Hallo Ihr Lieben,
heute ein Aufruf in eigener Sache. Ich habe sehr lange überlegt diese Aktion zu starten, aber es fühlt sich gut an und darum will ich es einfach wagen.
Mein Herz gehört den Fellnasen und als ich in den letzten 12 Monaten drei meiner eigenen Hunde über die Regenbogenbrücke gehen lassen musste, dachte ich mir wird das Herz herausgerissen. Dieser Verlust war unfassbar schmerzhaft.
Anfang des Jahres zog bei uns Laika-Mischlingshündin Elsa ein und ist unser aller Sonnenschein.
Wir adoptierten sie vom Tierschutz HoaMarfino e.V.
Was diese Menschen dort leisten ist unbezahlbar und verdient meinen allergrößten Respekt.
Mein Kontakt zum Verein ist nie abgebrochen und habe nun eine Patenschaft für eine kleine Hündin namens Pusha übernommen.
Es war für mich Liebe auf den ersten Blick und ich wusste, es ist mein Mädchen.
Leider hat es das Schicksal nicht so gut mit ihr gemeint und ich möchte Euch ihre Geschichte erzählen.
Pusha kam ins Tierheim nach Marfino Anfang November 2021, zusammen mit noch 4 anderen Welpen.
Pusha war von allen Welpen die Leiseste, Bescheidenste und auch von der Größe her, die Kleinste.
Es gab aber keine Hinweise darauf, was später die Zukunft von Pusha zerstörte.
Alle Welpen fanden schnell ein neues und liebes Zuhause in Deutschland.
Ja, auch Pusha "packte schon die Koffer“.
Aber alle mußten noch warten, bis sie das Alter von 4 Monaten erreicht hatten. Da sind die Vorschriften, um in die EU als Hund einreisen zu dürfen.
Ca. 2 Wochen vor Abreisetermin bemerkten wir, dass der Bauch von Pusha aufgebläht war.
Wir brachten sie darauf hin in eine Tierklinik nach Welikij Nowgorod, wo dann auch Untersuchungen stattfanden, u.a. auch Ultraschall des Herzen.
Das Resultat war ernüchternd - eine der Herzkammern war unterentwickelt und hatte zu enge Gefäße, durch die Blut in das Herz gelangt.
Der Arzt stellte die Diagnose, dass Pusha nur noch zwei oder drei Monate leben würde.
Wir informierten natürlich die Familie, dass Pusha bei uns bleiben würde, da sie diese schwere Erkrankung hatte.
Wir wandten uns an die beste Tierklinik in St. Petersburg, welche einer Untersuchung zustimmte.
Zum Verständnis - die Millionenstadt St. Petersburg befindet sich ca. 300 km von Marfino entfernt,
Pusha wurde dort erneut untersucht - die Diagnose wurde bestätigt.
Der Arzt sagte, dass es möglich sei, Pusha einer Operation zu unterziehen und die Blutgefäße zu erweitern.
Dies würde Pusha nicht zu einem normalen Leben zurückbringen, aber es würde ihren Zustand verbessern und ihr das Leben verlängern.
Am 18. Mai wurde Pusha dann in der bekannten Tierklinik in St. Petersburg operiert.
Alles ging gut und Pusha blühte wider auf und sie fühlte sich fast 2 Monate sehr gut.
Aber dann begann sich die Flüssigkeit wieder im Körper anzusammeln.
Pusha mußte einmal im Monat in die Klinik zum Abpumpen der Flüssigkeit fahren. Dann schon zweimal…. Auch mußten wir die Dosis der Tabletten, die Pusha jeden Tag einnehmen muß, erhöhen.
Wie ist der Zustand von Pusha jetzt?
Sie lebt ein ruhiges Leben. Sie kann sogar ihre Kräfte selbst einschätzen und geht nur einmal am Tag mit allen anderen Hunde auf dem Feld spazieren.
Tagsüber fühlt sie sich besser, aber abends fällt ihr das Atmen schwer.
Leider sammelt sich die Flüssigkeit schnell an und wir müssen schon einmal pro Woche zum Abpumpen fahren.
Aber trotz allem ist und bleibt Pusha ein liebevolles und fröhliches Mädchen.
Sie mag auch gerne und lecker fressen und genießt das Leben - wie sie es eben kann.
Wir hoffen, dass Pusha so lange wie möglich bei uns bleibt.
Und wir werden alles dafür tun.
Dieser kleine Hund hat mein Herz erobert und ich habe einen Teil meiner Novembereinnahmen für Pusha gespendet.
Mein großer Wunsch wäre, ihr weiterhin die medizinische Versorgung zukommen zu lassen die sie benötigt und den Verein somit zu unterstützen.
Vielleicht mag sich die Eine oder der Andere meinem kleinen Weihnachtsprojekt anschließen.
Ich würde mich riesig freuen und die kleine Pusha natürlich auch.
Ganz lieben Dank im voraus Eure Anja