Gestern habe ich Martin besucht – und nach dem Gespräch mit dem Arzt ist nun klar: Auch die linke Lunge muss operiert werden, weil die Drainage keinerlei Besserung bringt. Doch da erst vor kurzem am rechten Lungenflügel die unteren Bereiche entfernt wurden, muss nun abgewartet werden, bis diese Wunde heilt. Sonst gibt es keine Möglichkeit, ihn überhaupt zu beatmen.
Seine Mutter würde nichts lieber tun, als an seiner Seite zu sein. Aber im Moment fehlt es ihr schlicht an den Mitteln, um bei ihm zu sein.
Die Ärzte kämpfen unermüdlich, Seite an Seite mit dem Pflegepersonal, Schulter an Schulter mit Martin. Und trotzdem bleibt die Angst, dass es nicht reicht. Wir klammern uns an jede kleine Hoffnung, drücken verzweifelt die Daumen – und bitten inständig um jede nur erdenkliche Unterstützung.