In der Nacht vom 5. auf den 6. Februar hat ein Erdbeben der Stärke 7,8 mit Epizentrum in der Region Mereş zahlreiche von Kurd*innen und Alevit*innen bewohnte Gebiete getroffen. Die seit Langem von Krieg und politischer Verfolgung betroffene kurdische und alevitische Bevölkerung treffen die Folgen des Erdbebens besonders schlimm. Denn alle Nationalstaaten in der Region missbrauchen humanitäre Hilfe immer wieder als Machtinstrument. Hilfsgelder kommen somit nicht dort an, wo sie am dringendsten gebraucht werden. In mehreren vorwiegend von Kurd*innen bewohnten Städten und besonders in vielen Dörfern ist auch einen Tag nach dem Beben noch keine staatliche Hilfe eingetroffen. Die Menschen sind also wieder einmal auf sich selbst gestellt, da auf den türkischen Staat kein Verlass ist.
Aus diesen Gründen sammeln wir Spenden für den Verein Deutsch-Kurdischer Begegnung Dresden e.V., der die Gelder direkt an Organisationen der kurdischen Zivilgesellschaft weiterleitet. Denn diese seit Jahren politisch verfolgten Organisationen leisten genau die Hilfe von unten, auf die es jetzt mehr denn je ankommt!