Manche Fragen sich bestimmt: Haben die Ukrainer nicht alle eine Taschenlampe? Nein, leider nicht. Die Situation mit der Stromversorgung war etwa zwei Jahre lang stabilisiert, hat sich jetzt nach den massiven Angriffen auf die Infrastruktur aber wieder deutlich verschlechtert. Eine Rentnerin erhält zwischen 4.000 und 8.000 Hrywnja Rente pro Monat, das entspricht 80 – 160 Euro. Die Preise steigen, die Währung fällt und damit reicht dies gerade einmal für Lebensmittel. Oder nicht einmal das. Geld für eine Taschenlampe mit Akku oder sonst die laufenden Kosten für Batterien sind nicht drin! Es braucht daher Spenden für Lebensmittel, aber ebenso auch für Licht – ein wichtiges Hilfsmittel für Sicherheit und Stabilität im Alltag. Mir wird von Rentnerinnen erzählt, die Tränen in den Augen hatten als ihnen eine Taschenlampe geschenkt wurde.
Selbstverständlich gehen die Lichter an Menschen, die unmittelbar schwer betroffen sind: bspw. Einschränkungen der Mobilität; Probleme mit den Augen; Gegend mit besonders schwerwiegenden Stromausfällen; Gruppenaktivitäten (z.B. mit Kindern), die keinen Generator haben; Personen, die unmittelbar in Gefahr oder Notfallsituationen geraten könnten oder eine Evakuierung aus bestimmen Gründen nicht möglich ist.