Seit Beginn des russischen Angriffskrieges unterstütze ich ukrainische Tierschützer und NGOs, mit denen ich auch im Rahmen meines Ukraine-Tierschutz-Podcasts gesprochen habe.
Zu Beginn des Krieges war die Hilfsbereitschaft auch von vielen Tierschutzorganisationen in Deutschland und Ausland groß, was Hilfslieferungen und finanzielle Unterstützung anging. Das mediale Interesse war enorm und ebbte immer mehr ab. Kaum eine Tierschutz-NGO bringt noch Berichte über eigene Transporte in die Ukraine - vielleicht auch, weil kein Kamerateam sie mehr bgleiten wollen. Fakt ist jedoch: Die Situaion der ukrainischen Tierschützer wird immer katastrophaler.
Ein Auszug aus einer Korrespondenz mit einer ukrainischen NGO, die ich selber kenne:
"Wie Sie richtig bemerkt haben, haben die meisten Menschen, die der Ukraine zu Beginn des Krieges geholfen haben, inzwischen das Interesse verloren.
Beispiel: Ich habe über 250 Briefe an verschiedene Organisationen geschrieben, meist große und umfangreiche, da die Situation immer schlimmer wird.
In den meisten Fällen wurde ich ignoriert. Maximal 15 Organisationen antworteten. Die meisten Antworten lauteten, dass sie aus dem einen oder anderen Grund nicht helfen könnten.
Uns wurde geraten, dass wir uns uns an Organisationen in der Ukraine wenden sollten - die aber selber nichts haben und weitergeben können.
Uns wurde nur mit kleinen finanziellen Zuwendungen und Lebensmitteln geholfen – zwei Organisationen.
Zwei weitere haben Versprechungen für die Zukunft gemacht, falls sie die Möglichkeit haben un eine will uns ein paar Flaschen flüssige Nahrung senden.
Wir betreuen durchschnittlich etwa 300 Hunde und 600 Katzen. Dabei sind die Schwerkranken, die therapeutisches Futter oder spezielles therapeutisches Flüssigfutter benötigen, noch nicht mitgezählt, da man ihnen nur Wasser geben kann.
So sieht unsere traurige Lage aus."
Die Tierschützer gehen an ihre Grenzen, physisch, wie auch psychisch - aber ihr Engagement ist ungebrochen, denn Hilfe ist für die Vierbeiner notwendig. Sie unterstützen nicht nur die eigenen Tiere, sondern fahren auch ins Umland zu Privatleuten und versorgen sie mit Futter für deren Tiere. Auch führen sie Kastrationen immer wieder durch.
Mit meinem Hilfsprojekt will ich die Tierschützer in der Ukraine nicht im Stich lassen, nur habe ich nicht die finanziellen Ressourcen.
Die eingehenden Gelder -jeder Euro zählt- werde ich an die NGO Life in Tcherkassy weiterleiten. Die Weitergabe kann auch belegt werden. Mit Oksana von life sprach ich in diesem Podcast. Mehr Informationen zu Life findet ihr auch auf Facebook.
Die Bilder stammen von der Organisation und bitte helft, da weder die Hunde noch die Katzen etwas für diesen bestialischen Krieg können, den Putin begonnen hat.
Von Herzen vielen Dank!
Tom Pedall