Tatsächlich habe ich lange überlegt und mit mir gerungen, ob ich hier einen Spendenaufruf starten möchte, ohne all die anderen großartigen und so wichtigen Projekte auch nur im geringsten zu schmälern.
Dennoch ist es mir eine persönliche und sehr große Herzensangelegenheit.
Meine Mutter meinte vor Jahren mal zu mir, dass meine Oma mit ihr schwanger vom Heuboden gesprungen sei, weil sie sie nicht haben wollte und sie bis heute das Gefühl habe, nicht wirklich zu existieren...
Diese herzliche Frau, die immer für meinen Bruder und mich da war und ist, musste in den Jahren viel durchleben und erleiden...
Fünf Jahre nach meiner Geburt, im Jahr 2000 bekam meine Mutter die Diagnose "Non-Hodgkin-Lymphom", sozusagen eine chronische Tumorerkrankung, die durch seelische Belastung ausgelöst werden kann. Zu dieser Zeit hatte sie bereits drei Brüder verloren, was ohne Zweifel starke Spuren an ihr hinterlassen hatte.
Tapfer stellte Sie sich damals mit zwei kleinen Kindern der Chemotherapie und Bestrahlung und wurde nach 2 Jahren und einer Reha als "geheilt" befunden.
Im Jahr 2006 dann der Rückschlag, die Tumore waren zurück und somit begann für meine Mutter ein weiterer Kampf mit onkologischen Untersuchungen alle 4 Monate und das über 10 Jahre hinweg.
2016 nun waren die Tumore so groß, dass Sie sich weiteren Antikörper- und Chemotherapien unterziehen musste.
All das und die zusätzliche Belastung durch meinen sehr schwierigen Vater hat dazu geführt, dass Sie mit dem trinken angefangen hat und süchtig wurde. Über Jahre nun und bedingt durch den Alkoholkonsum, der für Sie der einzige Ausweg war, häufte Sie hohe Kreditkartenschulden an, die die Situation nur dramatischer machten...
2019 folgte dann eine sehr schwere Operation, bei der ein Tumor hinter dem Brustbein entfernt werden musste und meine Mutter in Lebensgefahr schwebte.
Dieses Erlebnis half Ihr jedoch mit dem Alkoholismus aufzuhören und ich bin dankbar, dass sie bis heute keinen Tropfen mehr trinkt und sich auch vehement gegen den Alkohol stellt.
Was blieb war mein cholerischer Vater, eine hohe Schuldensumme und die Privatinsolvenz. Dazu muss gesagt werden, dass meine Mutter seit vielen Jahren nur eine kleine Erwerbsminderungsrente bezieht, von der Sie nur knapp leben kann.
Es folgten also Jahre, in den ich meine Eltern finanziell unterstützen musste (was ich angesichts meiner herzlichen Mutter natürlich sehr gerne getan habe).
2022 verstarb mein Vater und meine Mutter stand vor neuen Herausforderungen....
Sie ist nun seit kurzer Zeit aus der Insolvenz heraus, aber immer noch psychisch sehr belastet von dem was war und auch finanziell am untersten Rand angekommen.
Trotz alldem ist Sie ein gutmütiger, herzlicher Mensch, auf den immer Verlass ist und dem ich wünsche, dass er sich finanziell zumindest keine Sorgen mehr zu machen braucht.
Daher habe ich mich dazu entschlossen diesen Spendenaufruf zu starten, in der Hoffnung Menschen anzusprechen, die mich bzw. ihre Situation verstehen können und ein paar Euro geben können.
Wir danken es von ganzem Herzen!