Ich sammle für die Liebe meines Lebens, Vater und besten Freund. Im Juli erlitt mein Mann/Vater unserer Söhne einen schweren Schlaganfall. Nach 2 Wochen künstlichen Koma wurde er in die früh Reha verlegt. Nach etwa 8 Wochen kam er zu Bewusstsein und konnte mich bewusst wahrnehmen und fast selbst Atmen. Leider war es unseren Söhnen aufgrund von Corona nicht möglich ihn zu besuchen. Es ging langsam wieder aufwärts und wir schöpften Hoffnung. Leider hat der Schlaganfall sein Sprachzentrum sehr in Mitleidenschaft gezogen und seine rechte Körperhälfte ist gelähmt. Er lernte mit ja und nein Fragen zu kommunizieren so gut es ging. Nach etwas 3 Monaten wurde festgestellt das etwas nicht stimmt mit seinem Dickdarm. Die Untersuchung brachte Klarheit, es ist Darmkrebs im Endstadium. Er hat bereits gestreut und eine Chemo ist nicht möglich da er zu schwach ist und die Leber nicht zu operieren sei. Für uns stand plötzlich alles auf dem Kopf und wir fühlten uns ohnmächtig. Es kamen plötzlich Entscheidungen auf mich zu, die mich innerlich zerreißen. Mein Mann möchte nach Hause und diesen Wunsch erfüllen wir ihm, ich habe Angst vor der Zukunft und das wir das nicht schaffen. Er war der Kopf der Familie was das Geschäftliche angeht und jetzt müssen unsere Kinder(23 u. 26) das übernehmen. Ich habe Angst um sie und sie spüren den finanziellen Druck. Was ist mit den Kosten der Pflege, der Schulden die es noch gibt und die Angst das ihre Mama das nicht schafft und kaputt geht daran. Und zu wissen das wir Abschied nehmen müssen von ihm wenn die Zeit gekommen ist, ist am schwersten. Ich wünschte mir ich könnte meine Augen schließen und alles wäre wieder in Ordnung. Stattdessen muss ich weiter machen in dem Wissen das irgendwann unser gemeinsamer Weg zu Ende geht. Die 29 Jahre die wir verheiratet sind waren wunderschön und glücklich mit Höhen und Tiefen die wir zusammen durchgestanden haben. Er war immer mein Fels in der Brandung und gab für uns immer alles. Dann kam Corona und dann der Schlaganfall und jetzt das. Was kann denn noch alles passieren? Mir wird bewusst das es nur noch der Tod ist der uns treffen wird und wir unseren Weg ohne ihn weitergehen werden. Keiner kann einem sagen wie man da heraus kommt und alle wünschen einem Stärke um das durch zu stehen. Doch bis dahin möchte ich das mein Mann und Vater unserer Söhne geborgen bei uns sein kann und selbst das kann man nicht beeinflussen. Ich vermisse seine Nähe und die Gespräche mit ihm und unsere Söhne Ihren Vater den sie fragen können und Antwort bekommen. Die Vereinskollegen und die Tischtennis Freunde vermissen ihn auch und hofften auf eine Rückkehr. Leider hilft einem immer nur Geld das man nicht hat und deshalb bitte ich sie uns zu unterstützen. Egal wieviel alles hilft und lässt uns durch Atmen und er kann Zuhause bleiben da seine Pflege zu Hause gesichert ist. Vielen herzlichen Dank aus tiefsten Herzen und eine Umarmung und bleiben sie gesund.
Wir möchten uns beim Der Dorfmetzger Jürgen Reck und der ASV Möhrendorf Vorstandschaft für die Bratwurstaktion herzlichst Bedanken. Vielen Dank an all jene die uns damit unterstützt haben und ich hoffe sie haben allen geschmeckt. Bleibt gesund.