AKTUALISIERUNG
Liebe Interessierte,
in nur sehr kurzer Zeit haben wir das erste Spendenziel von 800 Euro bereits erreicht - das ist unglaublich toll, vielen Dank für Eure großzügigen Spenden!
Seitdem erreichen mich immer noch Anfragen von Menschen, die auch gerne noch Geld beisteuern würden. Zusammen mit Ibrahima habe ich überlegt, wofür er weitere Spenden verwenden würde:
Das Gewächshaus etwas größer bauen als ursprünglich geplant, um mehr Erträge erzielen zu können, und einen Brunnen für die Bewässerung graben. Daher habe ich das Spendenziel etwas erhöht und wir freuen uns weiterhin über Spenden für diese 2. Phase des Projektes.
Vielen Dank für Euer Interesse!
ACHTUNG: Im Spendenvorgang müsst ihr nicht der Plattform auch noch eine Gebühr bezahlen. Wenn sie dies vorschlägt, einfach den Betrag von 5€ manuell auf 0€ heruntersetzen!
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Ibrahimas Gewächshaus für nachhaltige Landwirtschaft im Senegal
Seit 2 Jahren promoviere ich an der Sorbonne Nouvelle in Paris und der Uni Köln zu Diskursen und Praktiken der Dekolonisierung. Dabei beschäftige ich mich zum einen mit zeitgenössischer Kunst in Galerien und Museen und zum anderen mit Masken und ihren Geschichten in zeitgenössischen Ritualen in Kamerun und im Senegal.
In diesem Rahmen bin ich zur Zeit auf Forschungsreise in der Region der Casamance, im Süden Senegals. Seit einigen Wochen bin ich schon zu Besuch bei der Familie von Ibrahima, die mich sehr herzlich aufgenommen und in ihren Alltag integriert hat. Von Hausarbeiten, über die Reisernte, Dorffeste mit traditionellen Tänzen und ein Initiationsritual - ich erhalte sehr viele Einblicke, führe Gespräche, stelle Fragen und lerne dabei viel für meine Promotionsforschung und auch für mich persönlich.
Über verschiedene Wege versuche ich, der Familie etwas zurückzugeben, mich für ihre Offenheit, ihr Vertrauen und die vielen Einblicke zu bedanken.
Ein etwas größeres Projekt in diesem Sinne ist es, den ältesten Sohn Ibrahima dabei zu unterstützen, seine nachhaltige Landwirtschaftsunternehmung weiter auszubauen. Nach seinem Studium der Landwirtschaft und mehreren Praktika, gründete er sein eigenes Unternehmen und bewirtschaftet seit zwei Jahren mit lokalen nachhaltigen Techniken mehrere Felder, die er bereits eingezäunt und beim Grundbuchamt eingetragen hat. Der nächste Schritt ist die Errichtung eines Gewächshauses, um mehr Möglichkeiten des Gemüseanbaus auszuschöpfen.
Mich beeindruckt seine Vision einer nachhaltigen Landwirtschaft, die zum einen lokales Wissen und Praktiken aufleben lässt, und zum anderen durch gezielte Planung und Investitionen die hier vorherrschende Subsistenzwirtschaft überkommt, eine Einnahmequelle zur Existenzsicherung und darüber hinaus wird und ganz konkret zur Zielsetzung der aktuellen Regierung beiträgt, den Senegal zum Selbstversorger mit Lebensmittel zu machen, nicht mehr auf Importe von Grundnahrungsmitteln angewiesen zu sein.
Da es mit vielen kleinen Beiträgen noch leichter ist, eine größere Summe aufzubringen, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr Lust habt, auch einen Betrag eurer Wahl zur Errichtung des Gewächshauses beizusteuern und so sein Projekt beim Wachsen zu begleiten.
Ich danke euch, merci beaucoup, jërëjëf !