NARANI: Hilfe finden, wenn Kinder seelisch leiden

Kerstin Weber Fürth, Germany

NARANI: Hilfe finden, wenn Kinder seelisch leiden

0 € of 100.000 € collected
0 %
Donate now

Psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen sind oft leise und unsichtbar.

Manchmal sogar für die eigene Familie – egal, wie innig, liebevoll und vertraut man miteinander ist. Sie kommen nicht mit Fieberthermometer oder Gips, die sofort zeigen, dass etwas nicht stimmt. Sie schleichen sich langsam in den Alltag, verändern das Leben eines Kindes und stellen Eltern vor Fragen, auf die es selten eine einfache Antwort gibt: Was braucht mein Kind? Wie ernst ist die Situation? Und wo finden wir jetzt die passende Hilfe?

Als meine eigene Tochter psychisch erkrankte, habe ich erlebt, wie hilflos man sich als Mama in dieser Situation fühlen kann. Ich wollte für sie da sein und ihr Halt geben, verbrachte aber gleichzeitig unzählige Stunden und Nächte damit, Informationen zu suchen, Zuständigkeiten zu klären und herauszufinden, welcher Schritt als Nächstes notwendig war. Informationen gab es viele – was fehlte, war eine verlässliche Orientierung.

Aus dieser Erfahrung ist NARANI entstanden. Ich möchte, dass andere Eltern nicht erst selbst zu Experten des Hilfesystems werden müssen, bevor sie ihrem Kind helfen können. Sie sollen schneller erkennen können, welche Informationen für ihre Situation relevant sind, was sie konkret tun können und wo sie geeignete Unterstützung finden.

Genau hier setzt NARANI an.

NARANI soll Eltern und Sorgeberechtigten helfen, Veränderungen ihres Kindes besser einzuordnen, aus einer Vielzahl von Informationen das Relevante herauszufinden und den nächsten sinnvollen Schritt zu erkennen. Nicht mit einer weiteren unübersichtlichen Sammlung von Links und Telefonnummern, sondern mit einer verständlichen digitalen Orientierung, die bei der konkreten Situation der Familie beginnt.

Eine Idee aus zwei Perspektiven

NARANI wurde von mir, Kerstin Weber, und dem Psychologen Hagen Febry initiiert. In unserem gemeinsamen Projekt verbinden sich meine persönliche Erfahrung als Mutter und seine langjährige fachliche Erfahrung in der Arbeit mit psychisch erkrankten Jugendlichen sowie deren Eltern und Angehörigen.

Hagen begleitet seit mehr als zehn Jahren junge Menschen und ihre Familien, davon acht Jahre im stationären Bereich. Dabei hat er immer wieder erlebt, wie schwer es für Eltern ist, erste Veränderungen richtig einzuordnen, geeignete Ansprechpartner zu finden und sich in einem komplexen Hilfesystem zurechtzufinden.

Auch aus seiner fachlichen Sicht besteht eine entscheidende Lücke zwischen dem ersten Gefühl „Etwas stimmt nicht“ und dem Moment, in dem eine Familie weiß, welche Unterstützung sie braucht und wohin sie sich wenden kann. Gerade in dieser frühen, oft noch unklaren Phase sind Eltern mit ihren Sorgen und Entscheidungen häufig auf sich allein gestellt.

Das war für Hagen der Grund, NARANI als Mitinitiator mit aufzubauen. Er möchte seine Erfahrung einbringen, damit ein Angebot entsteht, das nicht nur gut gemeint ist, sondern fachlich fundiert, sicher und wirklich hilfreich für Familien ist.

Uns verbindet die Überzeugung, dass Eltern in dieser Situation nicht noch mehr ungeordnete Informationen brauchen. Sie brauchen Hilfe dabei, die vorhandenen Informationen zu verstehen, zu bewerten und auf die eigene Situation zu übertragen.

So soll NARANI Familien helfen

NARANI beginnt deshalb nicht mit einer Diagnose, sondern mit den Beobachtungen und Fragen der Eltern: Was hat sich bei meinem Kind verändert? Was bereitet mir besonders große Sorge? Welche Unterstützung haben wir bereits gesucht? Und welche Fragen müssen jetzt zuerst geklärt werden?

Das digitale Angebot führt Eltern verständlich durch diese Situation und hilft ihnen dabei, die nächsten Schritte zu ordnen. Eine Sicherheitslogik weist bei entsprechenden Angaben klar auf akute Hilfswege hin. Ein persönlicher 48-Stunden-Plan zeigt, was unmittelbar wichtig ist. Ein anschließender 14-Tage-Plan unterstützt bei der weiteren Orientierung, bei der Vorbereitung auf Gespräche und bei der Kontaktaufnahme mit geeigneten Anlaufstellen.

