Hallo ihr lieben
Es fällt mir schwer so einen Aufruf zu starten aber dies ist das letzte, was ich noch für meine Oma tun kann, um ihr eine von ihr gewünschte Beerdigung zu ermöglichen.
2022 fing ich ( die Enkelin ) an meine Oma zu pflegen in ihrem eigenen 4 Wänden, da sie nie ins Heim wollte und dies haben wir respektiert. 4/5 mal die Woche bin ich täglich 120km gefahren um meine Oma selbständig pflegen zu können.
Vor knapp 2 Monaten sind mir ungewöhnliche Hämatome aufgefallen, wodurch ich als verantwortliche sie zur Überprüfung ins Krankenhaus fahren ließ.
der Chirurg bestätigte, dass außer Arthrose nichts auffälliges zu finden sei. Ich habe sie trotzdem stationär aufnehmen lassen, da ich wusste irgendwas stimmt nicht.
Knapp 1 1/2 Wochen später haben sie dann doch was gefunden ( ein ausgekugeltes Schultergelenk ). Dies wurde wieder eingerenkt. Es sind sehr viele wahnsinnige Fehler von Tag 1 im Krankenhaus passiert, wodurch ich meine Oma dort rausholen musste und in die Kurzzeitpflege brachte. Dort ist sie etwas aufgeblüht allerdings kamen erneute Hämatome. Auf ärztlichen Rat haben wir nochmal eine Kontrolle durchführen lassen. Das Ergebnis eine chronische Luxation des Schultergelenkes.
Es gab nur 2 Optionen für sie…. Es so beibehalten und schmerzen dauerhaft aushalten oder eine Operation.
Mehrmals haben wir Oma gefragt was ihr Wille war und sie sagte immer, dass sie eine Operation möchte um wieder schmerzfrei und beweglicher sein zu können.
Dieses Wunsch haben wir dann zugestimmt.
Am Tag der Op:
Die Narkose wurde eingeleitet und nach einigen Minuten abgebrochen, da das Herz dauerhaft in einen kritischen Schlag ging.
Die Op wurde abgebrochen und Oma wurde auf die Intensivstation zur Überwachung und Stärkung gelegt.
am folgetag in den frühen Morgenstunden kam der Anruf, dass Oma reanimiert werden musste und ins künstliche Koma verlegt wurde um herzstärkende Medikamente zu bekommen um wieder in Gang zu kommen.
Direkt bin ich dorthin um bei Oma zu sein. In den 10 Stunden wurden immer wieder Werte und Kontrollen durchgeführt, die aber ins negative gingen.
Die Nieren und Leberwerte sanken drastisch und das Herz hat nur noch 20% mithilfe von medikamentöser Reanimation gearbeitet.
Die Ärzte haben alles getan, was ich mir wünschte, dass meine Oma bei mir bleibt, denn sie hat alles für mich getan und ich auch für sie aber es wurde immer schlechter.
In jedem Arztgespräch wurde mir mitgeteilt, dass es in den nächsten Stunden zu Ende gehen könnte, da die Niere und Leber am versagen sind. Ich wollte es nicht wahrhaben und akzeptieren sondern sie einfach nur wieder bei mir haben.
Nach einigen Stunden habe ich gesehen, wie sie immer schlechter aussah.
Oma hat mir ein Zeichen mit einem kleinen Zucken gegeben um sich zu verabschieden und ich neben ihr liegen konnte und sagen konnte, dass wenn sie gehen möchte gehen kann. Das war der schlimmste Satz, den ich sagen musste. Und danach ging sie von uns.
Oma ist 91. Jahre geworden. Ein sehr stolzes Alter ohne Demenz.
Sie hatte Beerdigungswünsche, die wir aber finanziell nicht stemmen können.
Auch einen Aufruf zu starten fällt mir mehr als schwer. Aber das ist das einzigste wo ich Oma noch ihren letzten Wunsch erfüllen könnte.
Jeder Euro würde helfen und uns unterstützen.
Liebe Grüße und vorab ein Danke auch von Oma, die in Gedanken sich bei allen bedankt.
Das Datum der Beerdigung ist noch nicht bekannt, da sie noch untersucht wird im Krankenhaus und die Überführung zu uns in die Nähe und alles organisatorische klären müssen.