für Tag begleitet – mit Schmerzen, Angst, Unsicherheit und vielen Krankenhausaufenthalten. Am Anfang wurde ich leider falsch behandelt. Später habe ich selbst im Internet recherchiert und herausgefunden, dass das Medikament, das mir damals gegeben wurde, mit der Entstehung von bösartigen Tumoren in Verbindung gebracht wird. Und genau das ist passiert: Ich entwickelte einen Nierentumor, der inzwischen zwar behandelt wurde, mir aber bis heute große Angst macht. Für mich fühlt es sich an wie ein grausames Zusatzkapitel in einer Geschichte, die ich mir nie ausgesucht habe.
Doch damit nicht genug. Momentan lebe ich mit einer rektovaginalen Fistel, die sehr groß ist und unbedingt behandelt werden muss. Die Ärzte beraten aktuell, wie sie diese überhaupt schließen können – ob mit Gewebe oder Muskelfleisch aus meinem Oberschenkel oder sogar mit einer Stammzelltherapie. Es ist außerdem sehr wahrscheinlich, dass ich ein Stoma bekommen werde. Allein diese Worte machen mir Angst.
Durch diese Erkrankung bin ich permanent undicht und trage Windeln. Das zu schreiben, bricht mir fast das Herz vor Scham. Ich kann kaum noch das Haus verlassen, habe mich von vielen Menschen zurückgezogen und muss ständig Termine absagen. Ich fühle mich gefangen in meinem eigenen Körper.
Vor 1 Jahr wurde ich von der Krankenkasse ausgesteuert, das heißt, ich erhalte kein Krankengeld mehr. Seitdem habe ich alles, was ich hatte, so gut wie aufgebraucht – für Medikamente, Behandlungen, Arztbesuche und meine Krankenversicherung, die mich monatlich rund 257,78 Euro kostet plus miete von 720€. Diese Ersparnisse sind jetzt so gut wie weg. Ich habe nichts mehr, worauf ich zurückgreifen kann.
Seit Anfang dieses Jahres versuche ich kleine Arbeiten annehmen zu können, um mich irgendwie über Wasser zu halten. Ich wollte kämpfen, nicht aufgeben. Doch mein Körper lässt mich nicht. Die Schmerzen, die Inkontinenz, die Erschöpfung und die psychische Belastung sind einfach zu stark.
Ich bin zusätzlich in psychologischer Behandlung, weil mich diese Situation innerlich immer mehr zerbricht. Depressionen, Angstzustände, Hoffnungslosigkeit – all das begleitet mich täglich. Es gibt sogar die Empfehlung, mich in eine psychosomatische Klinik einweisen zu lassen, weil ich kaum noch Kraft finde, weiterzumachen siehe Dokumente.
Ich bitte ungern um Hilfe. Ich war immer jemand, der lieber selbst geholfen hat. Aber ich stehe gerade vor dem Nichts – finanziell und emotional. Viele Menschen, denen ich in meinem Leben beigestanden habe, sind mittlerweile nicht mehr da.
Deshalb wage ich heute diesen Schritt und bitte euch um Unterstützung. Zunächst geht es „nur“ darum, meine Krankenversicherung und notwendige medizinische Versorgung weiter bezahlen zu können, damit ich nicht auch noch den Zugang zu meiner Behandlung verliere.
Jeder noch so kleine Betrag bedeutet für mich Hoffnung. Ein Stück Sicherheit. Ein kleines Licht in einer sehr dunklen Zeit.
Ich danke dir von Herzen, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Worte zu lesen.
In tiefer Dankbarkeit