Nachbarschaft

Georgios Kalomvossakis Witzenhausen, Germany

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Hallo Nachbarn,

kennt ihr das: Die Waschmaschine geht kaputt und der Dispo ist schon bis zum Anschlag ausgereizt? Oder der Bürodrucker beim Selbständigen hat den Geist aufgegeben und die Umsätze sind eh schon im Keller? Und auch die kleinste Reparatur für das Auto ist mittlerweile mit 200,- oder 300,- Euro noch „günstig“, sorgt jedoch für einen finanziellen Engpass. Oder aber, das Gehalt oder die Rente reichen vorne und hinten nicht mehr, weil alles teurer geworden ist. Man verzichtet auf vieles um gerade so über die Runden zu kommen.

Kennt ihr nicht? Dann gehört ihr glücklicherweise zu denjenigen, die so etwas wie Existenzangst nicht kennen. Es sei euch gegönnt, ehrlich! 

Ich möchte es mir zur Aufgabe machen, Menschen in solchen finanziellen Krisensituationen zu helfen. Schnell, diskret und möglichst langfristig.

Alleine kann ich das nicht stemmen, deshalb habe ich diesen Weg gewählt und hoffe auf breite Unterstützung. Unterstützung vor allem von denjenigen, denen eine großzügigere Spende nicht wehtut, die aber etwas bewirken kann. 

Wofür soll das Geld verwendet werden?

Z.B. um einen plötzlich auftretenden finanziellen Engpass zu mildern oder sogar auszugleichen. Das kann eben besagte kaputte oder reparaturbedürftige Waschmaschine sein, oder aber auch die Kosten für eine Operation des Familienhundes, oder, oder, oder … Auch an langfristige Unterstützung denke ich, z.B. an die Rentnerin, die am 20ten des Monats kein Geld mehr hat und sich deshalb die Lebensmittel bei der „Tafel“ holen muss. Würden hier nicht 100,- bis 200,- Euro im Monat, also 1.200,- bis 2.400,- Euro im Jahr, Linderung schaffen? Ebenso Familien, die trotz Arbeit beider Elternteile nicht klar kommen, sich einen Urlaub mit ihren Kindern nicht mehr leisten können. Erholung und ein Tapetenwechsel sind aber essentiell, um wieder Kraft für die Arbeit zu schöpfen. Hier könnte ein „Zuschuss“ oder „Anschub für einen Urlaub – und sei es nur eine Woche nach Dänemark in ein Ferienhaus für 800,- bis 1.000,- Euro – doch seine Wirkung entfalten. Ihr seht, in der Summe geht es also nicht nur um „Peanuts“.  

Wie kommen die in Not geratenen Menschen zu der finanziellen Unterstützung?

Ganz einfach: Konkret durch „Hallo Nachbarn“ und eben mit Hilfe eurer Spenden. Dabei soll die Abwicklung diskret geschehen. Ein Anruf, ein persönliches Gespräch. Helfen. Fertig.

Warum auf diesem Weg?

Es gibt so viele, die sich nicht trauen nach Hilfe zu fragen. Da nehme ich mich nicht aus. Und täglich erreichen uns Nachrichten, wieviel Millionen und Milliarden an Geldern hier und da vergeben werden, und trotzdem hat man das Gefühl: Es kommt bei den meisten nichts an. Und dieses Gefühl ist eben nicht mehr nur ein Gefühl, sondern leider die Realität. Das können wir ändern, und so auch wieder ein Gefühl schaffen, dass wir etwas ändern können. Außerdem geben wir den Betroffenen nicht nur finanzielle Hilfe, sondern auch Hoffnung. Hoffnung, dass ein System funktionieren kann und der tägliche Gang zur Arbeit am Ende nicht nur dem reinen Überleben dient, sondern dem Leben.

Warum Geld?

Weil das für mich eine Frage der Würde ist. Die Person, z.B. die Rentnerin, soll mit dem Geld machen können, was sie will. Wenn es denn mal ein schöner Nachmittag mit Freunden im Café sein soll, oder eine gute Flasche Wein – bitteschön. Keine Essensmarke oder zugeteilte Sachspende. Keine Bevormundung. Würde.

Warum der Name „Hallo Nachbarn“?

