Liebe Tierfreunde,
es wurde eine akute SRMA Meningitis, autoimmune Hirnhautentzündung - bei unseren jungen, kerngesunden Hund festgestellt.
Wir wenden uns heute an Euch mit einer Herzensangelegenheit.
Wir haben auf Lange Überlegungen und Empfehlungen hin, am 14.2.21 eine Krankenversicherung für unseren Hund Fiete abgeschlossen.
Zu diesem Zeitpunkt war Fiete kerngesund und munter, ein Wirbelwind und neugieriges Tier. Nach einer Routine Untersuchung und Auffrischung der Impfungen haben wir bestätigt bekommen, er sei rund um gesund und gut heranwachsend. Wir haben ihm im Juli vergangenen Jahres aus der Tiervermittlung aufgenommen. Er kam aus Griechenland - Athen, wo er von einem Jäger, da er nicht jagen wollte, mit seinem halben Jahr, gequält wurde und in eine Tierauffangstation mit 150 Hunden kam und dort lebte und von einer tollen Frau gerettet wurde. Wir haben ihm hier ein neues Leben geschenkt. Er hatte keinerlei Voerkrankungen oder Leiden.
Wir haben den Krankenversicherungs Vertrag geschlossen, in der Überzeugung, es würde definitiv die nächsten Jahre nichts sein, nur für den Fall der Fälle.... So spielte uns das Schicksal auf unerklärliche Weise einen bösen Streich.
Am 7.4. hat Fiete bei jeder Bewegung angefangen zu fiepsen und leise zu bellen. Er ist ansich ein sehr leiser Hund. Das kam uns komisch vor. Zunächst dachten wir, er hätte sich beim Spielen und toben den Fuß verknackst, oder nachdem er beim Spaziergang unsanft beim Rennen zwischen den Beinen eines Freundes aufschlug, dass er sich verzerrt hatte. Was eher sehr unwahrscheinlich wirkte. So wollten wir erst einmal abwarten und schauen, wie er sich entwickelt.
Fehlgeschlagen, am Donnerstag 8.4. tat ihm sichtlich jede Bewegung weh, sodass wir uns entschieden am Abend in unsere Tierarztpraxis zu fahren.
Er wurde eingehend untersucht und der Verdacht auf SRMA-Meningitis (Autoimmune Hirnhautentzündung) gestellt, da der Nacken stark versteift war und jede Bewegung sichtlich Schmerzen auslöste. Zunächst erhielt er starke Schmerzmittel und Opiate, wo wir hofften es würde sich bis zum nächsten Tag bessern und der Verdacht nicht bestätigen und Fiete wieder munter sein. Das erstellte Blutbild wies keine bedenklichen Werte auf.
Wir hatten vorsichtshalber einen Termin in der neurologischen Tierpraxis ausgemacht für Freitag, falls es ihm wiedererwartend nicht besser ginge. Was nun leider der Fall war. Freitag früh rief sogar die Tierarztpraxis an, ob wir früher kommen könnten, sie wollten ihn neurologisch untersuchen, da Sie den Zustand sehr bedenklich fanden und keine Zeit verlieren wollten.
Nachdem die Opiate in der Nacht kaum Wirkung zeigten und Fiete die ganze Zeit gefiepst hatte, was uns große Sorgen bereitete, suchten wir die Praxis umgehend auf.
Die Behandlung dauerte mehrere Stunden. Nach einer ausführlichen Untersuchung, wurde im Grunde ein neurologisch, kerngesunder Hund diagnostiziert, nur der Verdacht auf eine akute SRMA Meningitis bestätigte sich leider. Das plötzliche auftreten, völlig unerklärlich.
Nun erhält er für ein halbes Jahr Steroide und Cortison, um die SRMA in den Griff zu bekommen.
Am 14.4.erfolgte die Folgeuntersuchung, weitere werden folgen. Die Therapie dauert voraussichtlich 6 Monate, in der Hoffnung, ohne bleibende Schäden und weitere Schübe, da die SRMA frühzeitig festgestellt werden konnte, sind die Chancen nun sehr gut.
Hätten wir gewartet, nicht auszudenken was passiert wäre.
Warum wenden wir uns nun an Euch?
Die Wartezeit der Krankenversicherung für Fiete lief am Sonntag, 11.4.21 ab. Also 1 Werktag vor Ende der Wartezeit. Nun möchten wir von Herzen um Eure Unterstützung bitten. Die Versicherung zeigte leider keine Kulanz, uns bei der Erkrankung von Fiete zu unterstützen.
Die Behandlungskosten von nun rund 2500 Euro zzgl Folgebehandlung, mit nicht absehbaren Kosten ist das zurück gelegte Geschenk unserer Hochzeit im letzten Oktober und wir haben es von Herzen gerne getan, da Fiete unser Familienmitglied ist. Nur ist das für uns eine sehr beträchtliche Summe. Vor allem da die Versicherung auch die Folgekosten nicht tragen wird.
Die aktuell nicht absehbaren Folgekosten von evtl weiteren tausenden EUR, können wir nur schwer aufbringen und das mühsam ersparte Geld ist nun für die evtl weitere Behandlung vorgesehen. Das ein Tier kosten birgt, ist natürlich eingeplant, nur nicht in dieser Höhe, was ja begründete, dass wir den Vertrag schlossen. Nur, dass die Versicherung so eine frühzeitige Notwendigkeit bringt, war keineswegs absehbar, oder geplant.
Diese unerwartete Erkrankung ist ein grosser emotionaler Schock für uns und es ist jedoch keinerlei Option gewesen, ihn bewusst die 4 Tage bis zum Ablauf der Wartefrist, bewusst leiden zu lassen.
Mit einem Menschen würde man dies auch nicht tun und noch schlimmes, den noch schwereren Verlauf mit Folgeschäden, oder gar Tod des Tieres zu riskieren.
Unser Hund Fiete, ist ein kleiner, griechischer Jagdhund. Eigentlich, wäre die SRMA nicht, kerngesund, munter und mit seinen nun 21 Monaten ein sehr aufgewecktes und fideles Tier. Ein süßer, neugieriger und liebenswerter Kerl. So aphatisch, anhänglich und in sich zurück gezogen und sichtlich unter Schmerzen leidend, haben wir ihn noch nie erlebt.
Er liegt uns besonders am Herzen, da wir in Athen einen tollen Urlaub verbracht und uns auf Peloponnes, wo seine Rasse her kommt, verlobt haben. So ist unser kleiner Grieche eine Erinnerung, an eine besondere Zeit.
Wir freuen uns von Euch zu hören.
Vielleicht habt ihr ja eine Idee für uns.