Ich bin Marc, 49, und ich baue naturSolidarisch Nahrung an und verkaufe sie an Nachbarn, Restaurants und mit einem kleinen Markstand auf einem Wochenmarkt in Freiburg. Meine Lebensaufgabe ist die Erforschung der Symbiose aus Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und guten Erträgen: Das lebenszentrierte Gärtnern. Es ist ein Gärtnern auf Augenhöhe und in Beziehung mit Pflanzen und Natur und ermöglicht gleichzeitig gute Erträge. Warum ist das wichtig? Landwirtschaftliche Praktiken haben die Biodiversität massiv gestutzt. Wir brauchen Lösungen, die Biodiversität und Erträge gemeinsam, zusammen auf einer Fläche ermöglichen. Denn die Biodiversität kann nur auf landwirtschaftlichen und gärtnerischen Flächen zurückkehren. Andere Flächen gibt es nicht.
Wie kann das gelingen? Durch naturnahe Systeme wie sie die syntropische Landwirtschaft vorsieht: Vom Bodendecker bis zum Großbaum. Ohne umgraben ( no dig), mit Selbstaussaat, einer sehr großen Vielfalt und reiner Handarbeit. Darüber hinaus werden samenfeste und alte Sorten bevorzugt und gleichzeitig „exotisches“ und damit zukunftsfähiges angebaut.
Wie kann man sich das vorstellen? Unter Ertragsbäumen wächst normalerweise „nur“ eine Wiese. Bei DornenSilber wächst nahezu überall etwas essbares und nutzbares. Zudem gibt es reichlich Nahrung und Lebensräume für Insekten. Und wenn Insekten da sind, folgen andere Arten automatisch.
Seit 2020 forsche und experimentiere ich auf einem ehemaligen Acker in Schallstadt und einem großen Schrebergarten in Freiburg daran, wie das gelingen kann. Erste Ergebnisse sind erfreulich, scheitern aber an der Wirtschaftlichkeit. Mit anderen Worten: Biodiversität in der Landwirtschaft ist nicht wirtschaftlich! Das Ernten in den teils wilden Strukturen dauert wesentlich länger, was zu höheren Preisen führt.
Hilf mit, dass Biodiversität in der Landwirtschaft möglich wird!
Das lebenszentrierte Gärtnern ist eine von mir entwickelte Methode, die sehr nah an der Permakultur ist, mit der Ergänzung, dass Beziehung das eigentliche Hauptthema ist. Unsere Beziehung zu Pflanzen und Natur wird neu betrachtet und gelebt. Es ist ein Wirken auf Augenhöhe mit Tieren, Pflanzen und Natur, was ein resilientes Ökosystem ermöglicht. Das Thema Nahrung wird auf diese Weise ganz konkret und erlebbar, denn die Erträge sind überwältigend lecker und gesund!
Meine Vision ist es, dass in Zukunft viele Menschen lebenszentriert Nahrung anbauen und damit ihr Umfeld versorgen. Und damit dies Biodivers und lebenszentriert passiert, möchte ich ein Buch zum lebenszentrierten Gärtnern veröffentlichen und darauf aufbauend in Zukunft Kurse anbieten.
Es wurden bereits über 130 Bäume gepflanzt, viele Dauerkulturen etabliert, einige Kulturen und Wildkräuter säen sich bereits selbst aus und Bodendecker wurden etabliert. Die Diversität hat schon deutlich zugenommen, denn das Nahrungs- und Lebensraumangebot ist vorhanden.
Für die Waldgärtnerei ab 2027, was die Verdopplung der Fläche in Schallstadt auf 2.700 m2 bedeutet, werden bereits viele Ertragsbäume durch Stecklinge vermehrt.
In erster Linie ermöglicht und unterstützt deine Spende die Biodiversität, aber auch das gesamte Projekt, niedrigere Preise für KundInnen und das Pflanzen weiterer Bäume. Auch die Finanzierung der Buchveröffentlichung kann damit realisiert werden.
Hier gibt es Eindrücke vom Projekt (die ersten 7 Minuten): https://www.ardmediathek.de/video/genuss-mit-zukunft/freiburger-land-cardy-kornelkirsche-und-haferwurzel-neu-entdeckt/sr/Y3JpZDovL3NyLW9ubGluZS5kZS9HTVpfMTUyNzc2
weitere Infos auf: https://www.dornensilber.de/
Herzlichen Dank!
Marc Seeger