Na klar, weil wir doch alle Nachbarn haben bzw. Nachbarn sind. Das heißt, es kann auch jeden einmal treffen in eine finanzielle Schieflage zu geraten. „Hallo Nachbarn“ soll auch die nötige Nähe schaffen, den Geist der Gemeinschaft abbilden. Beim Telefonanruf melde ich mich z.B. mit „Hallo Nachbarn“ – klingt doch sympathisch. Okay, last but not least verabschiedet sich der TV-Comedian Kurt Krömer am Ende seiner Show immer mit den Worten „Machts jut, Nachbarn“. Als ehemaliger Berliner gefiel mir das halt auch.  

Warum jetzt?

Auch wenn ich die Arbeit von wohltätigen Institutionen und Vereinen wie beispielsweise „Die Tafel“ schätze, so bin ich doch der Meinung, dass es ein Unding ist, dass sich Menschen, die arbeiten gehen oder ihr Leben lang gearbeitet haben, in einer Schlange anstellen müssen um Lebensmittelspenden zu erhalten, weil Gehalt oder Rente einfach nicht ausreichen. Ich finde das unwürdig. 

Bitte nicht falsch verstehen: Die Arbeit dieser Institutionen und Vereine ist wichtig. Aber sie stößt ja Medienberichten zufolge auch an ihre Grenzen. Auch dadurch, dass die sogenannte Mittelschicht nicht mehr so viel spenden kann, weil auch ihr immer weniger Geld zur Verfügung steht. Es ist also eine Wohlstandsspirale im Gang, die leider in die falsche Richtung geht: nach unten. 

Und trotz lobenswerten Initiativen wie „taxmenow“, in der wohlhabende Menschen (sie selbst nennen sich „Vermögende“) seit fünf Jahren sogar von der Politik fordern, höher besteuert zu werden, tut sich bei der Politik – richtig: nix.

Also dachte ich mir: Einfach mal machen. Was soll schon passieren? Wenn es wenige Spenden werden, können wir aber wenigstens ein paar Menschen helfen. Werden es viele Spenden, umso besser! 

Wer bin ich?

Als selbständiger Inhaber einer kleinen Werbeagentur bin ich seit längerem in einer, sagen wir mal, Sinneskrise. Die Arbeit selbst macht nicht mehr so viel Spaß wie vor 25 Jahren, als ich mich selbständig gemacht habe. Und auch für uns sind die Zeiten härter geworden. Seit Corona kenne auch ich Existenzängste. Auch meine Kunden, meist inhabergeführte Einzelhändler, haben zu kämpfen. Ich weiß, ich erzähle euch da nichts neues. Aber im Zusammenspiel mit „Hallo Nachbarn“ möchte ich auch hier etwas bewirken. Am Beispiel der erwähnten kaputten Waschmaschine sollte der Spendenempfänger die erhaltene Geldspende für den Kauf einer neuen Waschmaschine im sogenannten „stationären Einzelhandel“ vor Ort oder in der Region nutzen – und nicht im Internet. So erreichen wir eine zusätzliche „win-win-Situation“.    

Als politisch interessierter (aber keiner Partei zugehöriger) Mitbürger sehe ich auch die gesellschaftliche Entwicklung wie sicher viele von euch mit Sorge. Und wie ebenfalls sicher viele von euch bin ich der festen Überzeugung, dass eine Ursache hierfür in der immer weiter auseinandergehenden Schere zwischen arm und reich begründet ist. Es ist mittlerweile eine Frage der Gerechtigkeit. Eine Lösung seitens der Politik sehe ich ehrlich gesagt nicht – da bin ich Pessimist. Etwas zu tun und damit etwas zum Besseren zu drehen – das ist mein Rest Optimismus.

Zu letzterem könnt ihr mit euren Spenden beitragen. Im voraus vielen Dank dafür!

Georgios Kalomvossakis (kalom)

P.S. Den Text hab ich einfach mal so „runter geschrieben“. Sollte sich jemand durch meine Zeilen falsch dargestellt sehen, so lag das nicht in meiner Absicht. Es ist mir wichtig: Jedem sei sein Vermögen gegönnt. Neid ist ein Fremdwort für mich. Ich bin ein leistungsbezogener Mensch, der viel arbeitet. Nur, wenn Arbeit allein am Ende nicht mehr reicht, haben wir ein Problem. Dann muss halt gehandelt werden.

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Georgios Kalomvossakis
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21. December 2025
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