Ich war an einem Punkt angekommen, an dem ich das Gefühl hatte, dass alles vorbei ist.
Die Scheidung hatte mich zerbrochen. Das Zuhause war leer, mein Herz noch leerer.
Der Motorradunfall nahm mir die letzte Illusion von Kontrolle. Schmerzen, Narben und die Unfähigkeit zu arbeiten machten mir klar, dass mein altes Leben nicht mehr zurückkommen würde.
Dann kam der Betrug. Das Geld, das ich mühsam aufgespart hatte, war weg. Schulden stapelten sich, Briefe kamen täglich, jeder Umschlag ein Stich in die Brust. Ich schämte mich so sehr, dass ich kaum noch rausging. Freunde zogen sich zurück oder ich stieß sie weg – es war egal.
Die Nächte waren am schlimmsten. Man liegt wach, der Kopf voll Lärm. Erinnerungen, Schuld, Angst. Man denkt an früher, an das, was man verloren hat. Man zählt, wie viele Rechnungen noch offen sind, und wie wenige Chancen noch bleiben.
Irgendwann bleibt nur ein Gedanke: Es gibt keinen Ausweg.
In dieser Nacht saß ich auf dem Boden, unfähig zu weinen. Ich dachte daran, einfach alles zu beenden. Nicht aus Drama, nicht aus Rache – sondern aus Erschöpfung. Ein Gefühl von Kälte und Stille breitete sich aus.
Aber selbst in dieser Kälte passierte etwas. Kein Lichtstrahl, kein Engel. Nur ein kurzer Augenblick, in dem ich verstand: „So fühlt es sich an, wenn man ganz unten ist.“ Es war nicht Hoffnung, nur ein Moment der Klarheit. Ich tat nichts. Ich blieb einfach sitzen. Atmen.
Das war der kleinste aller Schritte. Aber er hielt mich am Leben.
Es war kein Happy End. Es war kein Wunder. Es war nur nicht das Ende.
Am Sonntag wahr der selbstmortversuch bin seit dem in psychiatrischer Behandlung aber ich möchte mein Leben immer noch beänden