Hände weg von OS/KA - Ostfeld / Kalkofen schützen

Tatjana Lieser Wiesbaden, Germany

Hände weg von OS/KA - Ostfeld / Kalkofen schützen

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Der 07.05.2021 war erneut ein herber Rückschlag für die Natur:

Im Wiesbadener Osten soll auf einem 450 Hektar großem Gebiet, dem „Ostfeld“, ein Wohn- und Gewerbegebiet entstehen. Rund 288 Hektar der Naturflächen und Äcker stehen unter Landschaftsschutz, wovon für die Bebauung rund 90 Hektar des Landschaftsschutzes aufgehoben werden müssten.

Die Regionalversammlung Südhessen hat dem Antrag der Landeshauptstadt Wiesbaden auf Durchführung des Zielabweichungsverfahrens am 07.05.2021 zugestimmt. Das heißt, das Gebiet dürfte theoretisch nun bebaut werden, obwohl viele Gründe gegen eine Bebauung des Ostfeldes sprechen:

1. Verkehr:

Die Hauptverkehrsstraßen A671, A66 und B455 umschließen das Projektgebiet und sind heute schon mehr als überlastet. Von den erwarteten 12.000 Bewohnern haben schätzungsweise 8.000 einen PKW. Wie soll sich dieses zusätzliche Aufkommen auf den Verkehr auswirken? Ursprünglich wurde der Bau der Citybahn für die Realisierung einer Bebauung im Ostfeld vorausgesetzt. Das ÖPNV stärkende Projekt Citybahn wurde gekippt, am Projekt Ostfeld wird weiter festgehalten.

2. Landwirtschaft:

Wertvolle Ackerfläche wird vernichtet und die Existenz der ansässigen Landwirtschaft Betreibenden, sowie die Versorgung vor Ort, gefährdet. Durch die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme will die Stadt Wiesbaden landwirtschaftlich Beschäftigten für einen Minimalbetrag von lediglich max. 12 Euro pro Quadratmeter entlohnen. Verkaufen sie nicht, droht die Enteignung mit einer geringen Entschädigung. Die Stadt, welche plant das Gebiet zu Bauland umzuwandeln, verkauft den Quadratmeter für ungefähr 1.000 Euro weiter. 

3. Kaltluft:

Das Ostfeld ist nicht nur eine von zwei wichtigen Kaltluftquellen für die Stadt Wiesbaden, sondern auch ein sehr wichtiger Kaltluftlieferant für Mainz. Bereits 2019 warnten KlimPrax-Forschende, dass die Mainzer Innenstadt sich bereits ab 2030 durch die Auswirkungen des sich verstärkenden Klimawandel in einen wahren Glutofen mit über 27 tropischen Nächten pro Jahr verwandeln wird. Zudem würde durch die Bebauung der bereits bestehende Wärmeinseleffekt für 125.000 Menschen verschärft werden.

4. Wasser:

Quellen und Grundwasserströme werden durch die vorgesehenen Bau- und Erschließungsmaßnahmen beeinträchtigt und/oder vernichtet. Wassermangel ist auch in Wiesbaden bereits ein Problem und wird in den nächsten Jahren noch verstärkt auftreten. 

5. Biotopschutz:

auf dem Gebiet Ostfeld sind 5 Biotope verteilt. Laut einem Untersuchungsbericht der HGON (Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e. V.) befinden sich in dem gesamten Gebiet mehr als 100 verschiedene Arten, wovon ca 10 als vom Aussterben bedroht auf der roten Liste stehen. Dieser Artenreichtum ist bedingt durch die unterschiedlichen Landschaften, die im Ostfeld auf kleinsten Raum zusammenkommen. Werden die Biotope durch eine Bebauung voneinander getrennt, würde das das „Aus“ vieler dieser Arten bedeuten. 

6. Militärflughafen:

Das Army Airfield am Fort Biehler liegt genau am geplanten Wohn- und Gewerbegebiet Ostfeld. Es ist eines von 4 US Joint Main Operating Bases in Europa. Im November 2020 wurde bekannt, dass das angesiedelte Afrika-Kommando aus Vicenza (Italien) mit dem Wiesbadener Army Airfield zusammengelegt wird. Die Hubschrauberstaffel soll um bis zu 14 Helikopter aufgestockt werden, sodass mit einer erheblichen Zunahme des Fluglärms zu rechnen ist.


Nach der Zustimmung durch die Regionalversammlung Südhessen für eine Zielabweichung des Regionalplans, bleibt der Weg der Klage. Nach derartigem politischem Versagen und auch gerade im Hinblick auf Artikel 20a Grundgesetz, liegt es bei den Betreibenden der Landwirtschaft sowie den Anwohnenden des Fort Biehler juristische Klage zu erheben.

D. h. die Satzung der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme, die die Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung im September 2020 beschlossen hat, würde im Rahmen eines Normenkontrollverfahrens angefochten werden.


Und dafür wollen wir sammeln. Bitte unterstützt uns mit einer Spende, damit wir den Bauwahn der Stadt Wiesbaden stoppen und wertvolle Natur- und Ackerflächen, sowie die Arten schützen können. 

Viele Grüße, 

die Bürgerinitiative Hände weg von OS/KA

https://www.youtube.com/watch?v=ITx1P6AnTPE&t=476s

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Tatjana Lieser collects for BI am Fort Biehler - Hände weg von OS/KA
Wiesbaden, Germany
26. May 2021
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