Eine warme Mahlzeit für Straßenkinder

12.12.2025
Mara Bossert Norden, Germany
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in Teammitglied aus Uganda schrieb gestern :

Wieder so ein toller Abend! Ich schlenderte wie immer mit gesenktem Kopf durch die Innenstadt, auf dem Heimweg, als ich hinter mir leise Stimmen hörte: „Trainer! Trainer!“

Ich hab’s erst gar nicht richtig wahrgenommen. Dann spürte ich, wie jemand an meinem Ärmel zupfte. Ich drehte mich um und da waren sie: Washaki und die anderen, barfuß hinter mir herrennend, grinsend, als wäre es der beste Tag überhaupt.

Einer von ihnen, der Kleine in dem durchnässten schwarzen Pullover, war klatschnass. Ich fragte: „Mann, warum trägst du den denn? Du wirst doch krank!“

Er zuckte nur mit den Achseln und grinste: „Der trocknet an mir, Trainer. Wenn ich ihn ausziehe, klaut ihn mir jemand … und ich hab heute Nacht nirgends sicher schlafen können.“

Mir brach das Herz.

Mehr Jungs kamen hungrig vorbei, wie immer. Sie fragten, ob ich ihnen was zu essen geben könnte, nur für den Abend. Ich sagte ihnen direkt: „Ich geb’ euch kein Geld, ihr wisst doch, das geht nur für Klebstoff oder Alkohol drauf.“ Sie nickten nur … sie wissen, dass ich’s sage, weil sie mir wichtig sind. Stattdessen sagte ich: „Sucht euch einen Platz aus, ich hole Essen.“ Aufgeregt zerrten sie mich zum LKW-Parkplatz und riefen der Köchin Anweisungen zu: „Reis und Bohnen! Heute kein Posho!“ Teller um Teller wurde dampfend voll serviert. Ihr hättet ihre Gesichter sehen sollen! Pure Freude. Zwischen den Bissen riefen sie immer wieder „Asante sana, Coach“, die Soße über ihre strahlenden Gesichter. Die Leute um sie herum starrten sie an, manche lächelten, manche waren verwirrt, aber den Jungen war das egal. Sie baten mich, Fotos zu machen („Coach, für die Erinnerung!“) und posierten wie Superstars. Dann blickte einer auf, die Augen leuchteten, und fragte leise:

„Coach … gibt es dieses Jahr eine Weihnachtsfeier?“ Ich war sprachlos. Diese Kinder haben nichts. Kein richtiges Zuhause, kein gemeinsames Abendessen, manchmal gar nichts zu essen … und sie fragen, ob sie trotzdem Weihnachten feiern können. Ich sagte ihnen: „Wir werden dafür sorgen, dass es klappt.“ Freunde, ich bitte euch von ganzem Herzen: Lasst uns diesen Kindern ein richtiges Weihnachtsfest schenken. Einfach eine richtige Feier auf unserem Fußballplatz. Ein Teller mit leckerem Essen, ein Getränk, Musik, Spiele … vielleicht ein kleines Geschenk. Mehr nicht. Aber es würde ihnen unendlich viel bedeuten.

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