Vielen Dank für die Unterstützung

24.01.2024
Sina Homann Berlin, Germany
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Liebe Unterstützer*innen, Wahnsinn! Wir haben bereits nach 5 Tagen das erste Streikziel erreicht! Eure Spenden sind nicht nur ein wichtiges Zeichen der Solidarität, sondern sie ermutigen auch die Serviceassistentinnen und Pflegehelfer*innen trotz Lohnverlusten weiterzumachen. Die Spenden werden in den nächsten Tagen an die streikenden Beschäftigten dieser Berufsgruppen ausgezahlt und sind eine kleine Erleichterung in einer kräftezehrenden Streikphase. Nach wie vor weigert sich die Geschäftsführung über eine Patient:innen-Personalquote für Hilfskräfte und Pflegehelfer*innen zu verhandeln und versucht damit weiterhin die Belegschaft zu spalten. C. und ihre Kolleg*innen sind Serviceassistent*innen und bedanken sich für die Solidarität. Sie versorgen zu viele Patient*innen und übernehmen nicht selten Aufgaben, die nicht in ihren Tätigkeitsbereich fallen. Deswegen ziehen sie gemeinsam als Kolleg*innen eines Krankenhauses an einem Strang und fordern den Tarifvertrag Entlastung (TVE), damit sie ebenfalls einen verbindlichen Personal-Patient*innen-Schlüssel bekommen und nicht mehr für viel zu viele Patient*innen sorgen müssen. Doch geht es bei den Serviceassistent*innen um noch mehr als den TVE. Für sie ist der Streik auch ein Kampf um Anerkennung und Sichtbarkeit ihrer Tätigkeit. Denn das Säubern und Desinfizieren der Stationen, das Bereitstellen von Essen und Getränken sind ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung. In der betriebswirtschaftlichen Logik der Geschäftsführung sind das jedoch nur Kosten, die es zu vermindern gilt. Nicht selten drängt sie die ohnehin schon überlasteten Pflegekräfte dazu, diese Tätigkeiten teilweise und manchmal sogar ganz zu übernehmen.Wenn es nach ihr ginge, würden die Pflegekräfte mal eben „nebenbei“, zwischen der Versorgung der Patient*innen, putzen, desinfizieren und Essen austeilen. Das führt zu unhaltbaren Zuständen im Klinikalltag, unter denen nicht nur die Beschäftigen, sondern vor allem auch die Patient*innen leiden. Die Beteiligung verschiedener Berufsgruppen aus dem Krankenhaus am Streik macht hingegen deutlich, wie wichtig sie alle für einen funktionierenden Betrieb sind. Sie streiken gemeinsam, um gemeinsam bessere Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigtengruppen durchzusetzen und damit auch eine bessere Gesundheitsversorgung für alle Patient*innen Aber es ist zugleich ein zäher Kampf, für den es Kraft, Geduld und Solidarität aus der Stadtgesellschaft braucht. Da der Streik noch andauern wird, haben wir das Spendenziel auf 7500€ erhöht und hoffen auf weitere Unterstützung. Auch Lust zum Streikposten zu kommen? Die Beschäftigten des Jüdischen Krankenhauses Berlin sind täglich von 8 bis 16 Uhr im Streiklokal in der Prinzensallee 58 anzutreffen und freuen sich über Gesellschaft und Austausch.
7.134 € of 7.500 € collected
95 %
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