Eine Mutter, die alles verloren hat

Nuray Kaya Quickborn, Germany

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Eine Mutter, die alles verloren hat – und eine Tochter, die um Hilfe bittet

Mein Name ist Nuray Kaya und ich bitte euch heute mit schwerem Herzen um Unterstützung für meine Mutter Kolen Kaya. Ihre Lebensgeschichte ist geprägt von Schmerz, Verlust und unvorstellbarer Stärke. Ich möchte euch erzählen, warum ich diese Goodcrowd Aktion starten musste.

Meine Mutter wurde am 01.07.1937 in China, Zentralasien, geboren. Schon als kleines Mädchen verlor sie während des Zweiten Weltkriegs ihre Eltern. Ihre Kindheit wurde ihr genommen. Meine Mutter und ihre Familie flohen, suchten Schutz und Halt. Auf Schiffen gelangten sie nach Pakistan, wurden dort jedoch abgewiesen und fanden erst später in Istanbul Zuflucht. Dort begann für sie ein neues, aber sehr schweres Leben.

Mit nur 13 Jahren wurde meine Mutter gezwungen, einen viel älteren Mann zu heiraten. Sie war selbst noch ein Kind und musste eine Last tragen, die kein Mädchen tragen sollte. Mit 14 bekam Sie bereits ihr erstes Kind. Ihre Kindheit und Jugend bestanden aus Schmerz und Zwang. Diese Erfahrungen haben bis heute tiefe Narben hinterlassen.

In den sechziger Jahren kam meine Mutter mit ihren Kindern nach Hamburg. Sie arbeitete hart in einer Fischfabrik am Hafen und später als Altenpflegerin in Hamburg Farmsen. Schon damals begann ihre Rheumaerkrankung, doch sie kämpfte weiter, um ihre Kinder zu ernähren und ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen.

In den siebziger Jahren Jahren kam es zu einem tiefen Bruch in unserer Familie. Meine älteren Geschwister wandten sich von ihr ab. Dieser Schmerz begleitet meine Mutter bis heute. Ich bin ihre jüngste Tochter und die Einzige, die zu ihr hält. Ich habe den Kontakt zu ihr nie abgebrochen. Ich bin immer geblieben.

Im Jahr 2010 erlitt meine Mutter den schlimmsten Verlust, den eine Mutter ertragen kann. Sie verlor meinen Bruder. Dieser Verlust hat ihr Herz gebrochen und ihre Seele zutiefst verletzt. Ein Kind zu verlieren verändert das ganze Leben. Es bleibt eine Leere zurück, die nie wieder gefüllt wird.

Nach vielen Jahren voller gesundheitlicher Probleme, Einsamkeit und Enttäuschungen kehrte meine Mutter schließlich nach Istanbul zurück. Doch auch dort fand sie keinen Frieden. Die Abfindung, auf die sie angewiesen war, wurde von meinem Bruder im Casino verspielt. Meine Mutter hatte nichts mehr.

1995 starb ihr Ehemann – eine Ehe ohne Liebe und ohne Nähe. Sie war allein und hatte niemanden mehr.

Als ich sie später für drei Monate nach Deutschland einlud, fand sie endlich neue Hoffnung. Doch während dieses Aufenthalts erlitt sie einen schweren Unfall und musste drei Mal operiert werden. Diese Zeit war geprägt von Angst, Schmerz und Unsicherheit. Ich war jeden einzelnen Tag an ihrer Seite. Danach war klar: Meine Mutter kann nicht mehr alleine leben.

Heute lebt sie bei mir in Quickborn. Meine Mutter hat eine 70 prozentige Behinderung, ist auf den Rollstuhl angewiesen und vollständig pflegebedürftig. Sie braucht Hilfe bei allem: bei der Körperpflege, beim Essen, beim Anziehen, bei Arztbesuchen, bei Medikamenten und im gesamten Alltag. Ohne mich könnte sie nicht überleben.

Doch ich trage diese Verantwortung ganz allein. Meine anderen Geschwister haben sich vollständig von ihr abgewendet. Ich habe zwei kleine Kinder, eine eigene Familie, und trotzdem versorge ich meine Mutter jeden Tag – körperlich, emotional und finanziell. Doch die Belastung wird immer größer. Versicherungen, Medikamente, Hilfsmittel, Kleidung, Arztfahrten und alle anderen Kosten übersteigen das, was ich alleine tragen kann. Viele Versicherungen lehnen meine Mutter wegen ihres Alters ab.

Deshalb bitte ich euch von Herzen um Hilfe. Jeder Beitrag, egal wie klein, bedeutet unglaublich viel. Er hilft meiner Mutter, die letzten Jahre ihres Lebens mit etwas Würde und weniger Sorgen zu verbringen. Und er hilft mir, als einzige Person, die noch an ihrer Seite steht, diese Last tragen zu können.

Ich danke jedem Menschen, der diese Zeilen liest, der Mitgefühl zeigt und vielleicht helfen kann. Ich wünsche euch allen Güte, Liebe und Menschlichkeit – so wie ich sie mir immer für meine Mutter erhofft habe.

Danke von Herzen

Nuray Kaya

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Nuray Kaya
Quickborn, Germany
15. December 2025
Illness
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