Hallo zusammen,
ich bin Jessica, lebe mit meinen Eltern am Stadtrand Bremens, direkt am Deich und pflege seit ein paar Jahren privat Igel.
Igel gehören schon mein ganzes Leben einfach dazu, als ich klein war, wurden sie schon fleißig im Garten gefüttert und überwintert, falls sie zu klein waren um den Winterschlaf auf eigene Kraft zu überstehen.
Als 2020 die Pandemie einbrach und die Uni so ziemlich auf Eis gelegt wurde, begann ich mich, wie viele andere, noch intensiver mit meiner Umwelt auseinanderzusetzen (also noch mehr als eine Biologiestudentin das eh schon tut). Und so stellte ich eines Abends fest, dass einer meiner einjährigen Igel, den ich das Jahr zuvor überwinterte (Biscuit), eine komische Kruste an seiner Schulter hatte.
Und so begann die endlose Recherche was Biscuit haben könnte. Ich suchte Tierärzte auf, die leider nutzlos waren, da sie nicht Igelkundig sind, kontaktierte Tierheime, Igelstationen und Vereine bis mir schließlich bei letzterem (Netzwerk Igelfreunde e.V.) endlich geholfen werden konnte und die Diagnose klar war: Hautpilz.
Mithilfe von Igelkundigen Experten aus dem Netzwerk begann ich Biscuit zu baden und zu behandeln und als der Hautpilz bekämpft war, konnte er wieder gesund und munter in die Freiheit entlassen werden.
Und so war es um mich geschehen.
Ich schaute mir nun meine Igel-Gäste im Garten immer genauer an und schlidderte so langsam in die Igel-Pflege (und mit mir, unfreiwillig meine Eltern).
Über die Jahre lernte ich mithilfe von Igel-Experten mit Jahrzehnte langer Erfahrungen (aus dem Igel-Netzwerk, Foren und von Wissenschaftlern) mehr und mehr, und es sprach sich schnell bei Nachbarn (Mensch sowie Igel) herum, dass ich Igel pflege und somit landeten immer mehr Igel bei mir, bis das Gäste Klo (sehr zum Leid meiner Eltern) zur Mini-Igelstation wurde.
Es müssen immer wieder Medikamente (ob Antibiotika, Pilzmittel oder Infusionen), Arztbesuche (Röntgen, Zahnreinigungen), Auswilderungsgehege incl. Katzen- und Rattensichere Futter- und Schlafhäuser, oder einfach Futter gekauft werden und das läppert sich ganz schön zusammen.
Ich verfütterte innerhalb des letzten Jahres (Fütterungsbeginn ca. März bis ca. Dezember, wenn zu spät geborene Jungigel noch unterwegs sind):
= Insgesamt 937€ für das Futter allein.
Somit beliefen sich die Gesamtkosten für letztes Jahr auf 1.854,97 €
Dazu gar nicht eingerechnet ist, dass manche geschwächte Igel besonderes Aufbaufutter (a/d Hills Diet für 3,20€ pro 200g Dose), oder Aufzuchtmilch (Royal Canin Baby Cat/Dog 2x 23,90€) brauchen. Sowie zur Rehabilitation und Auswilderung Außengehege (5x Trixie 41,49) inkl. Schlaf (2x 35) + Futterhäuser (2x 60€) benötigt werden. Die Heiz- und Wasserkosten finanzieren mir glücklicherweise meine Eltern.
Als Vollzeit-Studentin war dies ein ganz schöner Happen in meine Ersparnisse, dennoch nehme ich ihn gerne auf mich für eine gute Bilanz geretteter Igel.
Damit ich auch in Zukunft, weiterhin Igel aufnehmen und retten kann, brauche ich jedoch finanzielle Unterstützung. Ich bin für jede kleine Gabe dankbar, damit ich mein Minus vom letzten Jahr aufbessern kann und Anschaffungen, die dieses Jahr nötig sind (wie z. B. neue Außengehege und Schlafhäuser), realisieren kann.
Ich und die Igelchen danken Euch für alles was Ihr ermöglichen könnt!