Hi, ich bin der Fabian
Meine Leidensgeschichte beginnt im Januar 2024. Mein damaliger Mitbewohner, welcher zu dem Zeitpunkt bereits 3 Monate bei mir wohnte, zahlte aus dem nichts heraus seinen Teil der Miete nicht mehr. Zuerst habe ich es nicht gemerkt, da die WG über die Jahre gut Rücklage aufbauen konnte. Im Februar als ich für eine Reparatur vom WG Konto aus zahlen wollte, sah ich dann das Problem. Damit konfrontiert gab es keine Erklärung, keine Entschuldigung. Er lachte und schloss die Tür. In 5 Monaten habe ich es nicht geschafft ihn raus zu bekommen. Alle meine Mahnungen ignorierte er, unser Vermieter wollte nicht helfen da es "unser" Problem ist nicht seines, die Rücklagen waren schnell aufgebraucht und ich musste selbst für die Differenz aufkommen. Natürlich habe ich in der Zeit versucht eine andere Wohnung zu suchen, aber keine Chance. Im Mai wurde unsere WG dann zwangsaufgelöst weil die Miete nicht mehr vom WG-Konto abgezogen werden konnte. Bis dahin hat mir mein ehem. Mitbewohner das Leben zur Hölle gemacht. Er sabotierte die Besichtigung von potenziell neuen Mitbewohnern, aus seinen Zimmer kam ein widerlicher Gestank immer wenn er die Tür aufmachte. Er verschwendete Strom und Wasser und beschädigte WG und mein Privateigentum. Es ging soweit das ich die Küche und das Wohnzimmer absperrte, da dort das meiste aus meinem Besitz war. Er selbst hatte nicht eingebracht. Mein Zimmer hatte ich auch immer verschlossen, auch wenn ich darin war. Ich traute ihm alles zu, nachdem er sich an meinen Schwertern zu schaffen machte. Als die WG aufgelöst wurde und wir ausziehen mussten, verschwand er. Bis heute keine Ahnung wo er steckt, er hat sich auch bis jetzt nicht umgemeldet.
Weil ich als einziger greifbar war hat mich mein Vermieter, gerichtlich, für alle Schulden rangezogen.
Da ich alles tragen musste sind auch private Verbindlichkeiten unter den Tisch gefallen. So hat sich ein nicht geringer Schuldenbetrag zusammengetragen.
Weil ich nichts neues fand, musste ich zurück zu meiner Familie ziehen. Die wohnt rund 80km weg von meiner neuen Mitte. Da ein Fernstudium für mich nicht möglich war, musste ich mein Studium kurz vor Ende abbrechen. Meinen Sport, ich betreibe Kendo und Iaido, kann ich seitdem nicht mehr regelmäßig ausführen. Beides ist für mich schon lange eine wichtige Stütze. Es gab mir kraft in Situationen wie als mein Großvater starb oder ich endgültig den Kontakt zu meinem Vater kappte. Auch in der Zeit mit meinem Mitbewohner, gab es mir viel Kraft um das durchzustehen. Meinen Job konnte ich auf die Distanz auch nicht mehr ausführen.
Bis heute stecke ich in einem finanziellen und emotionalen Loch. Ich habe bisher keinen guten Job gefunden. Vor 2 Monaten hatte ich noch einen wo ich dachte es geht wieder voran. Aber nachdem ich 3 Tage wegen einer Verletzung Krankgeschrieben war, wurde ich in der Probezeit gekündigt. Ich sei zu unzuverlässig. Ansonsten bekomme ich nur Absagen über Absagen. Ich bin an dem Punkt wo selbst das schreiben einer Bewerbung mich herunterzieht, da ich immer die Stimme im Kopf habe das das doch eh sinnlos ist.
Durch die ganze Situation hat mich an den Rand des Burnouts und der Depression getrieben. Mir geht es in letzter Zeit nur noch schlecht. Kaum etwas baut mich noch auf. Wenn mal etwas gutes passiert wird es leicht wieder von allen negativen Überschattet. Und ich würde Lügen wenn ich sage das ich nicht schon mal Gedanken hatte alles zu beenden. Das einzige was diesen Gedanken nicht wahr werden lässt ist das wissen welches Leid ich damit in meinem Umfeld anrichten würde.
Was will ich hiermit erreichen. Vielleicht wenn finden der mir bei der Suche nach meinem ehemaligen Mitbewohner hilft. Seine Daten kann ich leider nicht öffentlich stellen, so gern ich es würde. Und natürlich meine Schulden tilgen. Ich weiß ich kann mich nicht nur hierauf verlassen. Und wenn ich nur einen kleinen Teil der schulden loswerde, wäre meine Last kleiner.
Ich danke allen die bereit sind mir hier eine Hand zu reichen um zu helfen