Liebe Spendende,
Wir, eine Gruppe Dortmunder Menschen, waren entsetzt, als im Herbst 2022 die Information die Runde machte, dass ein privater Sicherheitsdienst beauftragt worden war, obdachlose schlafende Menschen nachts aus den Haus- und Geschäftseingängen der Dortmunder Innenstadt zu vertreiben.
Initiiert wurde dies vom „Cityring“, einem Verband von Dortmunder Einzelhändler*innen, der sich dafür einsetzt, dass sich die Gestaltung der Innenstadt komplett der Profitmaximierung von einigen wenigen Handeltreibenden unterordnen soll. Der Vorsitzende des Cityrings, der selbst eine Kunstgalerie in der Dortmunder City besitzt, findet, dass der Anblick von Obdachlosen diese Profitmaximierung störe.
Schnell gründete sich die Bürgerinitiative „Schlafen statt Strafen“, die es sich zum Ziel gemacht hat, auf die Lage der obdachlosen Menschen in Dortmund aufmerksam zu machen und die Stadt aufzufordern, ihre Aufgabe, sicherzustellen, dass alle hier Lebenden dies in Würde tun können, zufriedenstellend zu erfüllen.
Wir fordern:
Hilfe statt Repressionen
Dialog statt Stigmatisierung
Obdachlosigkeit muss endlich als ein in der Gesamtgesellschaft begründetes Problem erkannt und als solches behandelt werden. Wir fordern, dass es adäquate, individuelle Hilfe für alle Menschen gibt!
Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, vom 28.1. bis zum 5.2.2023 in der Dortmunder City für eine Woche ein Protestcamp aufzuschlagen, um auf die Situation obdachloser Menschen aufmerksam zu machen und Verbesserungen zu fordern.
Gemeinsam mit Betroffenen, Mitgliedern anderer Gruppen der Obdachlosenhilfe und allen Interessierten werden wir mitten in der Innenstadt kochen, schlafen, diskutieren, informieren, leben. Wir erhoffen uns hierdurch große öffentliche Aufmerksamkeit seitens der politisch Verantwortlichen und der Bevölkerung und somit eine deutliche Verbesserung der Situation obdachloser Menschen in Dortmund.
An dieser Stelle sind wir auf euch angewiesen!
Wir finanzieren das Camp aus Eigenmitteln und Spenden. Wir benötigen Spenden für Küchenequipment, Lebensmittel, Diesel für Generatoren, Toiletten, Flyer, Material für Transparente, große Zelte und Ausstattungen für unser politisches Rahmenprogramm, Sitzbänke, ggf. gegen Repressionen etc.
Jede Spende hilft uns! Kein Betrag ist zu gering!
Sollten gespendete Gelder nicht für das Camp verwendet werden müssen, sprich „übrig bleiben“, würden wir diese an das Straßenmagazin Bodo e.V. (bodoev.org/strassenmagazin/) weitergeben.
Wenn ihr mehr über uns erfahren mögt, besucht uns gerne auf unserer Homepage:
https://www.schlafen-statt-strafen.org/ ,
bei Instagram: https://www.instagram.com/schlafenstattstrafen/ ,
oder bei Facebook: https://www.facebook.com/profile.php?id=100087367205794
Auf allen Kanälen wird es während des Camps fortlaufend Informationen zur aktuellen Situation geben und ihr könnt sehen, wie wir eure Spenden eingesetzt haben.
Bitte helft mit, damit obdachlose Menschen in Dortmund nicht weiter diskriminiert und vertrieben werden, sondern ein selbstbestimmtes, menschenwürdiges Leben führen können.
Danke!!!
Das Team von „Schlafen statt Strafen“