Hilfe für Krankenschwester Marina

Marisa Kurz München, Germany

Hilfe für Krankenschwester Marina

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Description

Krankenschwester Marina pflegte kranke Mutter bis zu ihrem Tod - und bleibt auf einem Schuldenberg für deren COVID-19-Behandlungskosten sitzen

Ausführlicher Bericht über die Geschichte unter: https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/krankenschwester-pflegt-coronakranke-mutter-jetzt-bleibt-sie-auf-38000-euro-sitzen-art-792304?fbclid=IwAR3iThzXMOxcf6tjd2COhwREGrqxfOOFaPTnyc3oJQaYC6qu-IBK4NmDEVM

Im Juli 2021 war ich als Medizinstudentin im Praktischen Jahr am Klinikum Rechts der Isar in München eingeteilt. Dort habe ich die Krankenschwester Marina O. kennengelernt und von ihrer kranken Mutter und deren schwieriger Lebenssituation erfahren.

Mutter aus Bosnien besucht Tochter 2020 in München und landet mit COVID-19 auf der Intensivstation

Ende September 2020 ist Marinas Mutter Terezija nach München gefahren, um ihre Tochter zu besuchen. Der Besuch war schon länger vereinbart. Terezija war damals 76 Jahre alt. Mutter und Tochter infizierten sich mit SARS-CoV-2.

Die Erkrankung nahm bei der Mutter einen so schweren Verlauf, dass ihre Tochter sie in die Klinik brachte, in der sie arbeitet: das Klinikum Rechts der Isar. Terezija musste dort auf der Intensivstation beatmet werden und war insgesamt einen Monat im Krankenhaus.

Tochter muss Kosten des Intensivaufenthalts an ihren Arbeitgeber zahlen und bleibt auf Schulden von rund 38.000 Euro sitzen

Da Marinas Mutter in Bosnien krankenversichert war, nicht aber in Deutschland, stellte die Klinik ihrer Mitarbeiterin Marina eine Rechnung für die Behandlungskosten ihrer Mutter.

Marina hatte als Krankenschwester in München nicht viel Erspartes. Also lieh sie sich Teile der Summe von ihrem Freund (einem Altenpfleger), dessen Vater, zwei weiteren Bekannten und bezahlte.

Mutter lebte in Wohnküche der Sozialwohnung und konnte nicht mehr aufstehen

Aus finanziellen Gründen konnte Terezija nach dem langen Krankenhausaufenthalt mit Beatmung nicht wie normal üblich in eine Reha verlegt werden. Marina hat ihre Mutter im November 2020 deshalb in ihre Wohnung geholt - eine Sozialwohnung am Innsbrucker Ring. Dort lag die Mutter nach der Entlassung in einem Bett in der Wohnküche. Sie hat sich nie wieder von der Erkrankung und der Behandlung erholt. Sie konnte nicht einmal mehr alleine aufstehen.

Als ich Marina und ihre Mutter im Juli 2021 kennengelernt habe, hatte Terezija die Wohnung seit der Entlassung aus dem Krankenhaus kein einziges Mal verlassen.

Marina arbeitet Vollzeit im Schichtdienst und versorgt hauptsächlich Krebspatienten. Nach der Arbeit pflegte sie ihre kranke Mutter.

Bosnische Krankenkasse reagiert nicht auf Anfragen

Die Bosnische Krankenkasse der Mutter hat bis heute nicht auf Marinas Anträge auf Kostenerstattung reagiert. Auch die Migrationsberatung der Hilfsorganisation Condrobs in München machte Druck bei der Kasse. Doch auch danach kam keine Reaktion.

Meine Hilfe kam zu spät - Terezija ist letzte Woche verstorben

Als ich im Juli 2021 auf der Station zufällig von der Situation der beiden erfahren habe, war mir sofort klar, dass ich helfen muss.

Ich habe damals Hilfsorganisationen kontakiert und konnte erreichen, dass Terezija für ein paar Tage in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Erklärung der Ärzte für ihre Schwäche: Muskelschwund nach Intensivaufenthalt, evtl. sogar Long-COVID.

Ich habe dabei geholfen Terezija aus dem Bett in ein Taxi zum Krankenhaus zu bringen. Habe die Lebenssituation der beiden mit eigenen Augen gesehen. Beide waren nervlich völlig am Ende, haben viel geweint.

Über Wochen habe ich versucht, eine Reha für Terezija zu organisieren. Immer ohne Erfolg. Niemand sonst hat Marina geholfen. Schließlich habe ich die Abendzeitung kontaktiert. Zwei Tage bevor der Bericht über ihren Fall gedruckt wurde, verstarb Terezija in der Wohnküche ihrer Tochter.

