Hallo zusammen.
Ich schreibe hier, weil ich seit fast 3 Jahren in einer ziemlichen Notlage bin.
Ich bin in Lüdinghausen geboren, habe aber einige Jahre nicht hier wohnen können, weil ich als Kind mit meinen Eltern wegziehen musste. Ich lebe aber seit 45 Jahren wieder in meinem wunderschönen Lüdinghausen.
Mit 6 Jahren bekam ich Kinderlähmung. Einer der letzten Fälle, danach gab es zum Glück keine Epidemien mehr, auch Dank der Schluckimpfung, die wieder abgeschafft werden musste, weil zu viele Impfpolios ausbrachen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Ich habe durch die Nervenschädigungen, die der Poliovirus verursacht - die Polio fällt bei jedem Patienten anders aus - große Schmerzen und Schwäche, die im Laufe der Jahre immer schlimmer wurden, da Nerven- und Muskelzellen abbauen.
Ich kann das alles gar nicht so detailliert beschreiben, sonst würde es ein Buch.
Auf jeden Fall weiß die Forschung, dass die Polio weiter voranschreitet. Eine schwere, chronische, degenerative Erkrankung, die alles befällt. Leider den gesamten Stoffwechsel, jedes Organ, da das Zentralnervensystem auch befallen wird. Steuerung der inneren Organe und der äußere Körper kann verwachsen. Ich hatte „nur" einen Klumpfuß, der operiert wurde.
Seit 3 Jahren sitze ich jetzt aber ganz im Rollstuhl. 10 Jahre hatte ich, anstatt Rollstuhl, einen Scooter und in der Wohnung einen elektrisch betriebenen Rolli. Zunächst konnte ich ihn noch mit den Armen bewegen, aber das ging auch bald nicht mehr und so bekam ich den E- Antrieb. Vor 3 Jahren hatte ich einen anderen Rollstuhl beantragt, in der Hoffnung mit ihm schmerzfreier fahren zu können. Leider ist das Gegenteil der Fall und dieser große Rollstuhl soll jetzt auf der Straße und in der Wohnung genutzt werden. Die Krankenkasse lässt meinen kleineren nicht mehr reparieren, weil es eine Doppelversorgung wäre.
Dabei kann ich mit dem großen Rollstuhl nichts aus dem Kühlschrank holen, mich nicht an den Tisch setzen und überhaupt komme ich nirgendwo dran. Weiterhin müsste ich mit den verschmutzen Straßenreifen durch meine Wohnung fahren.
Ich bin verzweifelt, weil der „Wohnungsrollstuhl“ nicht mehr zuverlässig läuft und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll, wenn er ganz ausfällt. Ich möchte gerne in meiner Wohnung noch einiges, wie selbstständiges essen, Hände waschen usw. weiterhin tun können.
Deshalb bitte ich jetzt um eine Spende, damit ich mir selbst noch ein paar Jahre helfen kann, und einen Rollstuhl für die Wohnung anschaffen kann, mit dem ich ein selbstbestimmtes Leben führen kann. Eine Reparatur des aktuellen Rollstuhles käme zwar in Frage, aber mittlerweile ist dieser ohnehin zu eng geworden.
Vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.