Stell dir mal vor du müsstest für 12 Liter Wasser einen Fußmarsch von mindesten 45 Minuten abhalten damit du deinen Kübel Wasser an einem Fluss auffüllen kannst. Nach dem du dieses Wasser nach Hause getragen hast, musst du es erstmals aufkochen um alle Bakterien abzutöten um es dann verwenden zu können. Mit diesem Wasser, welches weder klar noch sauber ist, kochst du dann deine Speisen, trinkst es und nutzt du um dich zu waschen. 12L reichen da natürlich nicht aus, deswegen musst du mehr tragen oder den Fußmarsch wiederholen. Klingt anstregend? Ja ist es auch und das ist tatsächlich Alltag in einem kleinen Dorf in Melela in Tansania.
Ich bin Stefanie Iser (auf Instagram @sisershappywayoflife) und lebe seit einem halben Jahr in Afrika, Tansania. Ich habe durch meinen Partner ein kleines Dorf entdecken dürfen und lebe zurzeit in einem Masai Village - ohne Strom, ohne fließendes Wasser. Ich bin hier gelandet - aus Zufall - es ist mir so zugefallen, denn das Leben wollte mir zeigen, welch einen Luxus ich seit kleinauf genießen durfte, doch bis jetzt nie so richtig wertschätzen konnte. Eine Schulausbildung, fließendes Wasser, reichlich an Essen, ein Bett und ein Dach über den Kopf ist für uns selbstverständlich doch viele Menschen hier können davon ihr lebenlang nur träumen.
Das Wunderbare an der ganzen Sache ist zu sehen wie herzlich diese Menschen sind und wie sie ihr Leben leben und trotz allem GENIEßEN. Hier gibt es keinen Stress, keinen Leistungsdruck, einfach nur Freude wenn man etwas zum Essen bekommt und nette Gespräche mit anderen Menschen führen kann. Ich darf hier gerade so viel lernen und möchte diesen Menschen ein bisschen ‚Normalität‘ schenken, etwas Luxus im afrikanischen Busch.
Denn ich finde, dass absolut jeder Mensch auf dieser Erde die Grundnahrungsmittel zur Verfügung haben sollte. Auf einer Seite der Erde haben wir alles im Übermaß und auf der anderen Seite schlagen sich teilweise Menschen die Köpfe auseinander weil sie tagelang nichts gegessen haben und keinen anderen Ausweg mehr finden um zu Überleben. Das darf ein Ende haben, und dafür dürfen wir zusammenhalten.
#SHARINGISCARING: wenn ich etwas gelernt habe, dann dass die Menschen hier alles teilen. Alles was sie haben wird geteilt mit der Familie, Freunden und den Nachbarn rundherum. Denn wir sind alle eins, hier macht man keinen Unterschied. Das hat mich schon sehr oft zu tiefst berührt sodass ich begonnen habe einfach nur meine Erkenntnisse mit euch auf Social Media zu teilen. Was es mich lehrte? Dass auch wir auf der ‚reichen‘ Seite an andere Menschen denken: denn plötzlich bekam ich Anfragen und Support - JA IHR WOLLT MITHELFEN und SPENDEN. Das war auch etwas, was mich sehr berührt hat: das Vertrauen und die Bereitschaft ein Dorf hier zu versorgen. Ich, und das gesamte Dorf, ist zu tiefst dankbar dafür.
Wir haben damit bereits einige Familien mit Essen versorgt, Kinder mit Spielzeug glücklich gemacht und mit Lernstoff ausgestattet. Viele Kinder hier haben keine Eltern mehr, umso mehr Support ist gefragt!
LANGFRISTIGE VERÄNDERUNG
Wir wollen eine bessere Zukunft erschaffen! Mit fließendem Wasser können die Menschen im Dorf auch in der Trockenzeit für sich selbst Sorgen, sie können Obst und Gemüse anpflanzen und diese dann mit Wasser versorgen. Auch die Tiere müssen nicht mehr verhungern oder verdursten und können damit auch die Trockenzeit überleben. Mit einer Wasserversorgung kann ein ganzes Dorf hier sich selbst versorgen, ein neues Leben erschaffen und vor allem ein klares Wasser genießen ohne langen Fußmarsch. Einfach zur Wasserleitung gehen und einschalten - so wie es doch jedem zu Verfügung stehen sollte.
WIE?
Dank Tobias aka Tobitainment der dieses Projekt ebenfalls unterstützt haben wir bereits nach einer geeigneten Wasserquelle suchen können. Eine gute Wasserquelle ist erst ab 160m Tiefe möglich, dadurch benötigt man einen Generator, eine Wasserpumpe und einen Wassertank wo das Wasser hochgepumpt werden kann. Es ist ein komplexer Prozess doch es ist MÖGLICH. Diese Möglichkeit möchten wir mit diesem Projekt, und somit mit deiner Unterstützung, erschaffen. Denn Wasser ist ein Grundnahrungsmittel und sollte jedem frei zu Verfügung stehen.
Jeder kleinste Beitrag kann Großes verändern. Jeder Cent geht zu 100% an die Familie direkt und an das gesamte Dorf in Form von Wasser. Sollten wir mehr Spenden sammeln wird anschließend daran gearbeitet den Kindern ein Zuhause zu schenken. Denn aktuell schlafen Kinder und auch Erwachsene hier auf dem Fußboden, im gesamten Masai Village gibt es nur 3 Betten und insgesamt leben hier 15-20 Menschen.
Mehr zu den #bushstories bekommst du auf meinem Instagramkanal hier teile ich alles über das Projekt: for a better life in africa! #togetherwearestronger
Hast du Fragen? Schreib mir gerne oder schau auf meinem Kanal in den Highlights vorbei!