20 Jahre gemeinsam. Gemeinsam in guten wie in schlechten Zeiten.
Und dann kam der Moment, in dem mein Mann keinen Ausweg mehr sah. Die schwere Demenz seiner Eltern, hohe finanzielle Außenstände durch ausgebliebene Kundenzahlungen, immer mehr Druck. Er wusste nicht mehr weiter und hat versucht, sich das Leben zu nehmen.
Er hat überlebt, aber mit einer schweren Hirnschädigung.
Jetzt hat er für den Rest seines Lebens den geistigen Stand eines Kleinkindes. Er baut Gegenstände auseinander, stapelt Visitenkarten, erkennt mich oft nicht. Der Mensch, mit dem ich alles geteilt habe, mit dem ich ein gemeinsames Leben aufgebaut habe, weiß nicht mehr, wer ich bin. Wie seine Betreuung langfristig gesichert werden kann, ist noch unklar.
In unserem kleinen Betrieb habe ich das Büro geführt. Nach seinem Zusammenbruch musste ich den Betrieb abmelden, Kunden anschreiben, offene Themen klären und stehe nun auch finanziell vor einem Scherbenhaufen. Ich versuche, mich um meinen Mann zu kümmern, alles zu organisieren und gleichzeitig irgendwie meine eigene Existenz zu sichern. Aber ich bin alleine.
Denn ich bin plötzlich nicht nur Ehefrau, sondern auch Betreuerin und Hoffnungsträgerin. Neben der unbeschreiblichen seelischen Belastung versuche ich die Realität zu bewältigen. Laufende Kosten, medizinische Ausgaben, Existenzängste. Es fühlt sich an, als würde ich gegen eine Welle ankämpfen, die einfach nicht aufhört.
Ich bitte euch von Herzen um Hilfe.
Nicht aus Schwäche, sondern weil ich es alleine nicht mehr schaffe.
Die Spenden sollen helfen, die dringendsten Kosten zu decken, Therapien zu ermöglichen und mir etwas Luft zum Atmen zu verschaffen.
Jeder Beitrag, jedes Teilen, jedes liebe Wort bedeutet mir unendlich viel.
Danke, dass ihr hinschaut. Danke, dass ihr helft.