Moin ich bin Julius und auf meiner Radtour um die Ostsee sammle ich Spenden für den Moorschutz.
Warum das Ganze?
Weil ich dran glaube, dass wir die Welt verändern können. Und es auch müssen, wenn wir ehrlich sind.
Konkret in Kürze:
Ich sammle Spenden für den Erwerb von 5.500 qm Moorflächen, die vom NABU gekauft und durch Renaturierungsmaßnahmen an das "Große Moor bei Dänschenburg" angegliedert werden sollen. Ein Euro Spende ermöglicht den Kauf von einem Quadratmeter Moorfläche. Deswegen brauche ich 5.500€ um die ganze Fläche finanzieren zu können. Warum das ganze für uns alle so wichtig ist, erkläre ich weiter unten. Vorher will ich erzählen, wieso dieses Projekt für mich so wichtig ist.
Meine Reisen durch die Welt und durch Europa haben mir gezeigt, dass Menschen im Grunde gut sind oder es zumindest sein wollen, dass die europäische Natur, wo immer sie noch zu finden ist, unfassbare Schönheit birgt und dass wir auch in Europa schon heute mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen haben.
Letztes Jahr war ich mit dem Rad auf dem Weg zum Olymp und sammelte dabei Spenden für die Traumabewältigung ukrainischer Kindern - insgesamt kamen so 3.800€ zusammen.
Dabei durchquerte ich neun Länder und zahllose Naturregionen. Was von Deutschland bis Griechenland und vom Hochgebirge bis zur Sumpflandschaft offensichtlich war: die unsägliche Trockenheit, die den europäischen Sommer 2022 prägte.
Wochenlang regnete es keinen Tropfen, der Elbwasserstand war halbiert und in der sächsischen Schweiz standen die Wälder in Flammen. An der kroatischen Küste fehlten die Wälder gleich komplett.
Die Ursache dafür ist klar: der Klimawandel.
Dass wir ihn bekämpfen müssen, da sind sich die meisten einig.
Eine besonders wirksame Maßnahme ist vielen Menschen dagegen kaum bekannt:
Die Renaturierung von Flächen. Dazu gehört nicht nur das Anlegen von Wäldern oder die regenerative Landwirtschaft, sondern auch die Wiedervernässung von Mooren.
Wiedervernässung daher, weil ein Großteil der ehemaligen Moorflächen, die einst 4,2 % Deutschlands bedeckten, für die landwirtschaftliche und urbane Nutzung trockengelegt wurden und echte Moore sich nun auf unter 0,2 % der Bundesflächen begrenzen.
Das bedeutet das 1,4 Mio. Hektar Moore trockengelegt wurden, sodass Moore heute bedrohte Ökosysteme sind.
Dabei können sie zahllosen Arten einen einzigartigen Lebensraum bieten und haben langfristig die höchste CO2-Speicherfähigkeit aller Naturräume.
Was die intakten Moore über Jahrtausende an CO2 gespeichert haben, stoßen trockengelegte Moore aber wieder aus. Insgesamt sind trockengelegte Moore so für 5-7% der gesamten deutschen CO2-Emissionen verantwortlich. Pro wiedervernässtem Hektar Moor können so 20-40 Tonnen CO2 gespart werden - im Jahr.
Hinzu kommen bis zu 10 Tonnen CO2, die langfristig - leider wirklich nur seeehr langfristig - wieder eingespeichert werden können.
Die Natur gibt uns hier also praktisch die Möglichkeit, unsere Klimaziele tatsächlich zu erreichen!
Neben der CO2-Speicherung haben unsere Moore natürlich eine elementare Funktion als Lebensraum. So beherbergt das Dänschenburger Moor bedrohte Arten wie das Wollgras, die Glockenheide und den Rundblättrigen Sonnentau - letzterer ist eine der wenigen fleischfressenden Pflanzen Deutschlands.
Außerdem tragen Moore zum natürlichen Wasserkreislauf bei, indem sie wie ein Schwamm überschüssiges Wasser aufnehmen und in Zeiten von Wasserknappheit verteilen können. Trockene Perioden fallen dadurch milder aus, weil die Moore die Feuchtigkeit an Luft und Umgebung abgeben.
Aus diesen Gründen ist es unerlässlich eine der vielen Moorschutz-Initiativen zu unterstützen, die sich inzwischen etabliert haben. Meine Wahl fiel dabei auf den NABU, bei dem ich selbst ehrenamtlich tätig bin und somit eine hohe Zuversicht in die sinnhafte und zielführende Verwendung der Spenden habe.
Ganz konkret werde ich die gesammelten Spenden der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe überweisen, die diese zweckgebunden für den Kauf genau der Moorfläche verwenden wird, die ich oben beschrieben habe. Umwelt- und Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern - direkt vor der Haustür, statt auf der anderen Seite der Welt. Praktischerweise ist es auch das Bundesland, das ich auf meiner Reise um die Ostsee und zu den Lofoten als erstes durchquere. Ein Stopp am besagten Moor, wird da sicher drin sein.
Deine Spende werde ich zunächst treuhänderisch verwalten, um sie anschließend vollumfänglich und transparent an den NABU weiterzuleiten.
Alle Infos zum NABU Programm und meiner Reise findest du unter den folgenden Links.
Startseite - NABU-Stiftung Nationales Naturerbe
Vielen Dank für deine Zeit und deine Unterstützung!