Sie litt an Vorerkrankungen, unter anderem chronischem Nierenversagen, Bluthochdruck und Diabetes. Hatte durch die Bettlägrigkeit und einen Blasenkatheter ein hohes Risiko für Thrombosen und Infektionen. Da sie auch die kroatische Staatsbürgerschaft hatte, war sie zwar offiziell in München gemeldet, war in Deutschland aber nicht krankenversichert. Seit Juli 2021 war sie nicht mehr in ärztlicher Behandlung.

Marina bleibt nicht nur die Trauer, sondern auch 38.000 Euro Schulden

Dass Terezija in der Wohnküche ihrer Tochter gestorben ist und die letzten Monate ihres Lebens an das Bett gefesselt war, bricht mir das Herz. Ich wünschte meine Suche nach Hilfe für eine Finanzierung einer Reha wäre erfolgreich gewesen. Ein Crowdfunding habe ich damals nicht gestartet, weil mir eine Einrichtung Hilfe versprochen hat. Über Monate dachte ich, dass ich keine Hilfe mehr suchen muss und die Sache geregelt ist.

Doch leider waren es leere Versprechungen.

Auch wenn ich Terezija nicht mehr helfen kann, will ich Marina helfen

Marina bleibt die Trauer, die Erschöpfung, die Depression, nachdem sie über ein Jahr die kranke Mutter in ihrer Küche gepflegt hat. Vor allem aber bleiben der Krankenschwester die 38.000 Euro Schulden. Geld, das sie sich ausgerechnet von Menschen geliehen hat, die auch nicht viel haben.

Marina und ihre Unterstützer haben nichts falsches getan. Sie wollte ihre kranke Mutter retten, wollte ihren eigenen Arbeitgeber nicht um Geld bringen und hat die Rechnung an den Arbeitgeber bezahlt. Ihre Unterstützer haben zwei Frauen in Not geholfen.

Es fühlt sich für mich falsch an, dass Marina und ihre Freunde nun mit dieser finanziellen Belastung weiterleben müssen.

Deshalb sammle ich hier Spenden für die Rückzahlung von Marinas Schulden für die COVID-19 Krankenhausbehandlung ihrer Mutter

Auch wenn mir klar ist, dass die komplette Schuldensumme durch Crowdfunding wahrscheinlich nicht zusammenkommt, freue mich mich über jeden Cent, der für Marina gespendet wird. Jeder Cent ist für eine Krankenschwester, speziell im teuren München, viel wert. Der hier angegebene PayPal Account ist direkt mit Marinas Bankkonto verknüpft.

Die Pandemie sollte uns allen noch einmal gezeigt haben, dass Krankenpfleger*innen unsere Wertschätzung verdienen.

Ich bitte Euch sehr Marina zu unterstützen. Die Bestattung ihrer Mutter kostet übrigens weitere 7000 Euro.

Hier der Bericht der Abendzeitung München über die beiden:

https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/krankenschwester-pflegt-coronakranke-mutter-jetzt-bleibt-sie-auf-38000-euro-sitzen-art-792304?fbclid=IwAR3iThzXMOxcf6tjd2COhwREGrqxfOOFaPTnyc3oJQaYC6qu-IBK4NmDEVM

Ich bin inzwischen Ärztin und habe beide Frauen persönlich kennengelernt und den Fall über Monate begleitet. Ich habe alle Belege (Arztbriefe, Rechnungen). Die AZ hat alle Infos noch einmal nachrecherchiert. Potenziellen Spendern stehe ich jederzeit für Fragen zur Verfügung. Bei Rückfragen bitte ich um eine Kontaktaufnahme über die Plattform hier, alternativ über https://www.facebook.com/marisa.kurz.3/ oder https://twitter.com/MarisaKurz

Und noch eine kurze Erklärung, warum die AZ das Crowdfunding nicht gestartet hat: leider geht das rechtlich nicht (Spenden für Privatpersonen sammeln geht nicht, nur für gemeinnützige Organisationen). Die AZ unterstützt und bewirbt diese Spendenaktion hier.

Vielen herzlichen Dank

Marisa Kurz

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Wenigstens die 50 Prozent sollten doch noch voll werden, es kamen die Beerdigungskosten ja auch noch dazu ... Alles Liebe für dich, Marina! Danke, Marisa
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Marisa Kurz
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13. February 2022
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