Wenn Mutter Natur andere Pläne hat
Ich hatte eine wunderschöne, unbeschwerte Schwangerschaft. Wir begannen mit den Vorbereitungen für unser drittes Wunder, die Großen konnten es kaum abwarten, ihren Bruder endlich kennen zu lernen. Das Bett aufgestellt, die letzte Kleidung verräumt, wir waren bereit.
Von da an, wich mein Hund mir nicht mehr von der Seite, wirklich keinen cm. Ich fragte ihn, ob er mehr weiß als ich, ob der Kleine sich schon auf den Weg macht? Spürte er das was nicht stimmt? Wusste er, dass ich bald in Lebensgefahr schwebe? Wäre heute alles gut, hätte ich sein Verhalten als Warnung gedeutet? Diese und viele Fragen, vor allem das "Warum" quälen mich seit diesem Tag. Doch niemals wird es Antworten geben.
Mein Bauchgefühl rettete unser Leben
Im Marien-Krankenhaus angekommen, fühlte es sich an, wie in einem Film. Sie schrien.,, ruft die Kinderklinik, ab in den OP, eine große Menge Blut im Bauchraum, abfallende Herztöne, wir verlieren sie...und vieles mehr...!" Nachdem die Ärztin mein Leben rettete, kämpften der Anästhesist und die Hebamme um Levins Leben, denn sein Herz höre während der OP auf zu schlagen und keiner weis, wie lange er nicht mehr versorgt wurde, da sich in mir 2l Blut sammelten, die ihn gar nicht mehr erreichten. Nach einer 17 minütigen Reanimation, fing sein Kämpferherz wieder an zu schlagen. Er wurde sabilisiert und mit dem Kindernotarztwagen auf die Intensivstation des UKSH Lübeck, gebracht. Sein Körper, völlig übersäuert, kaum Hirnfunktion, viele schwere Krampfanfälle, intubiert, auf 34°C runtergekühlt.
!!!Er wird an akutem Organversagen sterben!!!
Worte die ich beim Aufwachen neben weinenden Menschen hörte, doch nicht wahrnahm. Selbst die Krankenschwestern, die mich betreuten, weinten, ohne das ich verstand, was geschehen war. Mein Körper stand kurz vorm Tod, ich war sediert und voller Medikamente. Ich konnte weder begreifen noch reagieren.
An Tag drei, war ich stabil genug, um zu Levin zu fahren. Kalt, blaue Extremitäten, überall Kabel, Schläuche, Geräte die ihn am Leben halten, Augenklappe, Ohrenschützer und Nadeln im Kopf. Nicht ansprechen, nicht anfassen, er benötigt absolute Ruhe. So lernte ich mein Kind kennen. Noch immer befand er sich in Lebensgefahr. Er wird es wohl nicht schaffen, Worte, die sich einbrannten.
Nach zwei Monaten durften wir endlich mit Levin nach Hause, er war nicht gesund aber stark genug, um seine Familie kennenzulernen. Mit den Worten:,, Sie haben ein mehrfach schwerstbehindertes Kind, was sich nicht entwickeln und wahrscheinlich sterben wird!" wurden wir entlassen.
Mit diesem Wissen nach Hause zu fahren, wo die großen Geschwister warten, die schon Pläne von Fußballspielen beibringen und in den Hansa Park fahren haben, war schrecklich. Der Gedanke, es ihnen erklären zu müssen, riss mein Herz raus.
Doch Levin will leben Er kämpfte sich sich ins Leben und wir kämpfen mit und für ihn. Wir ermöglichen ihm Alles in unserer Macht stehende, um ihm ein möglichst selbstständiges und lebenswertes Leben zu ermöglichen.
Nach vielen verschiedenen Intensivtherapien, haben wir die für uns beste Therapie gefunden. Die NART in Bremen, wir waren bereits zwei mal dort und Levin macht jedes Mal, große Fortschritte. Inzwischen kann er kleine Strecken laufen, kann greifen, lachen, spielen und einiges mehr. Leider zahlt die Krankenkasse diese Therapie nicht, und unser Erspartes, kam zum Einsatz.
Tiergestützte Therapie Im Umgang mit Tieren ist Levin sehr wach, er reagiert sehr positiv auf sie und ist in ihrer Nähe sehr aufmerksam und freudig. Mit Hunden, Katzen, Pferden und Enten, können wir ihn zu Hause glücklich machen und auf unsere Weise therapieren. Doch wir möchten ihm eine richtige Therapie ermöglichen.
Delfintherapie
Vielen Menschen, insbesondere Kindern mit neurologischen Erkrankungen, hat diese Therapie schon auf verschiedene Art geholfen. Wir hoffen das Levin durch diese Therapie noch mehr Lebensqualität erreichen kann in dem er seine Motorik verbessert, seine Muskeln stärkt, sein Interesse für Kommunikation entdeckt und vielleicht sogar das Schlucken lernt. Um alle Bereiche zu fördern, erhält Levin neben dem Schwimmen mit den Delfinen, die gesamten zwei Wochen, auch am Land, verschiedene Therapien.
Auf unseren Weg zur Therapie werden wir vom Verein delfine therapieren menschen e.V. betreut und unterstützt. Dort wurde ein Spendenkonto für uns eingerichtet, was ausschließlich für die Therapie genutzt wird. Wenn du uns unterstützen möchtest, kannst du hier oder direkt auf das folgende Koto, spenden.
Empfänger: delfine therapieren menschen e.V. IBAN: DE52300501100020002424 BIC: DUSSDEDDXXX Bank: Sparkasse Düsseldorf Verwendungszweck: Spende für Levin Schrader Wichtig, nur mit seinem Namen, kann ihm die Spende zugeordnet werden.
Auf Wunsch stellt der Verein eine Spendenbescheinigung aus.
Vielen Dank, dass du bis hier her gelesen habt, wenn ihr mehr über Levin erfahren möchtet, besucht mich gern auf Instagram Ostseekind1991 oder schreibt mir eine Nachricht.
Wir würden uns sehr freuen, wenn du uns im Rahmen deiner Möglichkeiten unterstützt. Jeder noch so kleinste Betrag, bringt Levin etwas näher zu den Delfinen. Auch das Teilen unserer Geschichte, unserer Spendenaktion, hilft uns sehr weiter.
Vielen Dank und liebe Grüße Angi