Ich schreibe diesen Text nicht leichtfertig.
Es kostet mich Überwindung, um Unterstützung zu bitten.
Ich lebe seit Jahren mit psychischen Erkrankungen, die meinen Alltag stark beeinflussen. Es gibt Phasen, in denen selbst einfache Dinge enorme Kraft kosten. Trotzdem wünsche ich mir nichts sehnlicher, als langfristig stabiler zu werden und mir eine echte Perspektive aufzubauen.
Ich möchte eine Ausbildung beginnen, um mir Schritt für Schritt ein selbstständiges Leben zu ermöglichen und später selbst im Bereich psychische Gesundheit tätig zu sein. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig Verständnis, Begleitung und Hoffnung sind. Diese Erfahrung möchte ich irgendwann weitergeben.
Ein weiterer großer Baustein für meine Stabilität ist die tiergestützte Unterstützung. In meiner Wohngemeinschaft erlebe ich, wie sehr mir der Hund einer Betreuerin hilft. Seine ruhige Präsenz, das Spüren von Nähe ohne Druck, das einfache „Da-Sein“ – all das stabilisiert mich in Momenten, in denen Worte oft nicht mehr reichen. Auch tiergestützte Therapie hat mir gezeigt, wie stark Tiere regulierend wirken können, gerade bei innerer Anspannung oder Dissoziation.
Deshalb wünsche ich mir perspektivisch einen Assistenzhund. Nicht als Luxus, sondern als verlässliche Unterstützung im Alltag – als Begleiter, der frühzeitig Stress wahrnimmt, Sicherheit gibt und mir hilft, Krisen besser zu bewältigen.
Diese Schritte – Ausbildung und Assistenzhund – sind für mich keine Träume aus Bequemlichkeit. Sie sind Bausteine für Stabilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität.
Ein kleiner persönlicher Wunsch ist es außerdem, einmal ein Konzert besuchen zu können – als Moment, der mich daran erinnert, dass ich nicht nur kämpfen, sondern auch leben darf.
Jede Unterstützung hilft mir, Schritt für Schritt weiterzugehen.
Danke von Herzen für jedes Teilen, jede Spende und jedes Vertrauen.