Liebe Unterstützende und Betroffene,
Wir wollen baden, ohne unsere Brust zu bedecken. Eine Freiheit die jeder Person, egal welchem Geschlecht sie angehört oder als was sie sich identifiziert, zustehen sollte.
Dank der vielen Unterstützung von betroffenen Personen und Befürworter*innen hat sich auf diesem Gebiet zum Glück schon viel getan, sodass es vielerorts den Menschen mittlerweile explizit freigestellt ist, ob sie ihre Brust bedecken oder nicht.
Leider macht doch immer wieder jemand schlechte Erfahrungen. Schon oft gab es Verweise aus verschiedenen Bädern, was zum Teil auch unter der Zuhilfenahme der Polizei erfolgt ist.
Mittlerweile gab es schon einige rege Diskussionen mit verschiedenen Badeanstalten. Ähnlich wie z.B. in Berlin möchte ich Menschen unterstützen, zudem gerichtlich gegen diese Diskriminierung vorzugehen.
Aus einem ersten Crowdfunding heraus hat sich nun ein ganz konkreter Fall ergeben:
In einem städtischen Bad wurde eine Person unter Zuhilfenahme der Polizei des Bades verwiesen, da sie beim Schwimmen ihre Brust nicht bedeckt hat. Anschließend erfolgte ohne Rücksprache oder Anhörung ein lebenslanges Hausverbot mit der Begründung, die Person hätte sich „verhaltensaufällig“ gezeigt.
Die Betroffene hat sich anwaltlichen Beistand genommen und gemeinsam eine Klage gegen die Stadt bzw. die betreibende Stadtwerke mit dem Bürgermeister als Leiter vorbereitet.
Vorab ging von der Anwältin ein Schreiben an die Stadtwerke mit der Bitte zur Stellungnahme und Rücknahme des Hausverbotes, sowie eine Aufforderung, das Schwimmen zu erlauben, auch wenn man seine Brust nicht bedeckt. Das Schreiben wurde seitens der Veranwortlichen schlicht ignoriert.
Leider kann die Klage noch nicht beim zuständigem Verwaltungsgericht eingereicht werden, da die betroffene Person aktuell mit einem höheren vierstelligem Betrag in Vorleistung gehen muss. Dazu kommt das Risko bei einem Verlieren der Klage die Gegenseite zahlen zu müssen.
Bitte helft mit, diese Klage auf den Weg zu bringen. Solche Zustände dürfen nicht hingenommen werden. Ein Erfolg dieser Klage würde ein sehr großes Zeichen für Vielfalt, Toleranz und gegen sexitistische Diskriminierung setzten und enorme Symbolwirkung haben.
Vielen Dank für jede Spende, auch wenn Sie noch so klein ist!
Gabrielle Lebreton für Gleiche Brust Für Alle