Der naturnah befestigte Hauptweg durch die renaturierten Wormser Eisbachauen ist Gernots „kleines Paradies“. Denn in seinem Alter ist er mit seiner Gehbeeinträchtigung auf ein Naherholungsgebiet in der Nähe angewiesen. Das sagt auch der Wormser Hitzeplan von 2022, denn Worms liegt im Rheingraben und ist stark von Hitze betroffen, außerdem auf Platz 4 der am schlimmsten versiegelten Städte Deutschlands.
Doch die Stadt Worms hat beschlossen, Gernots Weg über eine Fläche von 10 Aldi Parkplätzen zu asphaltieren. Dann soll er praktisch nur noch für Radfahrer da sein und deren Komfort steigern.
Für Gernot ist dann gar kein sicher nutzbarer Weg mehr da. Die Ausweichwege für Fußgänger, Jogger, Nordic Walker und Hundebesitzer sind gänzlich unbefestigt, haben zu enge Passagen und verlaufen über weite Strecken ohne Schatten.
Die Bürgerinitiative „Asphaltfreie Eisbach“ protestiert dagegen, dass die Menschen vor Ort ihren Weg einfach so abgenommen bekommen. Und auch Schoko kann dann nicht mehr mit seinem Frauchen dort spazieren gehen. Die Initiative hat eine Umfrage mit ca. 1000 Teilnehmern gemacht und 800 Stimmen gegen die Asphaltierung gesammelt.Dabei sagen über 90 % der Menschen in den angrenzenden Vororten, dass sie nicht informiert oder gefragt wurden und dass sie den asphaltierten Radweg nicht wollen.
Außerdem hat die Initiative darauf hingewiesen, dass die vermeintliche CO2 Ersparnis durch den asphaltierten Radweg eine Mogelpackung ist, weil bei der Asphaltierung Unmengen von CO2 frei gesetzt werden, und dass der Weg in Wirklichkeit gar nicht ganzjährig besser befahrbar ist als der jetzige Weg, der auf einer ehemaligen Bahntrasse verläuft und schon immer auch gerne von Radfahrern genutzt wird. Zumal es weit kostengünstigere Alternativen für einen asphaltierten Radweg gibt, wie z.B. eine parallel verlaufende Nebenstraße. Darüber hat die Stadt gar nicht nachgedacht.
Trotzdem hat die Stadt zum 01.09. den Bau freigegeben.
Leas Eltern machen sich große Sorgen um die Sicherheit ihrer Tochter, deren Schulweg den zweispurigen Radweg an einer unübersichtlichen Stelle kreuzen soll.
„Wenn dort E-Bikes mit bis zu 30 km/h in zwei Richtungen unterwegs sind, wie sollen die Kinder aus der angrenzenden Kita, der Grundschule und der IGS alleine sicher rüber kommen? Auch grenzt ein Spielplatz direkt an den Weg.“
Es ist 1 vor 12. Die Baugeräte haben bereits begonnen, den Weg aufzureißen. Die einzige Möglichkeit für Gernot, Lea, Schoko und die Initiative, die Asphaltierung noch in letzter Sekunde aufzuhalten, ist die Klage vor Gericht. Hierfür braucht man Fachanwälte für Umwelt- und Verwaltungsrecht, und die sind leider sehr teuer.
Weil die Zeit drängt, ist eine Privatperson aus der Initiative in Vorlage getreten und trägt nun das Risiko alleine. Das verdient unsere Anerkennung, aber auch unsere Solidarität
Mittlerweile haben die Anwälte Klage eingereicht. Vielleicht stehen deswegen momentan auch die Bagger still. Wenn wir die Anwaltskosten jetzt auf viele Schultern verteilen, dann können wir etwas bewegen!
Hilf mit, den wunderschönen Weg durch die Eisbachauen so zu erhalten wie er ist: Ein naturnaher Weg, der für alle da ist und wo Menschen zusammen kommen. Spaziergänger, Sportler, Menschen mit Beeinträchtigung, Familien, Hundebesitzer und Radfahrer.
Schon mit einer kleinen Spende kannst Du Wunder bewirken, denn zusammen sind wir stark-
Gernot, Lea, Schoko und Du!
Anmerkunng: Wir bitten um Dein Verständnis dafür, dass wir zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Originalpersonen -insbesondere von Kindern- Originalnamen geändert und statt Originalbildern ein KI generiertes Symbolbild verwendet haben.