Gerechtigkeit für Manfred*!

Franziska Fritsche Graz, Austria

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Manfred braucht dringend einen Anwalt und wir brauchen dafür Geld!

Die Missstände in der JA Karlau sind enorm. Vergangenen Juni und auch im Oktober gab es dazu einen Protest vor der JA Karlau. Verschiedene Gruppen (zB Gefangenengewerkschaft, Inmates Shelter, Infoladen Graz, aber auch derStandard, die Kleine Zeitung und Radio Helsinki) berichten immer wieder von mangelnder medizinischer Versorgung, von viel zu hohen Lebensmittelpreisen, Abweisungen von Anträgen mit Scheinargumenten, von unmenschlichen und auch teilweise illegalen Bestrafung innerhalb des Freiheitsentzugs und so weiter. Der aktuelle Fall macht uns wieder einmal besonders sprachlos, traurig und wütend. Manfred hat vergangenen Freitag einen Suizidversuch überlebt.

Seine gesetzlich vorgesehene jährliche Anhörung vor Gericht wurde zuletzt abgesagt - mit der Begründung, es "mache keinen Sinn". Und dann der Satz, der alles veränderte: Die zuständige Richterin ließ Manfred über seinen Anwalt ausrichten: "Solange ich im Amt bin, werden Sie nicht nach Hause gehen."

Daraufhin hat er wohl den letzten Rest Hoffnung verloren.

Seit dem Versuch, sein Leben zu beenden, nehmen die Schikanen nicht ab: In dieser psychisch sehr schwierigen Situation wird er in Absonderungshaft (also isoliert von allen) gesteckt. Seiner Familie wurde bis heute (also eine Woche lang) keinerlei Auskunft gegeben. Sie wissen nicht wie es ihm geht und sie dürfen ihn nicht sehen oder sprechen.

Die Menschen jenseits der Gefängnismauern werden systematisch zermürbt und es wirkt regelrecht so, als ob sie in den Suizid getrieben werden. Über 2000 Suizidversuche, 70 schwere Suizidversuche und 7 erfolgreiche Suizide verzeichnen Österreichs Knäste durchschnittlich pro Jahr.

Die medizinische und psychologische Betreuung in der JA Karlau ist unterirdisch. Hier nur ein paar Beispiele:

  • Organschäden aufgrund einer lebensbedrohlichen, verordneten Mischung von Medikamenten gibt es immer wieder. Manfred hat nach einem Unfall Benzodiazepine und Opioide verschrieben bekommen und das auch nur knapp überlebt.
  • Die Sozialarbeiter*innen arbeiten bestimmt im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Aber der Bedarf ist wesentlich höher als das Angebot und so kommt es immer wieder vor, dass die zuständigen Sozialarbeiter*innen nichts wissen oder "nichts tun können".
  • Bei akuten Verletzungen oder anderen physischen oder psychischen Beschwerden warten Gefangene in der Karlau ewig, oft mehrere Monate, auf eine entsprechende Behandlung. 

Mehr Informationen:

*Name aus Sicherheitsgründen geändert

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Franziska Fritsche
Graz, Austria
23. October 2025
Human Rights
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