Ich bin 31 Jahre alt und wurde vor rund drei Jahren Opfer eines Krypto-Betrugs. Die Täter überzeugten mich damals, dass ich Investitionen tätigen solle, die von Sponsoren unterstützt würden. Ich vertraute ihnen – und verlor dadurch insgesamt etwa 250.000 Euro.
Nach einigen Monaten erhielt ich die ersten Zahlungsaufforderungen von mehreren Banken – insgesamt von vier verschiedenen Instituten. Da ich nicht wusste, wie ich damit umgehen sollte, wandte ich mich an einen Anwalt. Dieser sichtete alle Unterlagen und stellte Strafanzeige. Leider ist seitdem, also seit drei Jahren, kein Fortschritt in dem Verfahren erkennbar. Ich habe inzwischen kaum noch Hoffnung, dass es in dieser Sache zu einer Entschädigung oder Klärung kommt.
Die Situation führte zu erheblichen Belastungen in meiner Ehe, die schließlich so groß wurden, dass meine Frau und ich uns im Januar 2025 getrennt haben. Wir befinden uns derzeit im Scheidungsjahr, was für mich emotional sehr schwierig ist.
Zusätzlich hatte ich am 11. Mai 2025 einen schweren Motorradunfall. Dabei zog ich mir einen Trümmerbruch am linken Fuß zu. Laut ärztlicher Einschätzung wird die vollständige Genesung etwa zwei Jahre dauern.
Durch die Trennung und meine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit hat sich meine finanzielle Lage deutlich verschlechtert. Schweren Herzens sehe ich mich gezwungen, mein Haus zu verkaufen – auch, weil es meiner Ex-Frau zur Hälfte gehört.
Ich hoffe, mit dieser Darstellung meine aktuelle Situation nachvollziehbar gemacht zu haben. Mir ist bewusst, dass die kommenden Monate weiterhin herausfordernd sein werden, aber ich bemühe mich, Schritt für Schritt wieder Stabilität in mein Leben zu bringen.