Update zu Felix – Höhen und Tiefen auf unserem Weg

09.09.2025
Beatrix Reinsberger Elsteraue, Germany
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Am 1. September konnten wir Felix endlich wieder aus der Klinik abholen. Bei ihm wurde eine neue Technik eingebaut – ein kleines System, das wie ein Motor wirkt. Damit wird der Knochen an der Bruchstelle Stück für Stück auseinandergezogen. Innen wird dabei etwas stärker gestreckt als außen, sodass die Krümmung des Beins besser begradigt wird.

In der letzten Woche stand er unter Beruhigungsmitteln, die ihn mal besser, mal schlechter unterstützt haben. An einem Tag war es besonders schlimm: Er war wilder als je zuvor, unruhig, kaum zu bändigen. Eine paradoxe Reaktion, die mich an meine Grenzen gebracht hat. Danach griffen die Medikamente besser und er konnte sich wieder etwas erholen.

Am 8. September stand die nächste Kontrolle an. Schon am Tag davor passierte jedoch etwas, das mir den Boden unter den Füßen wegzog: Im Garten, beim ganz langsamen Spaziergang, hörte ich ihn plötzlich quieken, einen Hüpfer – und gleichzeitig ein metallisches Ping. Meine schlimmste Befürchtung hat sich leider bestätigt. Die beiden Pins, die zunächst stabil gewirkt hatten, sind nun doch gebrochen.

Gestern musste Felix deshalb erneut in der Klinik bleiben. Eine weitere Operation, eine weitere Vollnarkose stehen an. Es ist unglaublich belastend, diese ständige Ungewissheit auszuhalten – jeder Schritt könnte zu viel sein. Ein junger Hund lässt sich eben nicht vollkommen ruhigstellen, und selbst kleine Freudensprünge beim Futter können riskant sein.

Trotz all dieser Rückschläge: der Heilungsverlauf an sich sieht gut aus. Wenn alles klappt, müssen wir jetzt noch ein bis zwei Wochen drehen . Danach bleibt der Fixateur zwei bis vier Wochen stabil, bis sich die Knochenfuge schließen kann. Anschließend wird er entfernt – und weitere sechs Wochen strenge Ruhe schließen sich an. Ehrlich gesagt hat mich diese Zeitspanne geschockt, denn wir haben gerade mal vier Wochen geschafft, und es fühlt sich schon wie eine Ewigkeit an.

Auch die finanziellen Sorgen belasten, denn die Kosten steigen durch die zusätzlichen Komplikationen weit über das, was anfangs angesetzt war. Jede unerwartete OP bedeutet eine neue Rechnung – morgen vermutlich schon die nächste.

Aber trotz allem: Felix kämpft, und wir kämpfen mit ihm. Wir gehen diesen Weg Schritt für Schritt – auch wenn er länger und steiniger ist, als wir erwartet und uns gewünscht hätten.

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