Seit Anfang 2023 arbeiten wir mit einer Gründungsinitiative daran, im Lübbecker Land (OWL, NRW) eine Waldschule in freier Trägerschaft zu gründen. Inzwischen haben wir einen Förderverein gegründet, in dessen Namen wir jetzt diese Kampagne starten. Wir, das sind Maria und Ilka, die gemeinsam den Vorstand des Fördervereins darstellen und inzwischen neben einer ganzen Menge Arbeit auch ziemlich hohe Kosten zu bewältigen haben.
Da eine Schulgründung ja nicht ganz alltäglich ist, erzählen wir Ihnen und euch jetzt mal, wie man sich das so vorstellen darf. In unserem Grundgesetz ist in Artikel 7, Absatz 4 das Recht zur Errichtung von privaten Schulen verankert. Absatz 5 regelt unter welchen Voraussetzungen sie genehmigungsfähig sind. Grundvoraussetzung einer Betriebsgenehmigung ist die Begründung eines besonderen pädagogischen Interesses, das in der Schule verfolgt wird. In unserem Fall sind das in erster Linie der Draußenunterricht und das Lernen in Bewegung. Außerdem möchten wir, dass an unserer Schule Schul-, Umwelt- und Demokratiebildung Hand in Hand gehen. Wir sind überzeugt davon, dass wir als Gesellschaft davon profitieren, wenn wir unseren Kindern Bildung ermöglichen, die ihren natürlichen Bedürfnissen nicht widerspricht, sondern sie nutzt um tiefgreifende Verständnisprozesse zu erreichen.
Dabei orientieren wir uns unter anderem an den Ergebnissen jahrzehntelanger wissenschaftlicher Forschung durch Prof. Ulrich Gebhard, Dr. Jakob von Au und Arne Dittmer. Mit Prof. Ulrich Gebhard stehen wir außerdem in engem Austausch und streben eine wissenschaftliche Begleitung der Schule durch ihn an.
Bevor es soweit ist, benötigen wir jedoch eine Betriebsgenehmigung durch die Bezirksregierung Detmold. Um diese zu erlangen, sind viele Schritte notwendig, von denen wir die meisten bereits gegangen sind. So haben wir mit Heidi Freudenstein etwa eine ganz tolle Schulleitung gefunden, die sich mit viel Herzblut und Begeisterung der pädagogischen Leitung unserer Schule annimmt. Auch ein traumhaftes Schulgebäude haben wir inzwischen gefunden. Im ehemaligen Forsthaus Limberg in Preußisch Oldendorf sowie auf dem dazugehörigen naturnahen Schulgrundstück mit verschiedenen Draußenlernorten sollen ab September 2026 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden.
Ganz wichtig ist uns dabei, dass es eine Schule für ALLE wird! Wir möchten keine „Elite-Schule“ gründen, sondern einen Ort schaffen, an dem Kinder die Vielfalt unserer Gesellschaft und unserer Umwelt schätzen und schützen lernen.
Neben einem hohen Arbeitsaufwand, den wir gerne und ehrenamtlich leisten, ist die Schulgründung aber auch mit hohen Kosten verbunden. Und die können wir unmöglich ohne Hilfe bewältigen.
So müssen wir zum Beispiel...
...Verträge von Anwälten aufsetzen und/oder prüfen lassen.
...Ersatzschulfinanzierungsberechnungen und Raumplanungen von einer Fachstelle durchführen lassen.
...Architekten bezahlen.
...verschiedene Gutachten (u. a. Brandschutz und Statik) in Auftrag geben.
...Anträge bei Behörden einreichen.
...Umbaumaßnahmen am Gebäude umsetzen.
Jetzt hoffen wir auf Unterstützerinnen und Unterstützer, die genauso fest wie wir daran glauben, dass eine schöne Schulzeit und gute Bildung nicht nur für glückliche Kinder sorgen, sondern auch zu einer starken, demokratischen Gesellschaft beitragen.
Macht mit uns die Bildungslandschaft ein Stück bedürfnisorientierter, bewegungsfreudiger, vielfältiger und natürlicher und werdet mit eurer Spende Teil von unserer Vision!
Wenn ihr Fragen habt, oder euch informieren möchtet, schaut gerne auch auf www.waldschule-owl.de .
Wir danken euch von Herzen!
Maria und Ilka