Drei Kinder haben ihre Mama verloren. Jetzt versuche ich sie aufzufangen.
Nun bist du weg – mit 45 viel zu früh gegangen. Und wir vermissen dich.
Am 07.03.2026 ist die Mutter meiner Kinder und gute Freundin von mir verstorben.
Und wir können es noch gar nicht fassen. Es fühlt sich nicht greifbar an. So surreal.
Als wären wir in einem schlechten Film oder in einem Albtraum gelandet.
Seit rund 18 Monaten habe ich sie in dieser schweren Zeit begleitet.
Ich habe sie unterstützt, den Alltag geregelt, mich um die Kinder und den Haushalt gekümmert und sie in den letzten Monaten zusätzlich gepflegt.
Nach vielen Wochen im Krankenhaus, Operationen und Hoffen hat sie den Kampf gegen den Brustkrebs am Ende verloren.
Nach einer letzten Operation am 04. März sagte mir die Ärztin, dass Leber und Niere langsam versagen, dass ihr nur noch wenige Tage bleiben.
Und dass ich es unseren Kindern sagen soll. Die schlimmste Nachricht, die ich je überbringen musste.
Ich wusste nicht wie. Ich wusste nur, dass ich es tun muss.
Am Abend saßen wir zusammen und ich sagte ihnen:„Mama wird nicht mehr gesund. Mama wird sterben.“
So wenige Worte.
Und doch hat sich in diesem Moment alles verändert. Als würde einem der Boden unter den Füßen weggezogen werden.
Als ich unsere Jüngste später ins Bett brachte, sagte sie: „Vorhin war die Welt noch in Ordnung. Jetzt nicht mehr.“
Dieser Satz geht mir nicht mehr aus dem Kopf.
Am nächsten Tag sind wir noch einmal ins Krankenhaus gefahren. Ein letztes Mal gemeinsam zu Mama. Ein letztes Zusammensitzen. Ein letzter Abschied.
„Tschüss Mama.“
Zwei Tage später ist sie über die Regenbogenbrücke gegangen.
Jetzt stehe ich hier, mit drei gebrochenen Herzen. Oft liege ich nachts wach und frage mich, wie ich das alles schaffen soll.
Unsere Kinder sind 9, 15 und 17 Jahre alt.
Und nur zwei Wochen nach ihrem Tod hatte unsere Jüngste am 21.03. ihren 10. Geburtstag. Der erste Geburtstag ohne Mama.
Wir waren schon lange kein Paar mehr. Aber wir waren Freunde. Wir waren Vertraute. Und wir waren Eltern.
Als die Krankheit begann, habe ich mich so gut ich konnte um sie gekümmert.
Ich wollte ihr den Rücken freihalten, damit sie sich auf ihre Heilung konzentrieren kann.
Jetzt ist alles anders.
Neben der Trauer gibt es so viel, was geregelt werden muss:
• Die Kinder müssen das Erbe ausschlagen, da Schulden hinterlassen wurden
• Es sind Bestattungskosten zu tragen
• Es ist unklar, ob wir unser Auto behalten können
• Unser ältester Sohn beginnt im September seine Ausbildung und will ausziehen – dafür braucht er eine erste Grundausstattung
• Und ich versuche Schritt für Schritt wieder Stabilität aufzubauen, um für meine Kinder da zu sein
Und bei all dem bleibt kaum Zeit, selbst zu trauern.
Was macht man als Papa von drei Kindern, die gerade den größten Verlust ihres Lebens erleben?
Mein wichtigstes Ziel ist es jetzt, für meine Kinder da zu sein.
Sie brauchen Halt. Zeit. Gespräche. Nähe. Sicherheit.
Und vielleicht irgendwann auch wieder ein kleines Stück Leichtigkeit.
Meine Kinder waren noch nie mit ihrer Mama im Urlaub. Ich wünsche mir, ihnen zum ersten Mal eine gemeinsame Auszeit zu ermöglichen.
Rauskommen, Durchatmen. Gemeinsam verarbeiten, was passiert ist.
Deshalb bitte ich euch um Unterstützung.
Es fällt mir nicht leicht, um Hilfe zu bitten. Aber ich tue es für meine Kinder.
Jede Spende hilft uns, in dieser schweren Zeit etwas Luft zu bekommen und uns auf das zu konzentrieren, was jetzt wirklich zählt:
Uns als Familie wieder aufzubauen.
Danke von Herzen an jeden, der uns unterstützt oder diese Geschichte teilt ❤️
Joscha, mit Lucien, Elowyn & Liv