Letztes Jahr ist plötzlich der Mann einer Freundin verstorben und nun ist sie mit ihren 3 Kindern alleine mit all den Sorgen wie es weiter gehen soll. Da es sie durch den Tod ihres Mannes eh schon so hart getroffen hat möchten wir ihr wenigstens ein bisschen die finanziellen Sorgen nehmen. Deswegen bitten wir euch alle um Hilfe, damit Rechnungen bezahlt und ein paar Baustellen im Haus noch beseitigt werden können.
Da wir nicht wissen was wir noch sagen sollen außer bitte helft ihr und ihren Kindern, ist hier noch der Artikel von der Mittelbayerischen Zeitung Regensburg.
Allen vielen vielen Dank für's Spenden! Und bleibt alle gesund ♥️
Viele Grüße, Katja Meier & Tanja Ritter
BERATZHAUSEN.„Wie soll ein Mensch das ertragen?“ Diese Songzeile von Philipp Poisel geht einem unweigerlich durch den Kopf, wenn man das Schicksal von Jessica Pirk hört. Die 26-Jährige, die in einem Ortsteil von Beratzhausen (Lkr. Regensburg) lebt, ist seit wenigen Monaten Witwe. Ihr Mann Manfred starb Anfang August völlig überraschend. Sie blieb mit drei kleinen Söhnen, einem noch nicht ganz fertigen Haus und hohen finanziellen Belastungen zurück.
Als wäre das alles noch nicht schlimm genug, erlitt der wenige Monate alte Sohn Neven am Tag der geplanten Beerdigung einen schweren epileptischen Anfall mit Atemstillstand. Das passierte seitdem mehrere Dutzend Male und die ärztlichen Prognosen können der jungen Mutter wenig Hoffnung geben. Jessica Pirk sagt, dass es ihr „unendlich schwer fällt, um Hilfe zu bitten“. Doch nun ist sie an ihren Grenzen angekommen.
Warum geht es nur noch nach unten?
Wenn die 26-Jährige von ihren letzten Wochen und Monaten erzählt, dann wirkt sie unglaublich gefasst, stark und kämpferisch. Äußerlich. In ihr drinnen sieht es anders aus. „Ich frage mich, warum mich das Glück verlassen hat. Warum es nur noch nach unten und kein bisschen mehr nach oben geht.“ Lange hatte sich Jessica Pirk gesträubt, ihr Schicksal an die Öffentlichkeit zu tragen. Sie sei früh in ihrem Leben auf sich selbst gestellt gewesen und habe immer einen Ausweg gefunden. Doch nun, das sieht sie selbst ein, braucht es ein bisschen mehr, um zumindest die Probleme rund um das Haus abzufedern.
2016 hatte sie gemeinsam mit ihrem Mann Manfred das Grundstück erworben und mit dem Hausbau begonnen. Ihr Mann sei handwerklich sehr geschickt gewesen und habe viele Arbeiten selbst ausgeführt, erzählt die junge Frau. Manfred Pirk arbeitete bei den Regensburger Verkehrsbetrieben als Busfahrer. Jessica Pirk als Kinderkrankenschwester in der Hedwigsklinik. Da sie beide im Schichtmodell tätig waren, hätten sie sich auch die Betreuung der beiden älteren Söhne Bastien (heute 8) und Emilias (heute 3) gut einteilen können. Mit Nesthäkchen Neven beantragte die Mutter erstmals eine Elternzeit, in der sie sich immer noch befindet. Seit 2014 lebt auch noch der jüngere Bruder (heute 19) von Jessica Pirk in der Familie. Ihn hatte das Paar aus dem Kinderheim geholt und die Pflegschaft beantragt.
Unfall und Herzinfarkt auf Weg in die Arbeit
Am 2. August 2019 passierte dann die Katastrophe. Manfred Pirk brachte seine beiden jüngeren Kinder ins Bett und brach dann auf in die Arbeit. Kurz darauf heulten die Feuerwehrsirenen. „Da war mein Mann erst wenige Minuten unterwegs“, sagt Jessica Pirk. Manfred Pirk hatte einen Verkehrsunfall und einen Herzinfarkt. Die Rettungskräfte reanimierten den 52-Jährigen noch vor Ort, dann wurde er ins Uniklinikum Regensburg gebracht. Doch kurz nach Mitternacht wurden die Apparate abgestellt. Die Polizei klingelte Jessica Pirk aus dem Bett, um ihr die Todesnachricht zu überbringen.
Schon kurz darauf schlug das Schicksal erneut zu. Der jüngste Sohn bekam Fieber und war sehr unruhig. An den Beinen bemerkte die Mutter Bluteinschüsse. „Da hatte ich schon ein komisches Gefühl.“ Deshalb suchte sie mit Neven an dem Tag, an dem sie eigentlich ihren Mann beerdigen wollte, einen Kinderarzt auf, doch auch der ahnte nicht, dass der Säugling kurz darauf einen schweren epileptischen Anfall erleiden würde, so schwer dass auch die Atmung aussetzte.
Noch im Haus der Familie wurde der Junge reanimiert und dann in die Kinderklinik geflogen. Die Beerdigung musste zunächst abgesagt werden. Seit diesem Tag hat Neven mehrere Dutzend dieser Anfälle durchlebt. Bis zu eineinhalb Stunden dauert ein derartiger Krampf, berichtet Jessica Pirk. Mehrere Male musste das Kind reanimiert werden, zuletzt im März auf regennasser Fahrbahn. Schon mehrfach gelang es der Kinderkrankenschwester ihren Sohn zurück ins Leben zu holen. Doch nach zahlreichen Untersuchungen in der Hedwigklinik Regensburg zeichnet sich nun ab, dass sich die Situation wohl dauerhaft nicht mehr verbessern wird und mit weiteren schweren Anfällen zu rechnen ist. Eine Nachricht, die der jungen Mutter den Boden unter den Füßen wegzuziehen droht.
Inzwischen sind im Hintergrund Helfer aktiv, um der Familie zumindest in Teilbereichen eine Entlastung anzubieten. Sie wurden über den Bunten Kreis KUNO Familiennachsorge der Klinik St. Hedwig in Regensburg organisiert. So leben die Söhne Bastien und Emilias auf dem Bauernhof von Michaela Koller, wenn Jessica Pirk mit Neven in der Klinik bleiben muss.
Angst, zum Briefkasten zu gehen
Belastend bleibt aber die finanzielle Situation der Familie. Die Kreditraten für den Hausbau sind hoch, mit der kleinen Witwenrente und der Pflegestufe für Neven kommt Jessica Pirk nur mit Mühe über die Runden. „Ich habe jeden Tag Angst, zum Briefkasten zu gehen“, sagt die 26-Jährige. Zwar plant sie in absehbarer Zeit wieder als Kinderkrankenschwester zu arbeiten, ob das mit der Krankheit von Neven machbar ist, kann sie derzeit aber noch nicht abschätzen.
Niemals, so sagt Jessica Pirk, habe sie damit gerechnet, in so eine Situation zu geraten. „Das Schlimmste ist, dass ich nun alles alleine entscheiden muss. Mein Mann fehlt mir an allen Ecken und Enden. Wir waren ein tolles Team.“ Bis heute hat Jessica Pirk noch keine Zeit gefunden, der Trauer um ihren Mann Raum zu geben. „Ich muss einfach nur noch funktionieren.“
(Quelle: Mittelbayerische Zeitung 09.04.2020)