So soll aus vielen offenen Fragen ein Weg entstehen, der Schritt für Schritt bewältigt werden kann.

NARANI stellt keine Diagnosen, ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Behandlung und vermittelt keine Behandlungsplätze. Es soll Familien in der schwierigen Zeit davor und dazwischen unterstützen – wenn bereits spürbar ist, dass etwas nicht stimmt, aber noch kein klarer Weg vor ihnen liegt.

Den passenden Weg zur Unterstützung finden – Schritt für Schritt.

Auch der Name NARANI trägt einen persönlichen Teil unserer Geschichte in sich. In der schweren Zeit fand meine Tochter immer wieder Halt in ihrer Leidenschaft für Südkorea, in Musik, Tanz und der Vorfreude auf Konzerte. Diese Dinge konnten ihre Erkrankung nicht verschwinden lassen, aber sie gaben ihr kleine Momente von Leichtigkeit und immer wieder einen Blick nach vorn.

Der Name greift diesen Bezug zu Korea auf und steht für den Gedanken eines Wegweisers: für Orientierung, für einen Weg, der nicht allein gegangen werden muss, und für die Hoffnung, dass aus einer schweren Erfahrung etwas entstehen kann, das anderen Familien hilft.

Dafür bitten wir um Unterstützung

Die Grundidee, die Struktur des Angebots und die ersten individuellen Orientierungspfade sind bereits entstanden. Nun möchten wir daraus eine verlässliche, leicht zugängliche, mobil nutzbare und kostenlose Anwendung für Eltern und Angehörige entwickeln.

Mit den Spenden möchten wir insbesondere die technische Entwicklung der Anwendung, die fachliche Prüfung der Inhalte und der Sicherheitslogik, den Datenschutz, die verständliche Aufbereitung regionaler Unterstützungsangebote sowie die Erprobung und Weiterentwicklung finanzieren.

Ein Teil der Mittel soll außerdem in die Gründung und den Aufbau einer gemeinnützigen GmbH fließen – und damit in die notwendigen rechtlichen, steuerlichen und organisatorischen Schritte. Die gGmbH soll NARANI eine verlässliche und langfristig tragfähige Struktur geben. Sie schafft den Rahmen, um künftig gezielt Fördermittel einzuwerben, mit Stiftungen und Unternehmen zusammenzuarbeiten und verbindliche Kooperationen einzugehen.

NARANI wird bisher von uns ehrenamtlich aufgebaut. Unser Ziel ist es, daraus eine dauerhaft handlungsfähige gemeinnützige Organisation zu entwickeln und die bisher ehrenamtlich geleistete Arbeit perspektivisch mit unserer vollen Arbeitskraft fortführen zu können. Denn NARANI soll nicht bei einer guten Idee bleiben, sondern Familien langfristig und verlässlich zur Verfügung stehen.

Bis zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit können für Beiträge zu dieser Kampagne noch keine Spendenbescheinigungen ausgestellt werden.

Wir können die schweren Erfahrungen einzelner Familien nicht ungeschehen machen. Aber wir können dazu beitragen, dass Eltern künftig nicht mehr stundenlang zwischen geöffneten Internetseiten, Telefonnummern und widersprüchlichen Empfehlungen nach einem Anfang suchen müssen.

Wir möchten ihnen in einer Situation, in der die eigene Kraft kaum noch reicht, etwas geben, das uns selbst gefehlt hat: Orientierung, Sicherheit und einen klaren nächsten Schritt.

Mit deiner Spende hilfst du uns dabei, NARANI Wirklichkeit werden zu lassen und aus einer schweren Erfahrung einen Weg für andere Familien entstehen zu lassen.

Danke, dass du NARANI unterstützt.

Kerstin Weber und Hagen Febry

Initiatoren von NARANI * www.narani.de

Donations 0

No donations just yet

Started by

Kerstin Weber
Fürth, Germany
14. September 2026
Illness
0 € of 100.000 € collected
0 %
Donate now

Share now and mobilize support

Reach more donors and help make this campaign visible

We've created shareable texts and images from this campaign. With just a few clicks, you can pass it on and help make a greater impact.

Send a message to the campaign starter

Do you want to report this campaign?

The campaign violates the Additional Terms of Use or specified permitted purposes for campaigns on GoodCrowd.org.

The campaign contains/encourages spam, insults or abusive behavior.

The campaign violates copyright or trademark rights.